Aktuelle Nachrichten und Termine der Jägerschaft Neustadt am Rübenberge e.V.

© Kreis Verden Krisenstab: Kreisjägermeister Hilmer Kruse (2.v.l.) zusammen mit Amtstierärzten und Kreislandwirt.

Wenn es ernst wird …Afrikanische Schweinepest 

 

Übungsszenario

 

 

Im Kreis Verden wurde ein totes Stück Schwarzwild gefunden. Die Afrikanische Schweinepest (ASP) wurde festgestellt. Eine Pufferzone wird eingerichtet, absoluter Jagdstopp...

 

 

 

 

 

Doch Entwarnung: Es handelt sich hierbei glücklicherweise um ein Übungsszenario an dem auch die niedersächsischen Landkreise Cuxhaven, Osterholz, Rotenburg und Stade teilgenommen haben.

'Das ist leider nicht allzu weit von der Wirklichkeit entfernt', erklärte Kreisjägermeister Hilmer Kruse mit Blick auf Ausbruchsfälle in Litauen, Lettland, Estland und Polen (wir berichteten).

Er war neben Kreisveterinären und -Landwirten auch bei der zweitägigen Worst-Case-Probe als Fachberater dabei. 'Sollte es zu so einem Fall kommen, wird eine sofortige Bejagungsruhe auf alles Wild für sechs bis acht Tage ausgerufen', sagte Kruse. In dieser Zeit dürfe kein einziger Schuss in einer 15 Kilometer großen Pufferzone fallen, denn die Wildschweine sollen auf keinen Fall wandern und den Virus in andere Gebiete tragen. Lediglich Kadaver werden eingesammelt und untersucht, um einen ersten Überblick zu bekommen. 'Wenn die Seuche einmal da ist, werden binnen 24 bis 48 Stunden viele Sauen eingehen.'

 

Nach rund acht Tagen rät der Jäger zu großen, revierübergreifenden Drückjagden. Aber nicht für jagende Schweinehalter. Kruse: 'Die Gefahr, das Virus in die Hausbestände zu bringen, ist dann einfach zu groß.' Er weiß wovon er redet, denn der Jäger ist auch Landwirt und unterhält einen Mastschweinebetrieb.

 

Sein Appell an Jagdreisende mit Ziel Osteuropa: Keilerwaffen, Schwarten, sonstige Schwarzwild-Trophäen sowie die Jagdbekleidung und -ausrüstung müssen vor der Rückkehr gründlich desinfiziert werden. Ebenso dürfe kein Wildbret eingeführt werden.

 

Kruse zeigte sich mit der Übung zufrieden, vor allem weil man jetzt wisse, was noch alles getan werden muss, um für den Ernstfall gewappnet zu sein. Nur eins ist für den Jäger und Landwirt jetzt schon sicher: 'Bricht die ASP bei uns aus, bleibt kein Stein mehr auf dem anderen.'

 

Quelle: www.jagderleben.de

Foto: D.Mohrhoff

Großes Interesse beim Infotag der Jägerschaft zum Jungjäger Lehrgang 2014/2015

 

 

Am Sonntag, den 14.09.2014 hatte die Jägerschaft eingeladen zur Jagdhütte in Schneeren am Schießstand.

 


 

 

Viele interessierte Besucher folgten der Einladung und konnten sich vor Ort über den am 20.09.2014 beginnenden Vorbereitungslehrgang zur Jagdschein Prüfung im März 2015 informieren. 


Die Jägerschaft hatte an diesem Tag viel zu bieten rund um die Jagdhütte. Erfahrene Ausbilder des Lehrgangs erklärten jedem Interessenten die Inhalte der Prüfungen und die Anforderungen an einen zukünftigen Jäger. Hundeführer mit ihren Jagdhunden und eine Falknerin mit einem Habicht zeigten eindrucksvoll auf, welche Facetten die moderne Jagdausübung bietet.


Der allgemeine Trend in Niedersachsen, das immer mehr Frauen den Weg in das Jägerleben finden, konnte auch an dieser Veranstaltung beobachtet werden. Die Übertragenen Rechte und Pflichten eines Jägers nach bestandener Staatlicher Jägerprüfung gehen über ein Hobby weit hinaus und verlangen Leidenschaft, Passion und eine proaktive persönliche Einstellung in der Übernahme einer großen Verantwortung für Waidgerechtigkeit, Natur- und Tierschutz.


Der Lehrgang ist bereits zum jetzigen Zeitpunkt schon gut belegt. Eine Anmeldung am ersten Ausbildungstag ist aber noch möglich, so Ole Volkmann, Lehrgangsleiter der Jungjäger Ausbildung.


Weitere Informationen zum Vorbereitungslehrgang erteilt gerne vorab Ole Volkmann unter Tel. 05032 – 4171 oder Mail jj@jaegerschaft-neustadt-rbge.de

Brauchbarkeitsprüfung der Jägerschaft Neustadt e.V. am 03.10.2014

 

 

 

In Zusammenarbeit mit dem JGV Neustadt-Lichtenmoor e.V. führt die Jägerschaft Neustadt e.V.  am

 

Freitag, 03.10.2014 um 08:00 Uhr eine Brauchbarkeitsprüfung

 

durch.

