Aktuelle Nachrichten der Jägerschaft Neustadt am Rübenberge e.V.

Symbolbild

Senderstörung und  Wolfsangriff

 

Seit Mitte 2015 sollen zwei besenderte Grauhunde aus dem Munsteraner Rudel Daten für mögliches, auffälliges Verhalten liefern. Diese Maßnahme erntete starke Kritik. Nun könnte ein Angriff eines Wolfs mit GPS-Halsband den Kurs der Verantwortlichen ins Straucheln bringen.

 

Dies ist der junge Wolfsrüde, der sich auffällig verhielt und deshalb im Juni 2015 das GPS-Halsband bekam.

Noch im Juni 2015 bezeichnete der Niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) die erfolgreiche Besenderung des ersten Wolfsrüden aus dem Munsteraner Rudel als 'wichtigen Schritt zur besseren Kontrolle'.

 

Nur wenige Tage später ging eine junge Fähe auf Sendung. Notwendig wurden die Maßnahmen, weil das Rudel durch Nahkontakte zu Menschen aufgefallen war. Bei einem möglicherweise auffälligen Verhalten könne man so schneller mit geeigneten Vergrämungsmaßnahmen reagieren, hieß es damals.


Nun wurde bekannt, dass das GPS-Halsband der Fähe keine Daten mehr sendet. Achim Stolz, Pressesprecher des Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), bestätigte den unterbrochenen Satellitenkontakt. Seit November 2015 gebe es diesen nur noch bei dem Rüden. Die Anwesenheit der Fähe werde aber einmal wöchentlich per UKW-Antenne überprüft.
Anders als bei den Besenderungen hielt man es nicht für nötig, diese Informationen zu veröffentlichen. Umso interessanter wird deshalb ein Nahkontakt vom vergangenen Freitag. In der Nähe von Wardböhmen (Kreis Celle) ist eine Spaziergängerin mit ihrem angeleinten Hund auf einen besenderten Wolf gestoßen.

 

Erst als sich Isegrim bis auf etwa fünf Meter an die Frau heranwagte, hätte sie ihre Hündin abgeleint. Dann seien die Tiere aneinander geraten, wobei der Grauhund dem Vierbeiner Bissverletzungen zugefügt haben soll. Nur durch Schreie und Gestikulieren sei es der Halterin gelungen, den Wolf zu verscheuchen. Für den zuständigen Wolfsberater Jörg-Rüdiger Tilk sind die Ausführungen absolut glaubhaft: 'Vor allem die Fotos beweisen die Nähe zum Wolf', so sein Fazit. Ob es sich bei dem Tier um einen Rüden oder eine Fähe handelt, könne er anhand der Fotos nicht eindeutig sagen. Sicher sei er sich aber, dass das Tier ein Sendehalsband trug. Auf Nachfrage der Redaktion wollte das NLWKN bisher keine Details preisgeben: 'Eine abschließende Beurteilung ist noch nicht möglich', heißt es.

 

Laut Helene Möslinger vom Kontaktbüro 'Wolfsregion Lausitz' gebe es neben den beiden Tieren aus dem Munsteraner Rudel zwei weitere besenderte Wölfe in Deutschland. Einen in Mecklenburg-Vorpommern und eine Fähe in Sachsen. Letzere sei jedoch definitiv hier sesshaft, versicherte die Expertin. Auch Dr. Norman Stier, der das Wolfsmonitoring in Mecklenburg-Vorpommern betreut, versicherte, dass der Jungwolf 'zuhause' sei.

 

Auch wenn es noch nicht offiziell bestätigt ist, scheint es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um eines der auffälligen Tiere aus dem Munsteraner Rudel zu handeln. Damit wären alle zuvor geäußerten Rechtfertigungsgründe für die Besenderung fragwürdig. Denn weder reagiert man schnell mit Vergrämungsmaßnahmen, noch scheint eine bessere Kontrolle möglich, wie sie sich Umweltminister Stefan Wenzel erhofft hatte.

 

Quelle: Jagderleben.de / MH

Jeden Tag gehen in der Leitstelle in Rotenburg bis zu 4 Wildunfallmeldungen ein (Quelle: NDR)

die Nordreportage: Wildunfall!

 

 

 

Im Landkreis Rotenburg (Wümme) meldet die Leitstelle der Polizei fast jeden Tag: Wildunfall! Die Polizisten Ariella Tolle und Michael Holsten müssen dann sofort los zur Unfallstelle.

 

Über 1.500 Wildunfälle passieren jährlich im Landkreis. Jeder dritte Unfall, der passiert, ist ein Wildunfall. Besonders im Oktober und November gibt es Kollisionen mit Wild. Dann sind die Wildtierherden auf der Suche nach Futter und einem Winterquartier. Die Autofahrer hingegen müssen oft in der Dämmerung bei schlechter Sicht fahren. Eine gefährliche Kombination, die bei einem Zusammenstoß für die Tiere meist tödlich endet.

Die Polizei in Rotenburg/Wümme hat schon viel versucht: Es wurden Warnschilder und Dreibeine aufgestellt, Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt.

Doch das Ergebnis ist ernüchternd. Auch Kreisjägermeister Hermann Gerken sucht nach einer Lösung, um Wildunfälle zu reduzieren. Er möchte vor allem die Tiere schützen. Dazu gehört auch eine gezielte Jagd an den Unfallschwerpunkten. So wollen die Jäger den Bestand dort zumindest kontrollieren und zudem die Tiere von der Fahrbahn abschrecken. Außerdem sollen neue akustische Reflektoren die Tiere von der Straße fernhalten. Ob das gelingt?

 

EU-Waffenrecht soll nach Anschlägen verschärft werden

 

Nach den Anschlägen in Paris plant die EU eine Verschärfung des Waffenrechts. So wichtig auch konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Terrorismus sind, die geplanten Schritte treffen die Falschen. Eine Petition hat das Thema aufgegriffen.

 

 

 

19. November 2015 (DJV) Berlin

 

In Folge der Terroranschläge in Paris plant die EU eine Verschärfung des Waffenrechts. Neben einigen sinnvollen Maßnahmen sollen jedoch auch der Online-Handel von legalen und registrierten Waffen verboten und weitere bürokratische Hürden für zuverlässige und legale Waffenbesitzer errichtet werden. Der Deutsche Jagdverband (DJV) kritisiert diese Vorhaben, da sie weder ein Mehr an Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger bringen, noch den Terrorismus bekämpfen. „Es ist extrem wichtig, konkrete Maßnahmen gegen Terrorismus und organisierte Kriminalität zu ergreifen“, sagt DJV-Präsidiumsmitglied Helmut Dammann-Tamke, zuständig für Waffenrecht. „Diese dürfen jedoch nicht zuverlässige und gesetzestreue Jäger belasten. Bei jedem einzelnen Punkt sollte sich die Politik fragen: ‚Treffen wir damit Terroristen? Treffen wir damit organisierte Kriminalität?‘“

Seit Kurzem existiert eine Petition auf der Plattform change.org, die sich gegen unsinnige Verschärfungen des EU-Waffenrechts ausspricht und an den Rat der Europäischen Union richtet. Über Nacht hat die Petition bereits 16.000 Mitzeichner erreicht. Der DJV ruft alle Jägerinnen und Jäger zur Unterstützung der Petition auf.

Weiterhin fordert der DJV die Europäische Kommission auf, den illegalen Waffenhandel innerhalb der EU zu bekämpfen und insbesondere die europäischen Außengrenzen schärfer zu kontrollieren. Dazu kann zum Beispiel auch eine Datenbank für gestohlene und illegal gehandelte Waffen gehören, wie sie etwa „iArms“ von InterPol vorsieht.

 

 

Hendrik Thiele mit Atze

 

Jagdhunde bestehen die jagdliche Brauchbarkeit am 07.11.2015

 

Die Jägerschaft Neustadt am Rübenberge e.V. und zwei Richtergruppen unter der Prüfungsleitung von Frau Marianne Finger konnten 9 Gespanne bei bewölkten und warmen Herbstwetter am Samstag,den 07.11.2015 im Suchenlokal begrüßen.

 

3 Gespanne absolvierten die volle BrP erfolgreich, 3 HZP-Hunde waren erfolgreich bei den Zusatzfächern zur BrP , bei der 1000 m Übernachtfährte mit Anschneideprüfung waren 2 Gespanne erfolgreich auf der Roten Fährte ,

1 Gespann konnte bei der vollen BrP nicht  bestehen.

 

Volle Brauchbarkeit (BrP)

 

Rasse                     Name des Jagdhundes              Führer/in                 

 

DJT                        Cira vom Mahner-Berg               Cornelia Husemann 

DJT                        Vicky vom Sachsenholz             Hans –C.Seßelberg-Buresch

DJT                        Atze                                            Hendrik Thiele

DL                          Ulan vom Kampstüh                   Christian Alraun

 

 

Mit Zusatzfächer nach bestandener HZP

 

DK                         Chili vom Leineblick                   Andreas Munk

DK                         Komtess vom Osterberg            Christian Alraun

KLM                       Janko vom Lopautal                  K-H Rabe

 

 

Brauchbarkeit für Nachsuchenhunde

 

Beagle(Be)             Maggy                                      Anika Wigger

BG                          Orka vom Nuthetal                   Wilfried Knopf                                                                       

 

Bericht und Fotos von Marianne Finger                                 

Geschäftsführerin JGV Neustadt-Lichtenmoor e.V.

 

Karl-Heinz Rabe mit Janko vom Lopautal KLM
Christian Alraun mit DL Ulan vom Kampstüh
Christian Alraun mit DK Hd. Comtess vom Osterberg
Bayr.Gebirgsschweißhund Orka vom Nuthetal mit Wilfried Knopf

 

Erfolgreiche Drückjagd zur Reduzierung der Wildschweinbestände

 

Bei sommerlichen Temperaturen konnten Jäger und Helfer aus 19 Revieren eine erfolgreiche Drückjagd über ca. 10.000 Hektar auf Wildschweine am 7.11.2015 vermelden.

