Aktuelle Nachrichten und Termine der Jägerschaft Neustadt am Rübenberge e.V.

Foto: Niedersächische Landesforsten

 

Luchs lauert von Kanzel

 

Ein Luchs im Solling bewachte vom Hochsitz seine Beute. Der seltene Schnappschuss gelang einem Mitarbeiter des Niedersächsischen Forstamtes Dassel.

 

Die Raubkatze hatte zuvor ein Rotwildkalb erbeutet, das unweit der Kanzel auf einer Wildwiese lag. 'Ein Forstwirt hatte bei Arbeiten das Tier entdeckt. Er zog sich daraufhin wieder zurück, besorgte eine Fotokamera und machte die Fotos', berichtete Michael Rudolph, Pressesprecher der Niedersächsischen Landesforsten, gegenüber jagderleben. Pinselohr habe sich während des gesamten 'Shootings' völlig ruhig verhalten. 'Erst nach einer ganzen Weile baumte die Katze ab und trollte davon', so Rudolph.

Immer häufiger gebe es Meldungen von Luchsbeobachtungen und gerissenen Wildtieren. Auch Spaziergänger hätten wiederholt Luchse im Solling gesichtet. 'Die wasserscheue Katze hat bei Regen den geschützten Hochsitz genutzt, um trocken und sicher seine Beute im Blick zu halten', erklärte Forstamtsleiter Thomas Reulecke das ungewöhnliche Versteck.

Seinen Wachposten in der Revierförsterei Knobben muss das Pinselohr allerdings wieder räumen. Nach jagdlicher Ruhephase im Juli beginnt im August die intensive Jagd auf Rotwild, dann beziehen wieder zweibeinige Jäger den Hochsitz. 'Der Luchs kennt unsere Jagd- oder Schonzeiten nicht, für ihn ist jede Beute Freiwild', sagte Reulecke über den neuen Mitjäger im Solling. Bereits im vergangenen Jahr hatten sich Luchse erfolgreich in den naturnah bewirtschafteten Wäldern des Mittelgebirges angesiedelt. Mittlerweile gehöre die Raubkatze zum festen Wildtierbestand in Deutschlands Waldgebiet des Jahres 2013. Die Rückkehr der Luchse sei ein Beispiel für erfolgreiche Waldentwicklung in den Niedersächsischen Landesforsten, so Reulecke weiter

 

Quelle: www.jagderleben.de

Rehbrunft ab Mitte Juli – Hormone lassen Wildunfälle steigen

Wenn die Temperaturen steigen, wird auch das heimische Rehwild immer aktiver: Mitte Juli beginnt die Paarungszeit der Rehe, auch Blattzeit in der Jägersprache genannt. Im Bann der Hormone quert das Rehwild dann mitunter urplötzlich die Straße - oft auch am helllichten Tag.

 

Die Jägerschaft Neustadt am Rübenberge nimmt dies zum Anlass, auf die erhöhte Gefahr von Wildunfällen hinzuweisen und bittet alle Verkehrsteilnehmer um erhöhte Rücksichtname.

"Normalerweise hält sich Rehwild von Verkehrswegen fern, während der Paarungszeit folgt es aber hauptsächlich dem Fortpflanzungstrieb – es ist buchstäblich blind vor Liebe und die Gefahr von Wildunfällen steigt enorm“, erklärt Karsten Ahlborn, Obmann für Öffentlichkeitsarbeit der Jägerschaft.

 

Autofahrer müssen in dieser Zeit auch in Bereichen ohne Warnschild für Wildwechsel und auch an Stellen, an denen bisher kein Hinweisschild auf einen Gefahrenbereich hinweist, mit plötzlich wechselndem Wild rechnen. Besonders groß ist die Gefahr an unübersichtlichen Straßenabschnitten entlang von Wäldern und Feldern.

Die Rehböcke überqueren bei der oft kilometerlangen Suche nach einer Partnerin häufiger die Straßen. Und das nicht nur während der Morgen- und Abenddämmerung, sondern verstärkt auch tagsüber. Schwülwarmes Wetter begünstigt zudem die Suche nach einer Partnerin. Dabei kommt es vermehrt zu Wildunfällen, da die dem Rehwild sonst eigene Vorsicht kurzzeitig abhanden kommt und der Autofahrer meist nur auf die nächtliche Begegnung mit Rehwild eingestellt ist.


Die Paarungszeit des Rehwildes dauert etwa von Mitte Juli bis Mitte August. Böcke, die nicht unmittelbar mit Ricken zusammenstehen oder die nicht von weiblichen Rehen aufgesucht werden, verfolgen ähnlich wie ein Schweißhund mit tiefer Nase die Fährte einer brunftigen Ricke. Und dabei wird, je nach Bestand und Revierstruktur, das ursprüngliche Territorium deutlich erweitert. Berühren Böcke dabei die Reviere anderer Böcke, so kann es bei gleicher Stärke unter Umständen zu heftigen Auseinandersetzungen kommen.