 

 

Der Jäger ist Bewahrer und Erhalter der freilebenden Tierwelt und hat hier die Pflicht, für diese Aufgabe gut gerüstet zu sein. Zu diesem Rüstzeug gehört ein brauchbar geprüfter Jagdhund.

 

Wer will zu den Jägern zählen,

lässt kein Wild zu Tode sich quälen,

jagt allein nicht durch die Weite,

führt den guten Hund zur Seite

 

Brauchbarkeitsprüfung BrP

 

Brauchbarkeitsrichtlinie vom 15.07.2002 für Niedersachsen

 

Prüfungstermin:     Freitag, 03.Oktober 2014 um 08:00 Uhr (siehe Suchenlokal)
Veranstalter:           Jägerschaft Neustadt e.V. im Landkreis Hannover
Prüfungsleiter:        Karl-Heinz Rabe
Zulassung:              Jagdhunde bzw. Phänotyp (BrP Nr. 2.4 ff)

 

max. Meldung:        12 Hunde, Vereinsmitglieder der Jägerschaft haben                                               Vorrang

Suchenlokal:           Gasthaus „Unter den Linden“
                                 Schwarmstedter Str. 44
                                 29323 Wietze OT Jeversen
                                 Telefon: 05146 / 9 84 48 45

 

weitere Informationen zur Brauchbarkeitsprüfung hier.

Jägerschaft Neustadt informiert über Vorbereitungslehrgang zur Jagdscheinprüfung

 

Informationsveranstaltung am 14.09.2014 von 10:00–13:00 Uhr

 

Am Sonntag den 14.09.2014 von 10:00-13:00 Uhr informiert die Jägerschaft Neustadt e.V. in Schneeren an der Jagdhütte der Jägerschaft (Schießstand Schneeren) unter Leitung von Lehrgangsleiter Ole Volkmann über die Ausbildung zum Jäger. Interessierte können bei dieser Veranstaltung Einblicke in den Lehrgang und seine Inhalte und Anforderungen bekommen.

Die heutige Ausbildung zum Jäger, und die spätere Ausübung der Jagd in all ihren Facetten ist mehr als nur ein Hobby, es ist eine Berufung und der persönliche Einsatz für Wildtiere, Wald und sinnvollen Natur und Umweltschutz.

 

Ein Jäger muss in unserer heutigen oft ausgeräumten Landschaft in seinem Revier sehr viel  mehr machen, als nur "zu jagen". Praktischer Natur – und Umweltschutz, Tierschutzaspekte und Schnittstellen zur Land- und Forstwirtschaft finden sich mehr als in früheren Zeiten in Unterrichtsstoffen wieder. Möchte man Artenreichtum im Revier haben und Arten erhalten, so sind die Jäger vor Ort zunehmend gefragt in der Anlage von Wildäckern und Feuchtbiotopen, Verbiss Gehölzen und Erhaltung von Hecken und Rückzugsgebieten für die Wildtiere.

 

Der Lehrgang dauert 7 Monate und schließt ab mit einer staatlichen Jägerprüfung nach der Prüfungsordnung des Niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums. Die Jagdprüfung gliedert sich in 5 theoretisch/praktische Prüfungsfächer.

 

Aktuelle Ausbildungs- und Prüfungsinhalte umfassen das Jagdrecht und verwandtes Recht; Jagdwaffen und Fanggeräte; Naturschutz, Hege und Jagdbetrieb; Behandlung des erlegten Wildes, Wildkrankheiten, Jagdhundewesen und jagdliches Brauchtum. Die staatliche Prüfung gliedert sich in eine Schießprüfung, eine schriftliche und eine mündlich-praktische Prüfung am Ende der Ausbildung zum Jäger.

 

 

Der Lehrgang 2014/2015 zur staatlichen Jägersprüfung beginnt am 20.09.2014 und endet mit der Prüfung im März 2015.

2 tote Jungrinder in Cuxhaven – Wolf als Verursacher mit DNA Nachweis überführt

 

 

 

Norden/HAZ vom 04.09.2014

Ein Wolf hat erstmals in Niedersachsen Jungrinder gerissen. Das bestätigte der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz am Donnerstag in Norden.

Ein Bauer hatten die beiden Jungrinder am18. August tot auf der Weide in Lamstedt (Landkreis Cuxhaven) gefunden. Eine Analyse von sechs DNA-Proben ergab jetzt, dass ein Wolf die Tiere getötet hat. Der Landwirt kann jetzt einen finanziellen Ausgleich beim Land beantragen.

Wölfe hatten im ersten Halbjahr 2014 bisher rund 60 Schafe und Damwild gerissen oder verletzt. Seit Anfang 2013 wurden knapp 11 000 Euro an betroffene Tierhalter gezahlt.

Link zum Artikel in der HAZ

Link zum NDR Bericht über Riss von 2 Rindern in Cuxhaven

Das "Grüne Abitur" - die Staatliche Jägerprüfung

Vorbereitungslehrgang auf die Jägerprüfung startet im September 2014

 

 

Der neue Vorbereitungslehrgang 2014/2015 der Jägerschaft Neustadt zur staatlichen Jägerprüfung  beginnt am Samstag den 20. September 2014 um 10.00 Uhr in Mecklenhorst.