 

Im Norden des Neustädter Landes hatten sich 19 Reviere zusammengeschlossen, um in einer Revierübergreifenden Drückjagd die Wildschweinbestände zu reduzieren.

In den letzten Wochen hatte sich gezeigt, dass die Wildschweinbestände gegenüber 2014 noch einmal einen Zuwachs verzeichnen konnten in den betroffenen Bereichen im Neustädter Norden.

 

Durch eine koordinierte Vorbereitung wurden in den einzelnen Revieren jeweils die neuralgischen Punkte für Wildschweinvorkommen durch Treiber und Hunde beunruhigt. Die Jäger wiederum waren durch die Revierleiter so positioniert, dass eine gute Chance bestand auf einen sicheren Schuss auf das erwartet Wild.

 

Nach einem gemeinsamen Ende der Jagd um 13:00 Uhr in allen Revieren liefen die Abschussmeldungen ein. So konnten 21 Wildschweine und 8 Füchse erlegt werden an diesem Tag. Ein gutes Ergebnis und das damit verbunden Ziel einer Reduzierung der Bestände wurde erreicht. Alle Jäger, Treiber und Hunde waren wohlauf und wurden in den einzelnen Revieren bei einem gemütlichen Schüsseltreiben mit Essen und Getränken versorgt.

 

Einen besonderen jagdlichen Erfolg erzielte Jägerin Luise Höhn aus Neustadt. Im Revier Lutter erlegt sie mit einer Doublette zwei Frischlinge kurz hintereinander. 

v.l.n.r. Jägerin Luise Höhn und Revierpächter u. Jagdleiter Horst Wiegmann aus Lutter

Auch der aktuelle Jungjägerlehrgang der Jägerschaft Neustadt war verteilt über einige Reviere erfolgreich als Treiber im Einsatz. Praxisnahe Ausbildung wie hier im Jagdbetrieb wird großgeschrieben im Lehrgang. So konnte auch gleich die erlernte Theorie in der Wildtierkunde umgesetzt werden beim Aufbrechen der Wildschweine am Sammelplatz. Unter fachkundiger Anleitung wurde hier die Versorgung des Wildes durchgeführt.

 

In diesem Rahmen wurden auch die Trichinenproben entnommen zur weiteren Untersuchung, und Stichproben gezogen für die Untersuchung der erlegten Stücke auf Hinweise zur Afrikanischen Schweinepest.

 

Im Vorfeld einer solchen Jagd müssen viele Dinge im Revier aus jagdlicher Sicht berücksichtigt werden. Einen hohen Stellenwert nimmt hierbei die öffentliche Sicherheit ein. Der Wald und die Felder dienen zurecht als Erholungsgebiete für die Bevölkerung, so das Sorge dafür getragen werden muss, dass am Jagdtag kein Besucherverkehr in den zu bejagenden Bereichen stattfindet. Von Warnschildern auf den Feld- und Waldwegen bis hin zur persönlichen Ansprache der Nutztierhalter wird hier von Seiten der Revierinhaber und Jäger ein hoher Aufwand betrieben.

 

Leider musste festgestellt werden, dass einigen Mitbürgern die Warnschilder egal sind.

Am frühen Morgen des Jagdtages wurden bei Kontrollfahrten einiger Jäger  in den Revieren mehrere Hundebesitzer mit ihren Vierbeinern im ausgewiesenen Jagdgebiet angetroffen. Teilweise wurden dabei die Autos der angetroffenen Mitbürger direkt neben den Warnschildern  geparkt.

 

Nach einem Hinweis in Verbindung mit einer kurzen Erklärung konnten diese Situationen kurzfristig vor Jagdbeginn entschärft werden.

 

Wenn aber mutwillig Warnhinweise wie im Revier Amedorf zerstört werden, dann muss man sich schon fragen, wessen Geistes Kind der Verursacher ist. In der Zufahrt zur an diesem Tag aus Sicherheitsgründen geschlossenen Grüngutannahmestelle wurde die komplette Absperrung mit Schild und Hinweisband einfach zerstört. Dem Verursacher sollte bewusst sein, das die Sachbeschädigung hier der kleinste Teil seiner Tat war. Er nimmt wissentlich in Kauf, das Mitbürger ohne Absicht in einen laufenden Jagdbetrieb geraten können, und damit in mögliche Lebensgefahr.

 

Schüsseltreiben Lutter

Große Drückjagd auf Wildschweine am 07.11.2015 im Norden der Stadt Neustadt am Rübenberge

 

Nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr, wird am 07.11.2015 wieder eine Revierübergreifende Drückjagd auf Wildschweine im Neustädter Nordkreis stattfinden. Die Revierpächter von 19 Revieren mit ihren Jägern haben sich zusammengeschlossen und werden eine Drückjagd,  mit Schwerpunkt auf die Bejagung von Wildschweinen  und Rotfuchs durchführen. Zahlreiche Jäger, Treiber und Helfer werden am 07.11.2015 auf einer Fläche von ca. 10000 ha tätig werden. Die Jagd endet um 14:00 Uhr in den einzelnen Revieren.

 

Wie schon in 2014 konnten die Neustädter Jäger hohe Schwarzwildbestände bei den geraden erfolgten Maisjagden feststellen. Maispflanze; Hirse und Sudangras stellen eine ideale Nahrungsquelle für die Wildschweine dar. Bedingt durch das hohe Futterangebot, und eine starke Eichelmast in den kommenden Winterwochen leiden die Wildschweine keine Not, und das wirkt sich auch auf die Nachwuchsraten positiv aus.

 

Den so entstehenden Schaden durch das Fraßverhalten von der Landwirtschaft fern zu halten ist vordringliche Aufgabe der Jäger in der Regulierung der Schwarzwildbestände. Die steigende Größe der Schwarzwildrotten ist ergänzend zur Ansitzjagd durch entsprechende Drückjagden zu bejagen, um die hohe Reproduktionsrate vom Schwarzwild weitestgehend "abzuschöpfen". Bedingt durch die Veränderungen beim Klimawandel gibt es weniger harte Winter, denen in früheren Zeiten auch große Teile des Wildschwein Nachwuchses zum Opfer fielen.

 

Eine Revierübergreifende Drückjagd ist daher das probate Mittel, um die Wildschweine über Reviergrenzen hinweg in Bewegung zu bringen, und so die Möglichkeiten für einen sicheren, und zahlenmäßig gewünschten Abschuss zu schaffen. Den Wildschweinen geht es im Raps, Mais, Hirse und Sudangras so gut, dass viele von ihnen ihren alten Lebensraum ganz und gar verlassen. Sie verbringen den gesamten Frühling und Sommer in den Feldern und kehren erst im Spätherbst in den Wald zurück, wenn der Mais abgeerntet ist, und das ist das Problem laut erfahrenen Jägern.

 

Die Bevölkerung wird gebeten die in den Jagdgebieten aufgestellten Schilder mit Hinweisen auf den Jagdbetrieb ernst zu nehmen, und die Freizeitaktivitäten an diesem Tag in den Wiesen und Wäldern den Jagdzeiten anzupassen. Gewerbliche und private Nutztierhalter in den Revieren werden gebeten, ihre Tiere an diesem Tag wenn möglich von den Koppeln zu nehmen, um ein reibungsloses Treiben zu gewährleisten.

 

Ein nicht unwichtiger Nebenaspekt in der gezielten Regulierung der Wildschweinbestände in den Revieren ist die aktuelle Bedrohung durch die Afrikanische Schweinpest (ASP), welche bereits im östlichen Landesteil von Polen in Hausschweinbeständen nachgewiesen worden ist. Das Wildschwein gilt als direkter Überträger der ASP oder durch Dritte (Assfresser wie Rotfuchs, Krähen, Raben, Elstern und weiterem Raubwild) an das Hausschwein. Deshalb werden von den während der Revierübergreifenden Drückjagd auch Proben von einigen Wildschweinen entnommen und vom LAVES auf die Erreger der Afrikanischen Schweinepest untersucht.

 

Die Landesjägerschaft Niedersachsen informiert die heimischen Jäger zurzeit permanent über die aktuelle Entwicklung zur ASP, die vor kurzem erst bei Wildschweinen in Litauen und Polen nachgewiesen wurde. "Damit ist diese Tierseuche, die sich seit 2007 von Aserbaidschan her ausgebreitet hat, direkt vor unsere Tore gerückt. Den Jägerinnen und Jägern komme bei der Verhinderung der Afrikanischen Schweinepest eine große Verantwortung zu. Das fange bei der Beobachtung von tiergesundheitlichen Auffälligkeiten im Schwarzwildbestand an und höre bei einer intensiven tierschutzgerechten Bejagung des Schwarzwildes, um potentielle Infektionsketten abzubrechen, auf. Wir hoffen, dass diese Viruserkrankung an uns vorübergeht, so Karsten Ahlborn, Sprecher der Jägerschaft Neustadt zu der berechtigten Sorge, dass die weitere mögliche Ausbreitung der Schweinepest eine immense Wirtschaftliche Schädigung der Mastschweinezuchten in Niedersachsen mit sich bringen könnte.

Mit Händel und Haydn in den Wald

 

Klassisches Jagdkonzert mit dem Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode in der Barockkirche in Osterwald

 

Osterwald/Garbsen. Händels Oper „Cäsar“ und Haydns „Jahreszeiten“ haben eine Gemeinsamkeit, die vielleicht den Wenigsten bekannt ist. Beide enthalten eine Jagdarie – wobei Cäsar an seinen ägyptischen Feind Ptolemäus denkt und Haydn dagegen an den Lauf der jagenden Hunde. 

 

Die beiden Werke begegnen sich nun in einem Programm, das der künstlerische Leiter der SingAkademie Niedersachsen Claus-Ulrich Heinke für ein Klassisches Jagdkonzert mit dem Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode zusammengestellt hat.

 

 

Am Donnerstag, den 12. November, ist es um 19.00  Uhr in der Barockkirche Osterwald (Garbsen) zu erleben. Der Vorverkauf hat begonnen.