Deshalb bittet die Jägerschaft Neustadt die Autofahrer, in den kommenden Wochen besonders aufmerksam zu fahren, Wildwarnschilder zu beachten und die angezeigten Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuhalten.

 

 

Wolf: Umkehr der Beweislast gefordert

Die CDU-Fraktion im niedersächsischen Landtag hat eine Umkehr der Beweislast bei durch Wölfe verursachten Schäden gefordert.

 

In einer Sitzung des Landtags am 26. Juni forderten mehrere CDU-Abgeordnete eine Entschädigung dann zu zahlen, wenn durch einen der ehrenamtlichen Wolfsberater ein Wolfsriss nicht ausgeschlossen werden könne. Derzeit werden die von Wölfen durch das Reißen von Schafen und Ziegen verursachten Schäden als sogenannte Billigkeitsleistungen auf freiwilliger Basis durch den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) im Einzelfall erstattet. Es muss aber bewiesen werden, dass ein Wolf der Verursacher war. Die Antragstellung ist kompliziert, die Bearbeitung und Bezahlung der Schäden dauert gegebenenfalls lange.


Schafzüchter und Bauernverbände fordern schon seit längerer Zeit, die bereits Ende 2010 angekündigte „Förderrichtlinie Wolf“ endlich zu verabschieden und den Ausgleich der Schäden darin unkompliziert zu regeln. Auch die Förderung von Präventionsmaßnahmen wie die Anschaffung von Herdenschutzhunden und Schutzzäunen solle endlich geregelt und unterstützt werden, fordern sie.


Dass der Wolf sich in Norddeutschland mit großer Geschwindigkeit weiter ausbreiten wird, gilt als unstrittig. Ende Juni konnten auf dem Truppenübungsplatz Bergen erneut diesjährige Jungwölfe bestätigt werden. In ganz Niedersachsen geht man mittlerweile von rund 30 Wölfen aus. Wölfe tauchen mittlerweile auch in den deckungsarmen, der Küste vorgelagerten Gebieten Niedersachsens und Schleswig-Holsteins auf.

 

Quelle: Wild und Hund 01.07.2014

Bild: Vivienne Klimke

Fangjagd ist praktizierter Artenschutz

Tierschutzgerecht und ein Plus für den Artenschutz, das ist Fangjagd, wie sie von Jägern durchgeführt wird. Eine Vielzahl von Naturschutzprojekten – etwa zum Schutz von Wiesenbrütern wie hier in Nordkehdingen – zeigt dies eindrücklich.

 

Jägerinnen und Jäger haben eine fundierte Ausbildung für Fangjagd und sind kompetente Partner für zahlreiche Artenschutzprojekte in Deutschland.

 

 

 

Quelle: Newsletter LJN Juni 2014

Ist mein Hund ein Jagdhund?

 

Tag des Hundes: Deutscher Jagdverband appelliert an Halter

 

Der 1. Juni 2014 ist der bundesweite Tag des Hundes. Entstehung und Werdegang des Hundewesens sind untrennbar mit dem Menschen verbunden: früher Jagd-, Hüte- und Wachhund; heute Familienhund.

 

Der Grundgehorsam der Vierbeiner ist gestern wie heute wichtig. Besonders im Frühsommer: dies ist die Brut- und Aufzuchtzeit von Vögeln und Säugern. Darauf macht heute der Deutsche Jagdverband (DJV) aufmerksam und ruft alle Halter dazu auf, in der Kinderstube Natur umsichtig zu sein.

 

„In vermeintlichen Schoßhunden steckt immer noch der Jagdinstinkt“, sagt Dr. Hermann Hallermann, im DJV-Präsidium zuständig für Hunde. Er macht darauf aufmerksam, wie wichtig es sei, dass der Hund auf seinen Halter höre.

Viele Hunderassen, die heute als sogenannte „Modehunde“ gelten, wie Russel Terrier, Cockerspaniel, Beagle, Golden Retriever, Labrador und Dackel, wurden ursprünglich als Jagdhunde gezüchtet. Hundeliebhaber sollten sich vorher informieren und besonnen entscheiden, ob der Hund zum eigenen Lebensstil passe.

 

„In den letzten Jahren sind beispielsweise Russel Terrier vermehrt in Tierheimen gelandet. Sie sind dem Halter zu temperamentvoll, weil sie viel beschäftigt werden müssen“, erklärt Dr. Hallermann.

Als Haustier und jagdlicher Helfer des Menschen hat sich der Hund in fast allen Erdteilen bewehrt.

 

In Deutschland werden Jagdhunde bei der Schwarzwild-, Gans-, Enten- und Fuchsjagd eingesetzt – Wildtiere, die sich stark vermehrt haben und regional zu Problemen führen. Für die tierschutzgerechte Jagd müssen die Hunde zunächst eingearbeitet und geprüft werden. Gemeinsam mit einem Kamerateam hat der DJV die Ausbildung begleitet. Darin zeigt er, dass die Jagdhundeausbildung tierschutzgerecht und notwendig ist. Die Videos sind online auf dem YouTube-Kanal des Verbandes zu sehen.