 

Es ist ein langer Weg, um Jäger zu werden. An zwei Abenden pro Woche und an Wochenendterminen wird den Kursteilnehmern in 190 Stunden innerhalb den nächsten Monate das nötige Wissen durch die Ausbilder der Jägerschaft vermittelt. Die theoretischen Unterrichte finden ab September 2014 in den Räumen des ehemaligen Friedrich Löffler Institutes in Mecklenhorst statt. Praktische Lehrgangsinhalte in heimischen Revieren und die Schießausbildung mit Büchse und Flinte auf dem Schießstand der Jägerschaft in Schneeren,  bereiten umfassend auf die staatliche Prüfung im März 2015 vor.

 

Die Jägerschaft Neustadt betreibt seit Jahrzehnten erfolgreich die Ausbildung des jagdlichen Nachwuchses in der Region. Dabei stehen hohe Ausbildungsqualität, Effektivität und Praxisbezug im Mittelpunkt der Lehrgangsinhalte. Der Lehrgangsleiter und 2.Vorsitzender der Jägerschaft, Ole Volkmann und erfahrene Ausbilder vermitteln die Inhalte der Fachgebiete mit Kompetenz und Engagement.

 

Die zukünftigen Jäger kommen aus den verschiedensten Berufsgruppen und die Altersstruktur ist bunt gemischt. Bemerkenswert ist, dass der Anteil der jagdlich interessierten Frauen in Niedersachsen immer mehr steigt. 

 

Lehrgangs- und Prüfungsinhalte sind: Wildbiologie, Artenschutz, Wildkrankheiten und Wildprethygiene, Jagd- und Waffenrecht, Waffentechnik und Waffenhandhabung im jagdlichem Schießen, Wald- und Landbau sowie Jagdbetrieb, Natur- und Landschaftsschutz, Ökologie, Hundewesen, jagdliches Brauchtum, Pflanzenkunde und Fangjagd.

 

Eine Anmeldung zum Lehrgang ist auch noch am ersten Lehrgangstag direkt beim Lehrgangsleiter vor Ort möglich. Weitere Informationen zur Vorbereitungslehrgang auf der Homepage der Jägerschaft unter www.jaegerschaft-neustadt-rbge.de

 

Vorabinformationen erteilt gerne der 2.Vorsitzende der Jägerschaft,  Ole Volkmann unter 05032-4171 oder ole.volkmann@jaegerschaft-neustadt-rbge.de

 

Antrag auf Teilnahme Vorbereitungslehrgang2014_2015 zur Jägerprüfung
Antrag auf Teilnahme Vorbereitungslehrga[...]
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Hegering 1 veranstaltet Jagdhunde Treff vor der Herbstlichen Jagdsaison

 

Am 06.09.2014 veranstaltet der Hegering 1 der Jägerschaft Neustadt einen Jagdhunde Treff vor der anstehenden Herbstlichen Jagdsaison.  Auf Nachfrage erklärte Hegeringleiter Knuth Peters; „ es ist unser Ziel mit dieser Veranstaltung Hundeführern und ihren Hunden eine Möglichkeit zu geben, leichte Arbeiten vor der anstehenden Jagdsaison noch einmal zu überprüfen und zu trainieren“.

 

Die Leitung und damit auch die Durchführung der Übungen hat Karl Heinz Block aus Kohlenfeld. Für das leibliche Wohl ist gesorgt und auch Gäste und Jäger ohne Hund sind Herzlich Willkommen. Veranstaltungstag ist der 06.09.2014 um 14 Uhr am Klostergut Mönchehof, Wunstorfer Str. 19  in Kohlenfeld.

 

Gemeinsame Erklärung gegen den Entwurf zur Jagdzeitenverordnung durch das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium / Minister Meyer (Grüne)


26.08.2014


 

Gemeinsame Erklärung zum Entwurf einer Neuregelung der Niedersächsischen Jagdzeiten. Das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium hat am 18.07.2014 den Entwurf einer Verordnung zur Änderung der Niedersächsischen Jagdzeiten bekannt gemacht und in das Anhörungsverfahren mit den Verbänden gegeben.
Der Entwurf sieht eine erhebliche Einschränkung der Jagdzeiten insbesondere auf Schalenwild, Gänse und Enten vor und hebt die Jagdzeit für mehrere Tierarten gänzlich auf.

Die unterzeichnenden Verbände lehnen diesen Verordnungsentwurf in der gegenwärtigen Fassung mit Nachdruck ab.

Vor dem Hintergrund

--    der Bestandsgarantie unseres Jagdrechts als Eigentumsrecht

--    der Jagd als legitimer Nutzungsform natürlicher Ressourcen

--    der teilweise hohen Schalenwildbestände

--    der ausreichenden Populationsdichte auch der übrigen bejagbaren Wildtierarten

--    der weiter zunehmenden Wildschäden in Wald und Feld

--    der Ausübung der Jagd im Gemeinwohlinteresse, namentlich aus              Artenschutzgründen und zur Seuchenprävention

--    und der Sicherstellung der Verpachtbarkeit unserer Reviere

ist eine Verkürzung von Jagdzeiten für uns in keiner Weise akzeptabel.