 

Bereits zum fünften Mal lädt die SingAkademie zum Klassischen Jagkonzert ein. Die Idee sei ihm ursprünglich gekommen, als er sich auf eine Hubertusmesse vorbereitete, erzählt der Dirigent, der auch Theologe ist. Natur, Tiere, Nachhaltigkeit: All das habe sich aus der Jagdthematik herauskristallisieren lassen. Doch Heinke entdeckte noch mehr: Er fand heraus, dass sich seit Beginn der Menschheitsgeschichte eine eigene reiche Kultur rund um die Jagd rankt – und das diese Kultur vom Barock bis in die heutige Zeit auch viele Komponisten zu Werken inspiriert. „Ich bin selber erstaunt, was ich immer noch an Neuem finde“, sagt der Dirigent.

 

Dabei ist ihm bewusst, dass manche Menschen der Jagd kritisch gegenüber stehen. „Ich würde es selber nicht machen, das könnte ich nicht“, räumt Heinke ein. Doch im Grunde stünden bei der Jagd Hege, Pflege und ein hohes Verantwortungsbewusstsein im Vordergrund. Daran ändere auch der hier und da zu beobachtende Missbrauch nichts.

 

Bei dem herbstlichen Konzert steht freilich die Kunst im Mittelpunkt. „Da ist so viel herrliche Musik entstanden“, schwärmt Claus-Ulrich Heinke. Neben Händel und Haydn erklingen in diesem Jahr symphonische Jagdmusiken von Wolfgang Amadeus Mozart sowie seinen Zeitgenossen Carl Philipp Stamitz,  Francois Joseph Gossec und Antonio Rosetti.

 

Hierbei setzt Heinke die oftmalige und erfolgreiche Kooperation mit dem Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode fort. Als Solist konnte der Bariton Stefan Heinemann aus Leipzig verpflichtet werden, der auch Gesangslehrer des berühmten Thomaner-Chors ist.

Den unverzichtbaren schmetternden Hörnerklang bringt das Parforcehorn-Bläsercorps Gifhorn mit. Es wird die Gäste schon vor Beginn des Konzertes musikalisch begrüßen und auch kurze Stücke zum Konzertprogramm beisteuern.

 

Einige Gedanken zum Themenbereich Natur-Mensch-Tier steuert in den Musikpausen die Wissenschaftlerin Dr. forest. habil. Sigrid Schwenk bei, die ehemalige Direktorin des Münchener Instituts für Jagdkultur.

 

 

Eintrittspreise: 15,00 € VVK (VVK 10,00 €).

 

Per Email:vorstand@singakademie-niedersachsen.de

 

Fotos: Parforcehorn-Corps Gifhorn / Claus-Ulrich Heinke mit Kammerorchester.

 

 

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Vorsicht Wildunfälle im Herbst

 

Jägerschaft Neustadt am Rübenberge bittet um erhöhte Rücksichtnahme

 

Im Herbst herrschen häufig schlechte Sicht- und Fahrverhältnisse auf den Straßen. Die tiefstehende Sonne, nasses Laub auf der Fahrbahn und dazu die anstehende Zeitumstellung sorgen so für ein erhöhtes Wildunfallrisiko. Die Jägerschaft Neustadt appelliert daher an alle Verkehrsteilnehmer,  in  den kommenden Wochen besonders aufmerksam und vorausschauend zu fahren.

 

„Wildtiere folgen ihrem natürlichen Biorhythmus, für sie bedeutet die Phase der Dämmerung am Morgen und Abend vermeintliche Sicherheit vor Fressfeinden. Deshalb sind sie dann besonders aktiv und wechseln von ihren Einständen zur Nahrungsaufnahme auf die Wiesen und Felder“, so Karsten Ahlborn, Sprecher der Jägerschaft Neustadt. Mit der Zeitumstellung fällt diese Aktivitätsphase in die Zeit des Berufsverkehrs und erhöht damit die Gefahr von Wildunfällen.

 

Ein Schwerpunkt der bisherigen 173 Wildunfälle in 2015 liegt in der Dämmerungsphase, bestätigt auch Polizeihauptkommissar Rolf Wenda, Leiter des Einsatz – und Streifendienstes bei der Polizei Neustadt. Es sind im Neustädter Land vermehrt die Land- und Kreisstraßen, die als Unfallschwerpunkte zu gleichen Teilen zu nennen sind. So entfallen zum Beispiel von den aktuellen 173 Wildunfällen in 2015 nur 16 auf die Bundesstraßen B6 und B442.

 

"Angepasste Geschwindigkeit, erhöhte Wachsamkeit und Warnhinweise beachten", nennt Ahlborn die wichtigsten Verhaltensregeln um Wildunfällen vorzubeugen. Zudem: sollte ein Wildtier die Straße überqueren, unbedingt mit Nachzüglern rechnen – viele Wildtiere leben in Familienverbänden bzw. sind in Gruppen unterwegs.

 

Sollte es  zu einem Wildunfall kommen, heißt es Unfallstelle sichern und umgehend die Polizei benachrichtigen. Auch wenn ein Wildtier nach einem Zusammenstoß mit einem Fahrzeug flüchtet, bitten die Jäger unbedingt die Polizei zu informieren.

 

Diese informiert den zuständigen Jäger, der mit seinem extra ausgebildeten Jagdhund auch vermeintlich unverletzt geflüchtete Wildtiere finden und von ihrem Leid erlösen kann. 

 

 

Revierverpachtung im Neustädter Land

 

Die Jagdgenossenschaft SUTTORF / Neustadt am Rübenberge verpachtet zum 01.04.2016 ihr ca. 740 ha

großes, abwechslungsreiches Niederwildrevier.

 

 

Gewässer, Äcker, Wiese, Moor, Wald, Busch- und Brachflächen.

Auf Wunsch kann eine Revierbesichtigung durchgeführt werden nach telefonischer Absprache.

 

Angebote sind schriftlich bis zum 01.11.2015 einzureichen.

 

Jagdgenossenschaft Suttorf

Heinrich Lübbert

In Suttorf 38 a

31535 Neustadt

Telefon 05032-4814

 

Brauchbarkeitsprüfung der Jägerschaft Neustadt am Rübenberge e.V. am

 

                                          Samstag, den 07.11.2015

 

 

 

Veranstalter:

 

Jägerschaft Neustadt am Rübenberge e.V.

 

Nennungschluss:

 

Montag, 19.10.2015

 

Treffpunkt:

 

Gasthaus-Unter den Linden, Schwarmstedter Str.44, 29323 Wietze

 

Prüfungsleiter:

 

Karl Heinz Rabe

Bahnhofsstraße 35

29323 Wietze Jeversen

Telefon: 05146/4170 oder 0177/1427500

 

Prüfungsordnung:

 

Gerichtet wird nach der zurzeit gültigen „Brauchbarkeitsrichtlinie“ vom 15.7.2002

 

Ablauf:

 

07:30 Uhr - Treffen aller Teilnehmer im Gasthaus Unter den Linden

07:45 Uhr – Richterbesprechung

07:55 Uhr – Begrüßung, Aufrufen der Hunde, Abfahrt in die Reviere

17:00 Uhr – Treffen im Gasthaus Unter den Linden in Jeversen.

 

(Ausgabe der Prüfungsbescheinigungen(je nach Prüfungsverlauf kann sich dieser Zeitpunkt ändern)

 

Versicherungsnachweis:

 

Führer müssen im Besitz eines gültigen Jagdscheins (Jagdhaftpflichtversicherung) sein. Ein Versicherungsschutz seitens des Veranstalters besteht nicht.

 

Impfung:

 

Für alle Hunde ist ein ausreichender Schutz gegen Tollwut nachzuweisen.

 

Dokumente:

 

Vor Beginn der Prüfung sind:

 

- Ahnentafel und Zensurentafel über die bestandene HZP   oder SOLMS    Prüfung der Ergänzungsfächer)

- Prüfbuch für die Entenarbeit (vollständige Prüfung)

- gültiger Jagdschein

- gültiger Impfpass des Hundes

 

bei der Prüfungsleitung vorzulegen.

 

Ohne diese Unterlagen ist eine Teilnahme an der Prüfung nicht möglich.

 

Die Hundeführer bringen bitte ihre Flinte, ausreichend Munition, (Stahlschrot für die Prüfung der Wasserfächer) und Schleppwild (Federwild, Haarwild) mit.

Den Anordnungen der Prüfungsleitung und den Richtern ist zu folgen.

 

Bestellte Felder dürfen nur von Richtern und Führern betreten werden.

 

Den Revierinhabern gilt für die Bereitstellung der Reviere besonderer Dank.

 

Allen Teilnehmern wünschen wir Erfolg und Suchenglück.

 

Gäste sind Herzlich Willkommen

 

Waidmannsheil

 

Karl-Heinz Rabe

 

 

 

11 Gespanne erfolgreich bei der Brauchbarkeitsprüfung(BrP) 

 

Die Brauchbarkeitsprüfung der Jägerschaft Neustadt am Rübenberge e.V. am 03.10.2015 wurde erfolgreich von allen 11 zur Prüfung angetretenen Gespannen absolviert.

 

Es absolvierten 5 Gespanne mit voller BrP, sowie 6 Gespanne mit Zusatzfächern, die bereits die HZP bestanden hatten.

Bei bestem Wetter konnten die Prüfungen unter der Aufsicht von Prüfungsleiter Karl-Heinz Rabe und seinem Richterteam erfolgreich absolviert werden.

 

Die Jägerschaft Neustadt als Veranstalter war durch die Hundeobfrau, Frau Dagmar Mohrhoff vor Ort vertreten.

 

Besonderer Dank gilt den Revierinhabern im Raum Winsen/Aller, die diese Prüfung durch die Benutzung ihrer Reviere ermöglicht haben.