Es bedarf vielmehr umfassender jagdlicher Möglichkeiten und eines zeitlich breiten Bejagungskorridors, um das Jagdrecht optimal nutzen und den zahlreichen Zielvorgaben der Jagd verlässlich nachkommen zu können.


Wir vertreten die Auffassung, dass sich die bisherigen Jagdzeiten bewährt haben und deshalb beizubehalten sind.


Es ist für uns kein tatsächlich relevanter Grund erkennbar, der es rechtfertigen würde, von der jahrzehntelang geübten jagdlichen Praxis abweichen zu müssen.

Stellvertretend für unsere rund 500.000 Mitglieder, die die einzigen sind, die von einer Jagdzeitenverkürzung unmittelbar betroffen wären, fordern wir die Niedersächsische Landesregierung und das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium insbesondere auf:

--    Keine Verkürzung der Schalenwildbejagung im Januar!
Die Möglichkeit der Jagd auf Schalenwild muss zum Schutz der Wälder und zur Vermeidung von Schwarzwildschäden auf landwirtschaftlich genutzten Flächen unbedingt bis zum 31.01. erhalten bleiben. 

--    Die Bejagung von Enten und Gänsen ist umfassend, d.h. auch in Vogelschutz-gebieten, zu gewährleisten. Populationsökologisch lässt sich eine Einschränkung der Jagd nicht begründen. Das Brutgeschäft ziehender Arten wird in keiner Weise berührt. Keine schützenswerte Art ist durch die bisherige, ohnehin sehr kurze Jagdzeit auf Federwild im Bestand beeinträchtigt. 

--    Wildtierarten, die sich in einem auskömmlichen Erhaltungszustand befinden, müssen über eine entsprechende Jagdzeit auch jagdlich genutzt werden dürfen. Die angedachte Vollschonung von Bläss- und Saatgans, mehreren Möwenarten und Blässhuhn ist deshalb unzulässig und zu verwerfen.

--    Das Jagdrecht als Recht der nachhaltigen Nutzung ist im Sinne der Eigentums-garantie des Art. 14 GG umfassend zu schützen.

Die vorgesehene Aufhebung oder Abkürzung von Jagdzeiten würde eine eigentumsrecht-lich relevante Beschränkung der Jagd darstellen, die nur aus übergeordneten Gemein-wohlinteressen zulässig ist.
Diese besonderen Gründe vermögen wir nicht zu erkennen.


Die unterzeichnenden Verbände geben zum Verordnungsentwurf jeweils eine eigene detaillierte Stellungnahme ab, auf die wegen einer weiterführenden Begründung unserer Position verwiesen wird.

Gemeinsam fordern wir den Verordnungsgeber auf, von den beabsichtigten 
Jagdzeitenverkürzungen Abstand zu nehmen.

 

Hannover, den 25. August 2014

 

Zentralverband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer in Niedersachsen e.V., Landesjägerschaft Niedersachsen e.V., Landvolk Niedersachsen e.V., Waldbesitzerverband Niedersachsen e.V., Verband der Niedersächsischen Grundbesitzer

 

 

Der Wolf und seine Rückkehr im Neustädter Land

 

 

Informationsveranstaltung zum Wolf in Niedersachsen/im Neustädter Land

 

Tag:               29.August 2014

Uhrzeit:          19:30 Uhr

Ort:                 Luttmersen, Haus an der Jürse (Soldatenheim)

 

 

Nach der Rückkehr des Wolfes nach Niedersachsen breitet sich das scheue, streng geschützte Raubtier weiter aus. In der Nachbarschaftlichen Region Celle ist der Wolf seit Jahren bestätigt und sesshaft geworden. In 2014 wurden Wolfssichtungen aus dem angrenzenden Bereichen Wedemark, Elze und Burgdorf mit Fotofallen und nicht zuletzt durch gefundene Risse von Wildtieren bestätigt. Der Wolf hatte diese Gebiete auf seinen Streifzügen kontinuierlich benutzt und sein Nahrungsaufkommen gedeckt.

 

Auch in der Region Neustadt hatten Jäger und Landwirte schon seit 2013 mehrmals Wolfssichtungen gemeldet. Im April 2014 konnte dann Jens Jadischke, Jagdpächter aus Laderholz, einen direkten Kontakt mit einem Wolf fotografieren.

 

Die Landesjägerschaft Niedersachsen mit Ihren örtlichen Jägerschaften ist vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz offiziell seit Jahren mit dem Wolfsmonitoring in Niedersachsen betraut. 40 Ehrenamtliche Wolfsberater protokollieren Wolfshinweise, sammeln Beweise und dokumentieren Wild- und Nutztierrisse für die Wissenschaftliche Bewertung und Überwachung der Wolfsvorkommen in Niedersachsen. Gerade die Jäger unter den Wolfsberatern in Niedersachsen leisten durch ihre ständige Präsenz in den heimischen Revieren einen wertvollen Beitrag zum Niedersächsischen Wolfsmonitoring.

 

Wölfe unterliegen in Niedersachsen nicht dem Jagd-, sondern dem Naturschutzrecht. Sie gehören durch eine Vielzahl nationaler und internationaler Übereinkommen zu den am strengsten geschützten Arten.

 

Die Region Hannover verfügte bis vor wenigen Tagen nicht über einen Wolfsberater wie andere bereits mit Wolfsvorkommen betroffene Regionen in Niedersachsen. Nachfragen aus der Landesjägerschaft  zum Stand der Bewerbung von Helge Stummeyer führten jetzt zum Handeln durch das zuständige Ministerium.

 

Seit dieser Woche hat die Jägerschaft Neustadt einen offiziellen Wolfsberater in ihren Reihen, der auch Ansprechpartner für die Bevölkerung ist. Helge Stummeyer, Jagdpächter und Hegeringleiter aus Warmeloh, ist für die Region Hannover und damit auch für das heimische Neustädter Land als Wolfsberater zuständig.

 

Ist die Rückkehr des Wolfes bei allen Menschen willkommen?

 

Hier werden deutliche, nachweisliche  Unterschiede zwischen Stadtbewohnern und der Ländlichen Bevölkerung spürbar. Während Naturschutzverbände das Raubtier gerade zu euphorisch begrüßen und den Wolf als Rückkehrer feiern, haben Nutztierhalter und gerade die Ländliche Bevölkerung in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Wolfsgebieten, durchaus eine gesunde Skepsis über die Rückkehr und Ausbreitung dieser Wildtierart.

 

Daher ist das dauerhafte Überleben des Wolfes in unserer gewachsenen Kulturlandschaftnur möglich, wenn die berechtigten Belange der Betroffenen wie zum Beispiel Nutztierhalter berücksichtigt, und die Sorgen und Fragen der Bürger ernst genommen werden.

 

Wie sehr eine sachliche Diskussion notwendig ist, zeigt folgender Bericht des NDR vom 2.07.2014. 

 

Schafhalter fürchten Wolfsattacken – NDR Hallo Niedersachsen 02.07.2014

 

Durch eine umfassende, frühzeitige und Sachorientierte Öffentlichkeitsarbeit will die Jägerschaft Neustadt die heimische Bevölkerung weiter informieren über den aktuellen Stand in Sachen Wolf.

 

KA15082014

 

 

 

Hans-Heinrich Harms ist stolz auf den Umbau

 

Umbau Schießstand Schneeren auf bleifreie Büchsengeschosse abgeschlossen.

 

In den letzten Wochen wurde der Schießstand der Jägerschaft Neustadt in Schneeren im Bereich des Kugelstandes auf die Verwendung von bleifreien Geschossen umgerüstet.


Da die Verwendung von bleifreien Geschossen in der Jagdausübung weiter ansteigt, müssen auch die Schießstände der Jägerschaften umgerüstet werden, damit der Trainingsbetrieb und das Einschießen der Jagdbüchsen mit dieser Geschossart möglich ist. Grund der Umbaumaßnahmen ist das Masse- und Energieverhalten bleifreier Büchsengeschosse,  die nach dem Auftreffen auf unterschiedlichste Oberflächen signifikant größer ist, als das der bleihaltigen Geschosse. 


Durch das unterschiedliche Abprallverhalten bleihaltiger und bleifreier Geschosse aus Jagdbüchsen unterschiedlichen Kalibers, müssen Geschoßfänge und Schießbahnblenden  an bestehenden Kugelständen überarbeitet werden.


Die praktische Umsetzung der Umbaumaßnahmen auf dem Kugelstand in Schneeren wurde durch die Jagdschützen Neustadt e.V.  unter Leitung von Hans-Heinrich Harms durchgeführt. Tatkräftige Mithilfe der Jagdschützen und gutes Wetter begünstigten die Baumaßnahmen.

Hans Heinrich Harms, als langjähriger Schießobmann der Jägerschaft Neustadt, hatte im Vorfeld der Baulichen Maßnahmen alle Details mit einem Sachverständigen für Schießanlagen genau abgestimmt.

So konnte nach Fertigstellung der Arbeiten das Zertifikat für den Betrieb des Kugelstandes mit bleifreien Geschossen kurzfristig durch den Sachverständigen ausgehändigt werden.


Der Kugelstand der Jägerschaft Neustadt bietet allen Jägern aus der Region jetzt einwandfreie Bedingungen zum Einschießen der Jagdbüchsen, und für das ständige Training im Umgang mit der Waffe. 

© Rheinmetall

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Neue Nachweise aus dem Wolfsmonitoring der Landesjägerschaft

 

Welpen in der niedersächsischen Göhrde.

 

 

Auf dem Gelände der Rheinmetall AG in der Lüneburger Heide wurden drei Wolfswelpen fotografiert: „Damit ist in Niedersachsen nun das vierte Wolfsrudel bestätigt“, so Dr. Britta Habbe Wolfsbeauftragte der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V.

Im Rahmen des Monitorings wurden seit gut einem Jahr einzelne Nachweise von einem Wolf in der Region erbracht. Zudem gab es dort Sichtungen von zwei Tieren, welche aber im Monitoring nicht als sichere Nachweise gewertet werden können. Unklar war auch bislang, ob sich das Territorium des Munsteraner Rudels bis hierhin erstreckte. Nun zeigt der Reproduktionsnachweis aber, dass sich im Landkreis Uelzen ein Territorium etabliert hat. Ob es sich bei einem bei einem Elterntiere um einen Nachfahren aus dem Munsteraner Rudel handelt ist noch offen.