 

Folgende Gespanne haben erfolgreich an der BrP teilgenommen

v.l.: Carina Wischöfer, Karl-Heinz Hausmann, Bernd Brammer, Helge Stummeyer, Ronald Schminke, Mustafa Erkan, Wiard Siebels, Karsten Ahlborn

Die Jagd verstehen – Ein Tag im Revier mit Mustafa Erkan und Wiard Siebels (MDL/SPD)

 

 

Ein Mann, ein Wort! Was gesagt ist das gilt, und dieses Versprechen weiter mit der Jägerschaft Neustadt im Jagdpolitischen Dialog zu bleiben, hat der Landtagsabgeordnete der SPD, Mustafa Erkan am Dienstag eindrucksvoll eingelöst.

 

Zusammen mit Wiard Siebels, dem Agrarpolitischen Sprecher der SPD Landtagsfraktion besuchte Mustafa Erkan das Jagdrevier Warmeloh im Neustädter Land. Auch wenn die angekündigte Novelle des Niedersächsischen Jagdgesetzes, durch Minister Meyer (Grüne) am internen Wiederstand der SPD in der Regierungskoalition gescheitert ist, so sind die Niedersächsischen Jäger weiter wachsam.

 

Mustafa Erkan setzt sich wie auch Wiard Siebels für die Beibehaltung der jetzigen Form des  Niedersächsischen Jagdgesetzes ein, vorbehaltlich einer praxistauglichen  und sachorientierten Diskussion zu Änderungen im Bereich der Verwendung bleifreier Munition oder der Einführung eines Schießnachweises für Jäger.

 

Um aber die politischen Entscheidungen vorzubereiten, muss man an die Basis gehen und das heißt auch mal einen Tag im Jagdrevier verbringen, um sich über das Jagdhandwerk, und damit den Jagdalltag zu informieren als Politiker. Im Neustädter Revier Warmeloh, von Jagdpächter und Hegeringleiter Helge Stummeyer geführt, wurde den beiden SPD Politikern schnell bewusst, das die Jagd eine breite Palette von Aufgaben hat, die von der Öffentlichkeit meist nicht gesehen wird.

 

Das Revier Warmeloh vereint ein Natur- und Landschaftsschutzgebiet, sowie eine FFH 2000 Fläche (Fauna-Flora-Habitatrichtlinie), die in Arten- und Naturschutz hohe Anforderungen an die Jagdausübung stellt. Helge Stummeyer stellte eindrucksvoll an einigen Beispielen die Intensivnutzung der Landwirtschaft im Zusammenspiel mit den Anforderungen an Natur- und Artenschutz, und damit auch an den Revieralltag dar.

 

Ein gutes Auskommen und Absprachen zwischen den Belangen der Landwirtschaft und der Jagdpächter bilden hier die Grundlage für eine effektive Zusammenarbeit.

 

Auch die Belange der modernen Freizeitgesellschaft und der gleichzeitigen Beachtung von Naturschutzgebieten und heimischer Flora und Fauna wurden aufmerksam durch die beiden Politiker gewürdigt. Wenn die schon bestehenden Verordnungen im Naturschutz umgesetzt und kontrolliert würden, wäre schon viel erreicht, so Helge Stummeyer, und dann benötigen wir auch keine praxisfernen, und nur auf grüner Klientelpolitik  aufgebaute Verbotspolitik in einer möglichen Jagdgesetz Änderung.

 

Auf dem Reviergang wurde die Anlage von Hegebüschen mit Streuobstwiesen durch die Jäger, die Uferbefestigung der Leinebögen in den Marschgebieten durch die Anpflanzung von Weiden in den letzten Jahren, sowie die Bedeutung von intakten Hecken als Lebensraum für das Niederwild deutlich gemacht.

 

Der Lebensraum eines durch die Jäger im Revier Warmeloh gepachteten, und gepflegten Biotopes war in seiner Artenvielfalt und als Rückzugsgebiet für die Wildtiere ein Paradebeispiel für die stille Arbeit der Jäger als Naturschützer.

 

Im Verlauf des Revierganges an der Leine stellte Stummeyer klar, das entgegen der Bestrebungen einiger Tierschutzverbände und grüner Politiker, die Ausbildung der Jagdhunde an der lebenden Ente notwendig, verhältnismäßig und vertretbar ist.

Jagdhunde, die später im Jagdbetrieb zuverlässig und schnell verletzte Enten finden sollen, müssen vorher die Gelegenheit gehabt haben, sich auf das Verhalten der Enten einzustellen. Ohne ein Heranführen an lebende Enten gibt es diesen Lernprozess nicht.

 

Auch zur Diskussion um die Verwendung bleifreier Munition konnte der Warmeloher Jagdpächter Helge Stummeyer eindeutig Stellung aus der Praxis beziehen. In einem 2 jährigen Feldversuch in seinem Revier hat sich die Bleifreie Munition in seiner jetzigen Form und Tötungswirkung nicht in der Praxis bewährt. Ein hoher Anteil von Nachsuchen beschossener Wildtiere mit dem Jagdhund trotz bester Trefferlage auf dem Wildkörper spricht eine klare Sprache zugunsten der traditionellen Munition.

 

Hier muss in der Tötungswirkung von bleifreier Munition in allen Kalibergrößen von der Industrie eindeutig nachgebessert werden, vor einer gesetzlichen Einführung in Niedersachsen. Man kann nicht von Tierschutz reden, und gleichzeitig durch die gesetzliche Anordnung von bleifreier Munition für Jäger das Leid von Wildtieren durch nicht ausreichende Tötungswirkung bei Schussabgabe in Kauf nehmen.

 

Gemeinsam kamen alle Beteiligten an diesem Tag zur dem Resümee, das die Arbeit der Niedersächsischen Jäger deutlicher zu würdigen ist.

 

Erkan: „Dies war heute ein äußerst aufschlussreicher Tag. Der Jäger ist ein Tier- und Naturschützer und es ist unsere Aufgabe als Politiker dies auch in der Gesellschaft zu verbreiten. Ich bin froh über den regelmäßigen Austausch mit den Jägern und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit“

 

Siebels: „Das Neustädter Land ist äußerst vielfältig und für mich als Agrarpolitiker besonders interessant. Den regelmäßigen Kontakt zu Jägerschaften halte ich für sehr wichtig.“

 

Die beiden SPD Landtagsabgeordneten, Mustafa Erkan und Wiard Siebels, waren sich auch einig, das dieser Tag im Jagdrevier Warmeloh einen Mehrwert und einen hohen Informationsgehalt für ihre weitere Jagdpolitische Arbeit in der SPD Fraktion im Landtag haben wird.

 

Es wurde eine weitere enge Zusammenarbeit und ein gemeinsames Projekt im Jagdpolitischen Rahmen für das Frühjahr 2016 in Neustadt vereinbart.

 

 

 

 

3.500 Jäger auf dem Kranzplatz in Wiesbaden

 

Keine Bevormundung im Jagdrecht durch GRÜNE und NABU

 

LJV Hessen demonstriert gegen die geplante schwarz-grüne Jagdverordnung

 

26. September 2015 (DJV) Wiesbaden

 

Mehr als 3.500 Jägerinnen und Jäger haben heute in Wiesbaden gegen die geplante Jagdverordnung von Schwarz-Grün demonstriert. Jäger kamen nicht nur aus Hessen, sondern auch aus den angrenzenden Bundesländern. Der DJV war live vor Ort und hat via Facebook (www.facebook.com/jagdverband) und Twitter (www.twitter.com/JagdverbandDJV) berichtet.

 

Der LJV-Hessen fordert

 

  • den Bestand des aktuellen hessischen Jagdgesetztes, so wie es in der Koalitionsvereinbarung von CDU und Grünen bestätigt worden ist.
  • keine Verkürzung der Jagdzeiten.
  • keinen stillen Frühling in Hessen. Der LJV will weiterhin Krähen und Elstern zum Schutz der Gartenvögel bejagen.
  • längere Jagdzeiten auf Wildgänse. Die Populationen sollen in vertretbarem Maße bleiben.
  • die Erlaubnis Wildtiere auch dann in Notzeiten zu füttern, wenn weniger als 60 Zentimeter Schnee liegen.
  • gefährdete Tierarten besser durch das Jagdrecht als durch das Naturschutzrecht zu schützen.
  • die rote Liste nicht als ideologisches Kampfinstrument zu missbrauchen.
  • die Art der Bodennutzung (Jagd) und des Eigentumsrechtes nicht willkürlich einzuschränken.

 

 

Brauchbarkeitsprüfung der Jägerschaft Neustadt am Rübenberge e.V. am Freitag, den 03.Oktober 2015 in den Revieren um Winsen/Aller.

 

Treffpunkt:

 

Gasthaus-Unter den Linden, Schwarmstedter Str.44, 29323 Wietze

 

Prüfungsleiter:

 

Karl Heinz Rabe

Bahnhofsstraße 35

29323 Wietze Jeversen

Telefon: 05146/4170 oder 0177/1427500

 

Nenngeld

 

110,00 € BrP zzgl. lebende Ente / Formular BrP1A
100,00 € BrP Nachsuchenhunde / Formular BrP1B
75,00 €   Zusatzfächer nach bestandener HZP/ 

 

Das Nenngeld ist bar vor Beginn der Prüfung zu bezahlen.

 

Prüfungsordnung:

 

Gerichtet wird nach der zurzeit gültigen „Brauchbarkeitsrichtlinie“ vom 15.7.2002

 

Ablauf:

 

07:30 Uhr - Treffen aller Teilnehmer im Gasthaus Unter den Linden

07:45 Uhr – Richterbesprechung

07:55 Uhr – Begrüßung, Aufrufen der Hunde, Abfahrt in die Reviere

17:00 Uhr – Treffen im Gasthaus Unter den Linden in Jeversen.

 

(Ausgabe der Prüfungsbescheinigungen(je nach Prüfungsverlauf kann sich dieser Zeitpunkt ändern)

 

Versicherungsnachweis:

 

Führer müssen im Besitz eines gültigen Jagdscheins (Jagdhaftpflichtversicherung) sein. Ein Versicherungsschutz seitens des Veranstalters besteht nicht.

 

Impfung:

 

Für alle Hunde ist ein ausreichender Schutz gegen Tollwut nachzuweisen.

 

Dokumente:

 

Vor Beginn der Prüfung sind:

 

- Ahnentafel und Zensurentafel über die bestandene HZP   oder SOLMS    Prüfung der Ergänzungsfächer)

- Prüfbuch für die Entenarbeit (vollständige Prüfung)

- gültiger Jagdschein

- gültiger Impfpass des Hundes

 

bei der Prüfungsleitung vorzulegen.

 

Ohne diese Unterlagen ist eine Teilnahme an der Prüfung nicht möglich.

 

Die Hundeführer bringen bitte ihre Flinte, ausreichend Munition, (Stahlschrot für die Prüfung der Wasserfächer) und Schleppwild (Federwild, Haarwild) mit.

Den Anordnungen der Prüfungsleitung und den Richtern ist zu folgen. Bestellte Felder dürfen nur von Richtern und Führern betreten werden.

 

Den Revierinhabern gilt für die Bereitstellung der Reviere besonderer Dank.

 

Allen Teilnehmern wünschen wir Erfolg und Suchenglück.

 

Mit Waidmannsheil

 

Karl-Heinz Rabe

 
Brauchbarkeitsrichtlinie Niedersachsen
Brauchbarkeitsrichtlinie_Niedersachsen.p[...]
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Einladung BrP 03.10.2015
Einladung BrP 3.10.2015.pdf
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Anmeldung zur Brauchbarkeitsprüfung
Anmeldung zur Brauchbarkeitsprüfung.pdf
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Anmeldung Prüfung Zusatzfächer HZP-analoge Zuchtprüfung
Anmeldung Prüfung Zusatzfächer HZP-analo[...]
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22 Teilnehmer zum Vorbereitungslehrgang auf die Staatliche Jägerprüfung in der Jägerschaft Neustadt eingeschult.

 

Am Samstag, den 05.09.2015 wurden nicht nur im Neustädter Land die Grundschüler eingeschult. Auch für 22 Teilnehmer am „grünen Abitur“, dem 

6 monatigen Vorbereitungslehrgang auf die Staatliche Prüfung zum Jäger in Niedersachen wurde die Rückkehr auf die Schulbank Wirklichkeit.

 

Der Lehrgangsleiter und 2.Vorsitzende der Jägerschaft Neustadt, Ole Volkmann begrüßte die Lehrgangsteilnehmer in den Ausbildungsräumen im Friedrich Löffler Institut in Mecklenhorst. Die 22 Teilnehmer im Lehrgang stellen einen breiten Querschnitt durch die Gesellschaft dar. Angefangen vom 15 jährigen Schüler, über die Krankenschwester und den Facharbeiter, bis hin zum Lehrer, der Tierärztin oder dem Optikermeister sind viele Berufsgruppen vertreten. „ Sie als Teilnehmer an diesem Lehrgang und als zukünftige Jäger, werden die einzigen Naturschützer sein in Deutschland, die sich einer Staatlichen Prüfung unterziehen.

 

Jäger haben dafür zu sorgen, dass „die Erhaltung eines den landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepassten artenreichen und gesunden Wildbestandes“ gesichert ist und dazu gehört auch die Pflege und Sicherung der jeweiligen Lebensräume. Andererseits muss ein Jäger aber auch dafür sorgen, dass Wildbestände die Land- und Forstwirtschaft nicht beeinträchtigen.

 

In den nächsten Wochen werden die Lehrgangsteilnehmer in theoretischen und praktischen Unterrichten auf die Prüfung im März 2015 vorbereitet.

Pressemeldung des Deutschen Jagdverbandes (DJV)  und

des Landesjagdverbandes Hessen (LJV Hessen) DJV

und LJV rufen zur Demonstration in Hessen auf

 

 

Protest gegen geplante Landesjagdverordnung

in Wiesbaden am 26. September

 

 

(Berlin, 03. September 2015)

 

Der Deutsche Jagdverband (DJV) und der Landesjagdverband Hessen (LJV Hessen) rufen zur gemeinsamen Demonstration gegen die geplante Landesjagdverordnung (JVO) in Hessen auf. Unter dem Motto "Hände weg vom Jagdrecht! - Keine Aushöhlung durch die neue Jagdverordnung!" werden am Samstag, dem 26. September, in Wiesbaden mehrere tausend Jäger erwartet.

Der orange-farbene Protestzug wird um 11.00 Uhr am Hauptbahnhof in Wiesbaden starten und am Kranzplatz vor der Hessischen Staatskanzlei enden. Dort findet ab 12.00 Uhr eine Kundgebung mit Vertretern aus Politik und Verbänden statt. Der DJV ruft alle Jägerinnen und Jäger in Deutschland auf, die hessischen Waidgenossen zahlreich zu unterstützen! „Wir Jägerinnen und Jäger haben mit den Demonstrationen im Saarland, in Baden-Württemberg und in Nordrhein-Westfalen eindrucksvoll gezeigt, was uns die Jagd bedeutet", sagt DJV-Präsident Hartwig Fischer. "Das werden wir auch in Hessen tun."

Die geplante Landesjagdverordnung sieht drastische Einschnitte bei den Jagd- und Schonzeiten vor. So soll zum Beispiel die Jagdzeit für räuberische Arten wie den Fuchs gekürzt, für Baummarder, Iltis und Hermelin gänzlich abgeschafft werden. "Somit werden Jäger in ihren Naturschutzbemühungen, etwa für Bodenbrüter oder Tiere der Feldflur stark eingeschränkt", sagt LJV-Präsident Dr. Jürgen Ellenberger, der in dem Entwurf auch eine unüberwindbare Hürde und große Gefahr für die Niederwildhege sieht.

 

Dank der erfolgreichen Tollwutimpfung haben sich beispielsweise die Bestände des anpassungsfähigen Fuchses in Deutschland in 30 Jahren etwa vervierfacht. Des Weiteren sei laut Ellenberger die geplante Abschaffung der Jagdzeit für Graugänse nicht hinnehmbar. "Wir brauchen in Hessen keine holländischen Verhältnisse." Erst kürzlich war ein Aufschrei durch die Medien gegangen, nachdem bekannt wurde, dass in den Niederlanden im vergangenen Jahr 16 Millionen Euro Steuergelder als Wildschadensersatz an Bauern gezahlt und bereits 25.000 Tiere vergast werden mussten. In den Niederlanden ist die Gänsejagd seit 1999 größtenteils verboten.

 

Zusätzlich sieht die schwarz-grüne Jagdverordnung eine drastische Kürzung der Jagdzeit auf Rabenkrähen und Elstern vor. Anstelle von knapp sieben Monaten sollen die Vögel nun nur zweieinhalb Monate bejagt werden dürfen. Dies widerspricht allen wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Einfluss dieser Arten auf Singvögel und anderen Tieren der Feldflur sowie dem tatsächlichen Vogelbestand. Zahlreiche Studien belegen, dass Rabenkrähen und Elstern für den Großteil an Verlusten von Gelegen und Jungvögeln bei bedrohten Bodenbrütern verantwortlich sind.

 „Wir jagen seit Jahrhunderten, weil wir Wildbestände nachhaltig nutzen können“, so DJV-Präsident Hartwig Fischer. „Der Entwurf trägt die Handschrift, Jagd nur zuzulassen, wenn es nötig ist. Das ist das falsche Grundverständnis", so Fischer.
 

Weitere Informationen

Interview mit Sjef Heezius, Regiomanager und Jurist bei der Königlich Niederländischen Jägervereinigung (KNJV): http://bit.ly/1KyA0V3

Hintergrundpapier Rabenvögel und deren Bejagung: http://bit.ly/1Qarwnh

1.Tag der Jäger in der Jägerschaft Neustadt am Rübenberge e.V.

Samstag; 29.08.2015 von 10:00 - 14:00 Uhr

Sehr geehrte Jägerinnen und Jäger,

wie auf einer erweiterten Vorstandsitzung beschlossen und terminiert, sowie in der Jahreshauptversammlung bekanntgegeben, möchte ich an den 1. Tag der Jäger, der Jägerschaft Neustadt am Rübenberge e.V., erinnern.

Am Samstag, den 29.08.2015 von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr lädt der Vorstand der Jägerschaft alle Jägerinnen und Jäger nach Schneeren auf unseren Schießstand und in unsere Jagdhütte ein.

Der Vorstand der Jägerschaft möchte verschiedene Aktivitäten starten, um die Gemeinschaft und den Gedankenaustausch in der Jägerschaft zu stärken.  

Dieser Tag soll dem Gedankenaustausch vor den Herbst- und Winterjagden dienen und auch die Möglichkeit bieten alte Kontakte wieder aufzufrischen, und neue Kontakte in der Jägerschaft Neustadt am Rübenberge zu finden.

Es soll ganz bewusst nicht der Charakter einer JHV gewählt werden um zusammen zu kommen, sondern es ist ein Versuch für die kommenden Jahre einen festen „Jägertag“ mit wechselnden Aktivitäten an der Jagdhütte der Jägerschaft in Schneeren zu etablieren.

Die Firma Frankonia Hannover wird eine Auswahl von Neu- und Gebrauchtwaffen vorstellen. Auch im Bereich der Optiken werden einige Ausstellungsstücke für die Mitglieder zur Ansicht ausgestellt.

An diesem Tag können auch kostenfrei auf dem Kugelstand der Jägerschaft die Mitglieder ihre Büchsen überprüfen, oder bei Bedarf einschießen. Eine gute Möglichkeit vor den anstehenden Jagden die eigene Treffsicherheit noch einmal zu testen.

Für das leibliche Wohl ist gegen einen Kostenbeitrag eine Grillstation und eine Getränkeausgabe vor Ort an der Jagdhütte organisiert.

Der Vorstand der Jägerschaft Neustadt am Rübenberge freut sich auf viele Mitglieder, ein gemütliches Beisammensein verbunden mit guten Gesprächen und einem konstruktiven Gedankenaustausch.