„Neben diesem neuen Rudel, gibt es von den drei in Niedersachsen bekannten Rudeln bei Munster, Bergen und Gartow bislang nur beim Bergener Rudel einen gesicherten Nachweis auf Reproduktion in diesem Jahr – bei den anderen Rudeln steht der Nachweis für Nachwuchs noch aus“ so Habbe weiter. In dem Territorium des in diesem Frühjahr bestätigten Wolfspaares bei Eschede gibt es noch keinen Hinweis auf Reproduktion.

Einen neuen Einzelnachweis gibt es auch aus der Göhrde: Wie in der vergangenen Woche im Landkreis Cuxhaven sind nun auch hier Filmaufnahmen von einem zweiten Wolf entstanden. Konnte im Mai eine markierende Fähe mittels Wildkamera fotografiert werden, gelangen nun einem Jäger Filmaufnahmen von einem jungen Wolfsrüden.

 

Sowohl im Landkreis Cuxhaven als auch in der Göhrde besteht daher die Vermutung, dass sich hier jeweils ein Wolfspaar etablieren könnte. Nachweise von beiden Tieren gemeinsam stehen aber in beiden Regionen noch aus. Im Rahmen des Monitorings wird dies weiter untersucht werden.

Die Ausbreitung der Wölfe in Niedersachsen wird wissenschaftlich dokumentiert. Das Umweltministerium hat mit dem Wolfsmonitoring die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. beauftragt, die diese Aufgabe in enger Zusammenarbeit mit demNLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küstenund Naturschutz) und den rund 50 Wolfsberatern wahrnimmt. Wer Spuren, Losungen oder Risse findet, die auf einen Wolf hinweisen, oder einen Wolf sieht, sollte seinen Fund dem örtlichen Wolfsberater oder der Wolfsbeauftragten der Landesjägerschaft 

 

Alle neuen und bestätigten Informationen zum Wolfsmonitoring der LJN können auf unserer Homepage unter „Wölfe in Niedersachsen aktuell“ eingesehen werden

 

Entwurf zur Jagdzeitenverordnung in Niedersachsen durch Landwirtschaftsminister Meyer (Grüne) und Umweltminister Wenzel (Grüne) – Jägerschaft verärgert

 

 

 

 

 

 

"Wenig faktenorientiert, wenig ausgewogen - großer Überarbeitungsbedarf"

 

23.07.2014/LJN

 

Landesjägerschaft Niedersachsen und ZJEN fordern grundlegende Überarbeitung

 

"Wenig faktenorientiert, wenig ausgewogen - großer Überarbeitungsbedarf", so die erste Reaktion der Verbandspräsidenten von ZJEN (Zentralverband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Niedersachsen e.V.) und Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) mit Blick auf den jetzt bekannt gemachten Regierungs-Entwurf zur Änderung der Jagdzeiten in Niedersachsen. Weder die geplante ganzjährige Schonzeit auf Bläss- und Saatgänse noch die Verkürzung der Jagdzeiten auf Gänse und Enten in Schutzgebieten seien nachvollziehbar. Das Vorhaben, sogar die Jagdzeiten auf Schwarzwild, Rehe und Rotwild einzuschränken, missachte zudem in erschreckender Manier den erforderlichen Schutz vor Wildschäden in Wald und Feld, sind sich die Verbände einig.

Der Verdacht, dass bei den geplanten Änderungen nicht Fakten entscheidend sind, dränge sich gerade bei der Frage der Jagdzeiten für Gänse nahezu auf: „Bezeichnenderweise wird vom Ministerium nicht bestritten, dass die Bestandsituation der in Niedersachsen aktuell mit einer Jagdzeit versehenen Gänsearten eine nachhaltige Bejagung erlauben", so LJN-Präsident Helmut Dammann-Tamke. „Stattdessen werde nun versucht, durch eine einseitige und verkürzte Interpretation der EU-Vogelschutzrichtlinie die Einschränkungen bei der Gänsejagd zu begründen: Der Leitfaden zu den Jagdbestimmungen dieser Richtlinie erkennt aber die Legitimität der Jagd auf wild lebende Vögel ausdrücklich voll an". Beim Thema Schwarzwild stelle sich die Frage, warum in Zeiten der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest, vor der das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium eindringlich warnt, eine Verkürzung der Jagdzeiten geplant sei.

Der ZJEN hält dem Ministerium vor, die Jagd nicht als legitime Nutzungsform anzuerkennen. „Grundsätzlich, das wird leider häufig übersehen, ist das Jagdrecht ein Eigentumsrecht und jede Einschränkung hat enteignende Wirkung. Nicht die Jagdausübung muss rechtlich begründet werden, sondern umgekehrt deren Einschränkung!“ erklärt ZJEN-Präsident Hans-Heinrich Ehlen. Man werde deshalb alle angekündigten Neuregelungen auf den Prüfstand stellen.                                           

Zum Schutz der Wälder müssten auch die aktuell gültigen Jagdzeiten auf Schalenwild bis zum 31.01. unbedingt erhalten bleiben, so die beiden Verbandsspitzen. Eine nachhaltige, effektive und tierschutzgerechte Jagd vertrage keinen Zeitdruck.

Als unhaltbar sehen es die Verbände schließlich an, dass sie anstelle des im Koalitionsvertrag angekündigten Dialogprozesses einzelne Inhalte des geplanten Entwurfs aus der Presse erfahren mussten. Mit dem ZJEN als größtem Grundeigentümerverband in Niedersachsen und der LJN, der Interessensvertretung von über 53.000 Jägerinnen und Jägern, spreche man auch für diejenigen, die für den Ausgleich von Wildschäden finanziell aufkommen müssten, wenn nicht ausreichend gejagt werden könne.

 

NJagdG - Entwurf DVO-NJagdG Endf.pdf
PDF-Dokument [166.6 KB]
Foto: Niedersächische Landesforsten

 

Luchs lauert von Kanzel

 

Ein Luchs im Solling bewachte vom Hochsitz seine Beute. Der seltene Schnappschuss gelang einem Mitarbeiter des Niedersächsischen Forstamtes Dassel.

 

Die Raubkatze hatte zuvor ein Rotwildkalb erbeutet, das unweit der Kanzel auf einer Wildwiese lag. 'Ein Forstwirt hatte bei Arbeiten das Tier entdeckt. Er zog sich daraufhin wieder zurück, besorgte eine Fotokamera und machte die Fotos', berichtete Michael Rudolph, Pressesprecher der Niedersächsischen Landesforsten, gegenüber jagderleben. Pinselohr habe sich während des gesamten 'Shootings' völlig ruhig verhalten. 'Erst nach einer ganzen Weile baumte die Katze ab und trollte davon', so Rudolph.

Immer häufiger gebe es Meldungen von Luchsbeobachtungen und gerissenen Wildtieren. Auch Spaziergänger hätten wiederholt Luchse im Solling gesichtet. 'Die wasserscheue Katze hat bei Regen den geschützten Hochsitz genutzt, um trocken und sicher seine Beute im Blick zu halten', erklärte Forstamtsleiter Thomas Reulecke das ungewöhnliche Versteck.

Seinen Wachposten in der Revierförsterei Knobben muss das Pinselohr allerdings wieder räumen. Nach jagdlicher Ruhephase im Juli beginnt im August die intensive Jagd auf Rotwild, dann beziehen wieder zweibeinige Jäger den Hochsitz. 'Der Luchs kennt unsere Jagd- oder Schonzeiten nicht, für ihn ist jede Beute Freiwild', sagte Reulecke über den neuen Mitjäger im Solling. Bereits im vergangenen Jahr hatten sich Luchse erfolgreich in den naturnah bewirtschafteten Wäldern des Mittelgebirges angesiedelt. Mittlerweile gehöre die Raubkatze zum festen Wildtierbestand in Deutschlands Waldgebiet des Jahres 2013. Die Rückkehr der Luchse sei ein Beispiel für erfolgreiche Waldentwicklung in den Niedersächsischen Landesforsten, so Reulecke weiter

 

Quelle: www.jagderleben.de

Rehbrunft ab Mitte Juli – Hormone lassen Wildunfälle steigen

Wenn die Temperaturen steigen, wird auch das heimische Rehwild immer aktiver: Mitte Juli beginnt die Paarungszeit der Rehe, auch Blattzeit in der Jägersprache genannt. Im Bann der Hormone quert das Rehwild dann mitunter urplötzlich die Straße - oft auch am helllichten Tag.

 

Die Jägerschaft Neustadt am Rübenberge nimmt dies zum Anlass, auf die erhöhte Gefahr von Wildunfällen hinzuweisen und bittet alle Verkehrsteilnehmer um erhöhte Rücksichtname.

"Normalerweise hält sich Rehwild von Verkehrswegen fern, während der Paarungszeit folgt es aber hauptsächlich dem Fortpflanzungstrieb – es ist buchstäblich blind vor Liebe und die Gefahr von Wildunfällen steigt enorm“, erklärt Karsten Ahlborn, Obmann für Öffentlichkeitsarbeit der Jägerschaft.

 

Autofahrer müssen in dieser Zeit auch in Bereichen ohne Warnschild für Wildwechsel und auch an Stellen, an denen bisher kein Hinweisschild auf einen Gefahrenbereich hinweist, mit plötzlich wechselndem Wild rechnen. Besonders groß ist die Gefahr an unübersichtlichen Straßenabschnitten entlang von Wäldern und Feldern.

Die Rehböcke überqueren bei der oft kilometerlangen Suche nach einer Partnerin häufiger die Straßen. Und das nicht nur während der Morgen- und Abenddämmerung, sondern verstärkt auch tagsüber. Schwülwarmes Wetter begünstigt zudem die Suche nach einer Partnerin. Dabei kommt es vermehrt zu Wildunfällen, da die dem Rehwild sonst eigene Vorsicht kurzzeitig abhanden kommt und der Autofahrer meist nur auf die nächtliche Begegnung mit Rehwild eingestellt ist.


Die Paarungszeit des Rehwildes dauert etwa von Mitte Juli bis Mitte August. Böcke, die nicht unmittelbar mit Ricken zusammenstehen oder die nicht von weiblichen Rehen aufgesucht werden, verfolgen ähnlich wie ein Schweißhund mit tiefer Nase die Fährte einer brunftigen Ricke. Und dabei wird, je nach Bestand und Revierstruktur, das ursprüngliche Territorium deutlich erweitert. Berühren Böcke dabei die Reviere anderer Böcke, so kann es bei gleicher Stärke unter Umständen zu heftigen Auseinandersetzungen kommen.