Im Namen des gesamten Vorstandes Ihr

Dr. Bernd Bremer, Vorsitzender

Ole Volkmann(JS Neustadt) berät Erika Arndt zum Lehrgangsplan

 

 

Vor der Jagd kommt das „Grüne Abitur“

 

Schnuppertag der Jägerschaft Neustadt

 

An der Jagdhütte der Jägerschaft Neustadt herrschte reger Betrieb beim Schnuppertag am 15.08.2015.

 

Die Jägerschaft hatte interessierte Bürger eingeladen, mehr über das Jagdhandwerk und die Inhalte des Vorbereitungslehrganges zur Staatlichen Jägerprüfung zu erfahren.

 

„Und das alles muss Mann/Frau wissen, wenn man die Staatliche Jägerprüfung bestehen will?“ sprach ein zukünftiger Teilnehmer mit großen Augen nach dem Überblick über die Ausbildungsunterlagen für die 5 Prüfungsfächer. An diesem Tag wurde auch dem letzten Zweifler bewusst, dass der 8 monatige Lehrgang im Vorfeld der Jägerprüfung gerne auch das „Grüne Abitur“ genannt wird.

 

Jäger sind nach wie vor in Deutschland die einzigen anerkannten Naturschützer, die sich einer Staatlichen Prüfung über das erlernte Wissen in Theorie und Praxis unterziehen müssen. Von Naturschutz, Artenvielfalt und  und Ökologie reden heute viele Menschen, so Ole Volkmann, Obmann und Lehrgangsleiter der Jägerschaft, ohne die Bedeutung in der Praxis zu kennen und zu leben. Das Jagdhandwerk  vereint seit Jahrzehnten diese Begriffe und es ist für viele Jäger gelebte Praxis, das erlernte Wissen aus dem Lehrgang gepaart mit Erfahrungswerten in den Revieren umzusetzen.

 

Die Schussabgabe auf ein Stück Wild ist der kleinste Teil der Jagd, denn viele andere Dinge im Revieralltag stehen vor dem Erlegen eine Wildtieres, das zudem noch 100% Biofleisch enthält, so Volkmann in seiner Ausführungen.

Eine ganze Reihe von Wildtieren, in Form von Präparaten konnten an diesem Tag besichtigt werden. Die meisten Interessierten hielten zum ersten Mal zum Beispiel einen Wildschweinunterkiefer in der Hand. Die Altersbestimmung der erlegten Wildtiere anhand des Zahnstatus im Unterkiefer  gehört ebenso  zu den Lehrgangs- und Prüfungsinhalten.

 

Großes Interesse fand die zeitliche Lehrgangsplanung der Jägerschaft, die für Berufstätige und Alleinerziehende eine gewisse Flexibilität in der Lernphase bietet. Sollte ein Unterrichtsstoff einmal verpasst werden, so werden durch temporäre Überprüfungen der Lerninhalte die Wissenslücken durch die Ausbilder aufgefüllt. Die hohe Zahl der bestandenen Prüfungen in der Jägerschaft Neustadt in den letzten Jahren gibt Zeugnis von der exzellenten Vorbereitung der Lehrgangsteilnehmer auf ihre Prüfung.

 

Der aktuelle Vorbereitungslehrgang der Jägerschaft beginnt am 05.09.2015 um 10:00 Uhr in Mecklenhorst in den Räumen des Friedrich Löffler Institutes. Ein Quereinstieg in den Lehrgang ist noch in den ersten 3 Wochen nach Lehrgangsbeginn vom Unterrichtstoff her möglich.

 

Für weitere Informationen vorab steht Ole Volkmann gerne unter 05032-4171 zur Verfügung. 

 

 

 

Jäger werden – Schnuppertag der Jägerschaft Neustadt am 15.08.2015

 

Auch in diesem Jahr führt die Jägerschaft Neustadt unter Leitung von Jungjäger Obmann Ole Volkmann wieder einen Vorbereitungskurs auf die Staatliche Jägerprüfung durch. Die Jagdhandwerk kennen zu lernen, die Inhalte des Vorbereitungslehrganges zu erfahren in Theorie und Praxis, ist Ziel eines Infotages der Jägerschaft am 15.08.2015 um 10:00 Uhr an der Jagdhütte der Jägerschaft in Schneeren. (Wasserwerk)

 

An diesem Tag stehen die Ausbilder der Jägerschaft, sowie die Absolventen des Lehrganges 2014/2015 gerne für Fragen zu den Inhalten der Ausbildung zur Verfügung.  Fragen zu den theoretischen Ausbildungsinhalten der Jägerprüfung werden unterstützt mit praktischen Beispielen an Präparaten im Bereich der Wildtierkunde.

 

Der Vorbereitungslehrgang 2015/2016 beginnt am 05.09.2015 und endet mit der Prüfung im März 2016. Die theoretischen Unterrichte werden in Mecklenhorst in den Räumen des Friedrich Löffler Institutes abgehalten. Die praktische Ausbildung erfolgt in den Revieren der Jägerschaft Neustadt und auf dem Schießstand in Schneeren.

 

Der Lehrgangsplan liegt am Schnuppertag mit allen Terminen aus. Gerade für Berufstätige mit Schichtbetrieb sind die Lehrgangstage flexibel gehalten, so dass Unterrichtsinhalte ausreichend wiederholt werden können. Lehrgangsleiter Ole Volkmann legt auf diesen Punkt besonderen Wert, weiß er doch um die Bandbreite der Lehrgangsteilnehmer und deren beruflicher Belastung.

 

Für weitere Informationen vorab steht Ole Volkmann gerne unter 05032-4171 zur Verfügung. 

 

© Privat: Wolfsfähe mit fünf der sechs nachgewiesenen Welpen

Aktuelles aus dem Wolfsmonitoring in Niedersachsen

 

Neues Rudel im Raum Wietzendorf nachgewiesen

 

Im Raum Wietzendorf, zwischen den Truppenübungsplätzen Munster und Bergen gelegen, konnte ein neues Wolfsrudel in Niedersachsen nachgewiesen werden. Auf den Aufnahmen sind zwei Elterntiere und sechs Welpen zu sehen.

 

Außerdem sind nun bei dem Wolfspaar aus dem Landkreis Cuxhaven über ein Fotofallenbild, drei diesjährige Welpen sicher bestätigt. „Damit sind in Niedersachsen aktuell sieben Wolfrudel nachgewiesen“, so Dr. Britta Habbe, Wolfsbeauftragte der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. 

Die Landesjägerschaft Niedersachsen führt neben dem landesweiten, passiven Wolfsmonitoring seit dem Jahr 2013 im Rahmen wissenschaftlicher Projekte und im Rahmen des Wolfmanagements in Zusammenarbeit mit den ehrenamtlichen Wolfsberatern auch aktive Monitoringmaßnahmen durch. In der Vergangenheit konnten mithilfe dieser aktiven Maßnahmen die Rudel in Gartow und Cuxhaven bestätigt werden.

Der Nachweis des neuen Wolfsrudels bei Wietzendorf gelang ebenfalls durch aktive Monitoringmaßnahmen der Landesjägerschaft:  Nachdem es seit Mai 2014 in unregelmäßigen Abständen Einzelnachweise gab, waren in der jüngeren Vergangenheit verstärkt wieder Hinweise auf Wolfsvorkommen aus diesem Raum eingegangen.

 

Die Landesjägerschaft intensivierte daraufhin das Monitoring vor Ort – unter anderem über das Aufstellen von Fotofallen und verstärkte Beobachtungstätigkeiten der örtlichen Jäger.

Diese Monitoringmaßnahmen führten nun zu dem sogenannten C1 – also definitiven – Nachweis eines Wolfrudels.   

Bei Eschede im LK Celle kann nun ebenfalls durch einen C1-Nachweis die Anwesenheit von vier diesjährigen Wolfswelpen nachgewiesen werden. Nachdem bereits auf den Truppenübungsplätzen Munster und Bergen diesjährige Reproduktion bestätigt werden  konnte, steht ein definitiver Nachweis in den anderen bekannten Wolfsterritorien – auf dem Gelände Schießplatz Rheinmetall, im Raum Fuhrberg und  im Wendland bei Gartow – noch aus. 


Die Ausbreitung der Wölfe in Niedersachsen wird wissenschaftlich dokumentiert. Das Umweltministerium hat mit dem Wolfsmonitoring die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. beauftragt, die diese Aufgabe in enger Zusammenarbeit mit dem NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) und den rund 100 Wolfsberatern wahrnimmt. Wer Spuren, Losungen oder Risse findet, die auf einen Wolf hinweisen, oder einen Wolf sieht, sollte seinen Fund dem örtlichen Wolfsberater oder der Wolfsbeauftragten der Landesjägerschaft Dr. Britta Habbe (wolf(at)ljn.de) melden.
 

Fischotter in Amedorf tot aufgefunden

 

Jagdpächter Dirk Rabe aus Amedorf wurde am Sonntagvormittag, den 09.08.2015 von einem Welzer Einwohner auf einen Stück Fallwild an der Amedorfer Straße aufmerksam gemacht.  Als Jagdausübungsberechtigter führte Dirk Rabe die umgehende Entsorgung des Kadavers durch und wurde dabei sehr überrascht. Das verunfallte Tier war ein Fischotter.

 

Der Fischotter breitet sich seit 1990 verstärkt aus dem Bereich der Elbe im Wendland Richtung Westen und Süden aus. Der Hauptverbreitungsbereich sind Elbe- und Aller Einzugsgebiete mit ihren Nebenflüssen.

 

Auch im Bereich der unteren Leine und der Oker sind Fischotter nachgewiesen worden. Schätzungsweise wird von einem Bestand von 400 – 600 Tieren in Niedersachsen ausgegangen.

 

Der Fischotter kann eine Körperlänge von 100-130 cm erreichen, wobei  von der Gesamtlänge ca. 1/3 auf den Schwanz entfallen. Das Gewicht variiert zwischen 7-12 Kg, wobei die Weibchen deutlich kleiner sind als die Männchen (Rüden). Das Nahrungsspektrum umschließt Fische, Vögel, Kleinsäuger wie Mäuse und Bisam bis hin zu Amphibien.