Deshalb bittet die Jägerschaft Neustadt die Autofahrer, in den kommenden Wochen besonders aufmerksam zu fahren, Wildwarnschilder zu beachten und die angezeigten Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuhalten.

 

 

Wolf: Umkehr der Beweislast gefordert

Die CDU-Fraktion im niedersächsischen Landtag hat eine Umkehr der Beweislast bei durch Wölfe verursachten Schäden gefordert.

 

In einer Sitzung des Landtags am 26. Juni forderten mehrere CDU-Abgeordnete eine Entschädigung dann zu zahlen, wenn durch einen der ehrenamtlichen Wolfsberater ein Wolfsriss nicht ausgeschlossen werden könne. Derzeit werden die von Wölfen durch das Reißen von Schafen und Ziegen verursachten Schäden als sogenannte Billigkeitsleistungen auf freiwilliger Basis durch den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) im Einzelfall erstattet. Es muss aber bewiesen werden, dass ein Wolf der Verursacher war. Die Antragstellung ist kompliziert, die Bearbeitung und Bezahlung der Schäden dauert gegebenenfalls lange.


Schafzüchter und Bauernverbände fordern schon seit längerer Zeit, die bereits Ende 2010 angekündigte „Förderrichtlinie Wolf“ endlich zu verabschieden und den Ausgleich der Schäden darin unkompliziert zu regeln. Auch die Förderung von Präventionsmaßnahmen wie die Anschaffung von Herdenschutzhunden und Schutzzäunen solle endlich geregelt und unterstützt werden, fordern sie.


Dass der Wolf sich in Norddeutschland mit großer Geschwindigkeit weiter ausbreiten wird, gilt als unstrittig. Ende Juni konnten auf dem Truppenübungsplatz Bergen erneut diesjährige Jungwölfe bestätigt werden. In ganz Niedersachsen geht man mittlerweile von rund 30 Wölfen aus. Wölfe tauchen mittlerweile auch in den deckungsarmen, der Küste vorgelagerten Gebieten Niedersachsens und Schleswig-Holsteins auf.

 

Quelle: Wild und Hund 01.07.2014

Bild: Vivienne Klimke

Fangjagd ist praktizierter Artenschutz

Tierschutzgerecht und ein Plus für den Artenschutz, das ist Fangjagd, wie sie von Jägern durchgeführt wird. Eine Vielzahl von Naturschutzprojekten – etwa zum Schutz von Wiesenbrütern wie hier in Nordkehdingen – zeigt dies eindrücklich.

 

Jägerinnen und Jäger haben eine fundierte Ausbildung für Fangjagd und sind kompetente Partner für zahlreiche Artenschutzprojekte in Deutschland.

 

 

 

Quelle: Newsletter LJN Juni 2014

Ist mein Hund ein Jagdhund?

 

Tag des Hundes: Deutscher Jagdverband appelliert an Halter

 

Der 1. Juni 2014 ist der bundesweite Tag des Hundes. Entstehung und Werdegang des Hundewesens sind untrennbar mit dem Menschen verbunden: früher Jagd-, Hüte- und Wachhund; heute Familienhund.

 

Der Grundgehorsam der Vierbeiner ist gestern wie heute wichtig. Besonders im Frühsommer: dies ist die Brut- und Aufzuchtzeit von Vögeln und Säugern. Darauf macht heute der Deutsche Jagdverband (DJV) aufmerksam und ruft alle Halter dazu auf, in der Kinderstube Natur umsichtig zu sein.

 

„In vermeintlichen Schoßhunden steckt immer noch der Jagdinstinkt“, sagt Dr. Hermann Hallermann, im DJV-Präsidium zuständig für Hunde. Er macht darauf aufmerksam, wie wichtig es sei, dass der Hund auf seinen Halter höre.

Viele Hunderassen, die heute als sogenannte „Modehunde“ gelten, wie Russel Terrier, Cockerspaniel, Beagle, Golden Retriever, Labrador und Dackel, wurden ursprünglich als Jagdhunde gezüchtet. Hundeliebhaber sollten sich vorher informieren und besonnen entscheiden, ob der Hund zum eigenen Lebensstil passe.

 

„In den letzten Jahren sind beispielsweise Russel Terrier vermehrt in Tierheimen gelandet. Sie sind dem Halter zu temperamentvoll, weil sie viel beschäftigt werden müssen“, erklärt Dr. Hallermann.

Als Haustier und jagdlicher Helfer des Menschen hat sich der Hund in fast allen Erdteilen bewehrt.

 

In Deutschland werden Jagdhunde bei der Schwarzwild-, Gans-, Enten- und Fuchsjagd eingesetzt – Wildtiere, die sich stark vermehrt haben und regional zu Problemen führen. Für die tierschutzgerechte Jagd müssen die Hunde zunächst eingearbeitet und geprüft werden. Gemeinsam mit einem Kamerateam hat der DJV die Ausbildung begleitet. Darin zeigt er, dass die Jagdhundeausbildung tierschutzgerecht und notwendig ist. Die Videos sind online auf dem YouTube-Kanal des Verbandes zu sehen.