 

Im Bereich der Stadt Neustadt sind Fischottervorkommen am Steinhuder Meer und an der Auter bekannt. Lauf Auskunft von Anglern wurde in Amedorf und Umgebung bisher kein Fischotter beobachtet. Woher also diese Wanderbewegung mit dem verunfallten Fischotter kommt, ist zu diesem Zeitpunkt nicht feststellbar.

KA/10.08.2015

 

Symbolbild

Rätsel um den Wanderwolf gelöst

 

Toter „Unfall-Wolf“ von der A7 ist identisch mit sogenanntem „Wander-Wolf“

 

Das Rätsel um den Wanderwolf ist gelöst: Das am 15. April 2015 auf der A7 bei Berkhof tot aufgefundene Tier ist identisch mit dem sogenannten Wanderwolf, der Anfang März durch das westliche Niedersachsen und die Niederlande gezogen ist und dessen Spur sich Mitte April verlor. Das teilten am Donnerstag die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. und das Wolfsbüro Niedersachsen mit. Den vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) im Auftrag des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) durchgeführten Untersuchungen zufolge war das Tier von einem LKW erfasst worden.

Die DNA-Analyse des Kadavers durch das Senckenberg Institut brachte jetzt den Nachweis, dass es sich um einen männlichen Nachkommen des Munsteraner Rudels gehandelt hat. Diese Wölfe waren in den vergangenen Monaten häufig durch nahe Kontakte zwischen Mensch und Wolf sowie geringe Scheu vor Menschen aufgefallen.

Zwei einjährige Jungwölfe tragen mittlerweile Halsbandsender, die die Standorte der Tiere regelmäßig melden. Die Ausbreitung der Wölfe in Niedersachsen wird wissenschaftlich dokumentiert. Das Umweltministerium hat mit dem Wolfsmonitoring die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. beauftragt, die diese Aufgabe in enger Zusammenarbeit mit dem Wolfsbüro im NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) und den mehr als 100 Wolfsberatern wahrnimmt. Wer Spuren, Losungen oder Risse findet, die auf einen Wolf hinweisen, oder einen Wolf sieht, sollte seinen Fund dem örtlichen Wolfsberater oder der Wolfsbeauftragten der Landesjägerschaft Dr. Britta Habbe (wolf@ljn.de) melden.

 

Erntejagden – Notwendigkeit und Anforderungen

 

Die Monate August und September sind die Monate der großen Erntejagden. Diese Jagden sind es die jährlich die meisten Unfälle fordern und in manchen Bundesländern zu einer Standpflicht geführt haben. Der Einsatz von leichten Drückjagdständen erhöht zwar die Sicherheit aber reduziert gleichzeitig die Flexibilität. Trotzdem ist die Sicherheit auf solchen Jagden wichtiger denn je. Flache Winkel und schnelle Sauen machen Erntejagden zu einem heißen Pflaster und kontrovers diskutiertem Thema unter Jägern.

 

 

Notwendigkeit bei der Erntejagd

Hinweise zur Erntejagd
 
Der erfolgreiche Lehrgang 2014/2015

 

Jägerprüfung - Jäger sein aus Leidenschaft für Natur und Jagd

 

 

Vorbereitungslehrgang 2015/2016 der Jägerschaft Neustadt am Rübenberge beginnt am 05.09.2015

 

Wer in Deutschland die Jagd ausüben will, benötigt einen gültigen Jagdschein. Zuvor muss jedoch die Hürde der Jägerprüfung genommen werden. Erst nach bestandener Prüfung kann ein Jagdschein gelöst werden.

 

Voraussetzung für die Zulassung zur Jägerprüfung ist ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis und ein Mindestalter von 16 Jahren. Den Vorbereitungslehrgang können Jugendliche im entsprechenden Zeitrahmen schon vor Vollendung des 16. Lebensjahres besuchen, um mit Vollendung des 16. Lebensjahres die Jägerprüfung abzulegen.

 

Die Übertragenen Rechte und Pflichten eines Jägers nach bestandener Staatlicher Jägerprüfung gehen über ein Hobby weit hinaus und verlangen Leidenschaft, Passion und eine proaktive persönliche Einstellung in der Übernahme einer großen Verantwortung für Waidgerechtigkeit, Natur- und Tierschutz.

 

Die Jägerschaft Neustadt am Rübenberge e.V. bildet seit Jahrzehnten sehr erfolgreich Jungjäger aus. Einzugsbereich ist der Raum Wunstorf, Garbsen, Neustadt und auch die übrige Region Hannover. Alle Alters- und Berufsgruppen sind im Vorbereitungslehrgang vertreten. Der nächste Vorbereitungslehrgang beginnt direkt nach den Sommerferien am Samstag 05.09.2015 und endet mit der staatlichen Jägerprüfung im März 2016.

 

In der Ausbildung werden die Grundlagen für die theoretischen Kenntnisse und praktischen Fertigkeiten eines zukünftigen Jäger in den Fachgebieten „dem Jagdrecht unterliegende und andere frei lebende Tiere, Jagdwaffen und Fanggeräte, Naturschutz - Hege und Jagdbetrieb, Behandlung des erlegten Wildes, Wildkrankheiten, Jagdhundewesen, jagdliches Brauchtum, Jagdrecht und verwandtes Recht  vermittelt.

 

Die Ausbildungsgestaltung zielt bewusst darauf ab, berufliche und private Bereiche der angehenden Jungjäger weitgehend zu berücksichtigen. Durch die Dauer des Vorbereitungslehrganges werden für jeden Teilnehmer die Inhalte Sachorientiert vermittelt. Geringe Fehlzeiten durch berufliche oder private Termine können somit aufgefangen werden. Die seit Jahren hohe Erfolgsquote Vorbereitungslehrgänge ist ein Indiz für die Qualität der Ausbildung in der Jägerschaft Neustadt.

 

Ausbildungsort für die theoretischen Unterrichte sind die Räumlichkeiten im  Friedrich Löffler Institut in Mecklenhorst. Die praktischen Unterrichte sowie Reviergänge und Teilnahme an Jagden finden in den Revieren der Jägerschaft Neustadt statt und das Schießtraining mit Flinte und Büchse auf der Schießstätte der Jägerschaft in Neustadt- Schneeren.

 

Oft ergeben sich schon aus der Ausbildung heraus spätere Jagdmöglichkeiten in den heimischen Revieren rund Neustadt, Garbsen und Wunstorf.

 

Weitere Informationen zum Vorbereitungslehrgang, zu Lehrgangsinhalten und Prüfung sind auf der Webseite unter der Rubrik „Jungjäger Ausbildung“ zu finden.

 

Fragen vorab beantwortet der Ausbildungsleiter der Jägerschaft Neustadt, Herr Ole Volkmann gerne unter 05032 – 4171.

 

 

 

Novellierung des Jagdgesetzes in Niedersachsen bis 2018 aufgeschoben 

 

Überraschende Wende im Thema der befürchteten Novellierung des Niedersächsischen Jagdgesetzes.

 

Nach den Änderungen der bestehenden Jagdgesetze in Baden Württemberg und Nordrhein Westfalen unter Führung der grün-rot regierten Länderparlamente waren auch die Jäger in Niedersachsen vorgewarnt. In beiden vorgenannten Bundesländern wurden auf Druck der Grünen Landtagsfraktionen im Schulterschluss mit Naturschutzorganisationen sogenannte „Ökologische Jagdgesetze“ verabschiedet.

 

Der rote Faden, der sich durch diese Gesetz zieht, ist das Verbot, die Verbürokratisierung und die Uneffizientmachung der Raubwildbejagung. Die Folge ist die Unwirksamkeit der Lebensraumverbesserungen und anderer Hegemaßnahmen in den Niederwildrevieren. Die Folge wäre eine bis heute ungekannte Zunahme der Prädatoren auch in den Naturschutzgebieten mit existenziellen Folgen für Bodenbrüter und andere bedrohte Beutearten.

 

Viele Jäger befürchten, dass diese von grüner Ideologie diktierten neuen ÖJG`s ein Bumerang für den Artenschutz werden. Die Folgen wird man natürlich der konventionellen Landwirtschaft anhängen. Besonders perfide ist, dass man dadurch das eigentlich gute Anliegen einer Agrarwende missbraucht und sehenden Auges Arten gefährdet, die man eigentlich vorgibt zu schützen

 

So ist den auch die Befürchtung der Niedersächsischen Jäger nicht von ungefähr gewachsen, das sich Herr Meyer(Grüne) als zuständiger Landwirtschaftsminister einer Kopie des Ökologischen Jagdgesetzes seines Kollegen Remmel(Grüne) in NRW bedient.

 

Doch in Niedersachsen hat man diese vermutete Entwicklung frühzeitig in den Jägerschaften diskutiert und eine flächendeckende Allianz aus Waldbesitzern, Landvolk, Anglern und Jägern geschaffen, die bereit stehen hier gegen diese Bestrebungen zu argumentieren.

 

„Sturmfest und Erdverwachsen – so will Niedersachsen Jägerschaft diese Herausforderung angehen. Und das ist auch Herrn Meyer (Grüne) in Hannover nicht verborgen geblieben. Das nun auch die SPD in Niedersachsen einer übereilten und schlecht vorbereiteten Novellierung offiziell eine Absage erteilt für diese Legislaturperiode, das ist auch ein positiver Aspekt. Gehen wir mal davon aus, das es nicht an den Kommunalwahlen in Niedersachsen liegt und möglichen Stimmenverlusten in der Bürgerlichen Mitte in den Ländlichen Gebieten.

 

Sicherlich hat sich die Jagd in den letzten 50 Jahren geändert und damit auch die Anforderungen an die Ausübung und die Jagdlichen Ziele der Hege und Pflege in den Revieren. Die Jagd ist durch die Vermaisung der Reviere und den Profitorientierten Waldbau nicht einfacher geworden, die Pflege der Niederwildbestände durch die Pestizidbelastung für den Artenschutz nicht gerade förderlich gewesen. Die Rückgänge der Arten und die Zahlen der Streckenberichte sprechen eine deutliche Sprache.

 

Auch die Einführung von bleifreier Munition und die Forderung nach einem jährlichen Schießnachweis an die Jäger ist ein Thema, das in Sachdiskussionen zukunftsorientiert geführt werden muss. Jagdmunition muss klare Anforderungen an eine bestimmte Tötungswirkung haben, sowie klare Anforderungen an mögliche Pirschzeichen für die Nachsuche. Ideologie zu Schadstoffen, und der damit angestrebte Verzicht auf bleihaltige Munition sind nicht die Herangehensweise, die für ein wichtiges Thema wie die unmittelbare Tötungswirkung von Jagdmunition gelten sollte.

 

Schießnachweise für den Jäger, zu Verlängerung des Jagscheines oder zur Teilnahme an Bewegungsjagden sind offen und auch mit Blick auf die Außendarstellung der Jagd in der Öffentlichkeit zu diskutieren, in Art und Umfang. Wir Jäger stehen in der Öffentlichkeit und sollten uns dessen sehr wohl bewusst sein. Zum Thema Schießnachweis würde eine mögliche Eigenverpflichtung der Jägerschaft einen hohen Stellenwert in der Außendarstellung haben. Der sichere und präzise Umgang mit der Schusswaffe ist elementarer Bestandteil des jagdlichen Handwerks. Dieses sollte genug Eigenantrieb für jeden Waidmann sein, für den regelmäßigen Besuch des Schießstandes und dem damit verbundenen Training in allen Jagdlichen Disziplinen.

 

Mustafa Erkan (SPD) , MdL in Hannover und Neustädter Bürger hat sich wie versprochen für die Interessen und Wünsche der Jägerschaft eingesetzt. Seine Rede und die inhaltlichen Ausführungen vor Neustädter Jägern im Rahmen einer Hegeringversammlung ließen aufhorchen und haben positiven Eindruck hinterlassen. Weitere gemeinsame Projekte sind in der Planung um auch hier der Politik die Jagd und ihre Erfordernisse zu vermitteln.

 

Und somit kann man die Ausführungen von Herrn Siebels (SPD) zu LJN Präsident Helmut Dammann-Tamke in der Pressemitteilung Nr. 17-571 auch mit einem Augenzwinkern sehen. Irgendwas war wohl schon dran, an der Gerüchten, oder? J

 

K.Ahlborn – Presseobmann Jägerschaf Neustadt am Rübenberge e.V. - 08.06.2015

 

 

08.06.2015

Pressemitteilung Nr. 17-571

Siebels: Gemeinsam mit Jägerinnen und Jägern –

SPD ist offen für technische Änderungen am Jagdgesetz

"Wir begrüßen die Klarstellung des Landwirtschaftsministers zum Jagdrecht ganz ausdrücklich" betont der agrarpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Wiard Siebels. Die Zusagen der SPD würden nun wie erwartet umgesetzt. Es werde mit der SPD keine ideologischen Änderungen am Jagdrecht geben, betonte Siebels erneut.

Offen sei man hingegen für alle Diskussionen über technische Änderungen gemeinsam mit den Jägerinnen und Jägern. Mögliche Veränderungen könne man sich in der Frage der Schallschützer, bei mehr Schießübungen von Jagdscheininhabern und ggf. der Einführung bleifreier Munition mit entsprechenden Übergangsfristen vorstellen. Alles das könne sachlich mit den Jägerinnen und Jägern diskutiert werden.

Siebels betonte, man müsse jetzt zur sachlichen Diskussion zurückkehren. Dies gelte in besonderem Maße für den Vorsitzenden der Landesjägerschaft, Helmut Dammann-Tamke, der zugleich agrarpolitischer Sprecher der CDU sei und in den letzten Wochen landesweit verbreitet habe, es stünden schlimme Änderungen am Jagdrecht ins Haus.

"All diese wilden Ankündigungen sind wieder nur Ausdruck der CDU-Skandalisierungspolitik", stellt Siebels klar. Auch alle Bemühungen der FDP, eine Wende in der Jagdpolitik herbeizureden, gingen ins Leere: "Die FDP informiert bewusst falsch",  so Siebels. Eine Abkehr von "Plänen zu starken Eingriffen" in die bestehenden Regelungen könne es schon deshalb nicht geben, weil es solche Pläne nie gab, stellt Siebels klar.

Hannoversche Allgemeine Zeitung 08.06.2015 - Minister Meyer
Minister Meyer-Jagdgesetz-HAZ.pdf
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Wolf oder frei laufender Hund in Schloss Ricklingen?

 

Es ist inzwischen Dorfgespräch: Am Mittwoch soll ein Wolf in der Nähe Schloß Ricklingens gesichtet worden sein. Diese Meldung bestätigte der Wolfsbeauftragte der Region Hannover, Helge Stummeyer, am Freitag.

 

Garbsen. Ob es ein Wolf war, ist nicht sicher. „Es kann sich auch um einen frei laufenden Hund gehandelt haben“, sagte Stummeyer. Es habe am Pfingstmontag in Großenheidorn und Klein Heidorn Meldungen über eine Wolfssichtung und am Mittwoch eine in Schloß Ricklingen gegeben. „Wir nehmen das zunächst mal ernst“, sagte Stummeyer. Ein Fluss wie die Leine sei kein Hindernis für einen Wolf.

 

„Die Tiere können problemlos viel breitere Flüsse wie die Elbe zum Beispiel überqueren.“ Um sicher sein zu können, dass ein Wolf gesichtet worden sei, brauche es aber Fotos. „Die haben wir nicht“, sagte Stummeyer.

 

Ein Wolf lege am Tag mindestens 30 oder 40 Kilometer zurück. Falls es ein Wolf war, der in Schloß Ricklingen gesehen worden ist, dann befinde er sich sicher schon fast 100 Kilometer weiter.

Der Kindergarten Schloß Ricklingen hatte für nächste Woche Erlebnistage im Wald geplant. „Die haben wir auf Wunsch von Eltern auf unser Außengelände verlegt“, sagte Erzieher Robin Kramm gestern, „aber auch, weil wir das Thema Wildtiere und Wolf erst mit den Kindern aufarbeiten wollen.“ Eltern hatten besorgt nachgefragt, ob angesichts der möglichen Wolfsbegegnung der Wald sicher genug sei.

 

Alle Wolfssichtungen, ob sie durch Fotos bestätigt werden oder nicht, sammelt Stummeyer in einer Kartei. Dem Wolf, falls es einer ist, werde nicht nachgestellt. „Dieses Tier, das uns gemeldet wurde, ist nicht auffällig geworden“, sagt Stummeyer.

 

Er hätte die Waldtage im Kindergarten nicht abgesagt. „Die Situation ist ungefährlich“, sagte Stummeyer, „vermutlich ist das Tier schon weitergezogen.“ Man hätte die Kinder mit Trillerpfeifen ausstatten können, mit denen sie sich im Bedarfsfall hätten bemerkbar machen können.

HAZ(Bernd Riedel , 29.05.2015)

 

Am 25.06.2015 um 19:00 Uhr informiert Helge Stummeyer von der Jägerschaft Neustadt in seiner Eigenschaft als Wolfsberater der Region Hannover die Eltern in der Kita zum Thema Wolf.

 

 

 

 

Wie kommt unsere Regierung da wieder raus?

 

Leserbrief in der HAZ zum Artikel „ Schnellere Hilfe nach Wolfsattacken“ vom 29.05.2015


Der Wolf in Niedersachsen ist eine arme Sau, die die Folgen der Umweltpolitik im Lande ausbaden muss. Die niedersächsische Landesregierung ist gerade dabei, sich in Sachen Wolf komplett zur Lachnummer zu entwickeln. Die jüngst vom Umweltminister Wenzel verkündeten Maßnahmen zeigen die ganze Hilflosigkeit und Konzeptlosigkeit des grünen Ministers. Als Antwort auf die rasant steigenden Übergriffe, mittlerweile auch auf Rinder und Pferde, setzt der Minister auf neue Planstellen in der Verwaltung, Prüfungsvorhaben zu Verwaltungsabläufen, Verlagerung von Aufgaben zum Bund und eine neue Internetseite. Praxistaugliche Problemlösungen für gewerbliche und private Nutztierhalter sind nicht im Maßnahmenkatalog. Ideen wie Vergrämung mit Gummigeschossen werden von Fachleuten belächelt, und hartnäckig wird erzählt, dass es in Sachsen ja auch mit den Wölfen ginge. In Sachsen sind die Übergriffe in diesem Jahr etwa doppelt so hoch wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres – trotz entsprechender Schutzmaßnahmen.

Die vielen Pferdehalter, Reiter und auch die Reitvereine, die als nicht gewerbliche Betreiber völlig durch die Fördermaschen fallen, reiben sich die Augen und fragen: Was ist mit uns? Sind unsere Tiere weniger wert als Wölfe? Auf diesem Weg wird die Akzeptanz für die Wölfe in Niedersachsen nicht gefördert, im Gegenteil: Mit jedem Nutztierriss geht die Akzeptanz weiter in den Keller, und vielerorts befindet sie sich bereits im freien Fall.

Die unsinnige Idee der grünen Umweltpolitiker, in jeder theoretisch denkbaren Ecke unserer Kulturlandschaft Wölfe ansiedeln zu wollen, wird zum Bumerang. Statt sich an einer überschaubaren Zahl von akzeptierten Wölfen in entsprechenden Habitaten zu erfreuen, wird insbesondere die Bevölkerung in ländlichen Bereichen mit den Folgen alleingelassen. Frei nach der Devise: „Wir haben jetzt mal die Macht im Land, und ihr habt gar nichts zu sagen.“

Irgendwann werden auch die grünen Umweltpolitiker merken, dass ihnen die Wähler nicht mehr folgen. Der treue grüne Weggefährte Nabu ist da etwas schneller und hat sein Projekt „Willkommen Wolf“ auf Sparflamme heruntergedreht, weil er gemerkt hat, dass man damit keinen Blumentopf mehr gewinnen kann. In Sachsen-Anhalt ruft der Nabu nach einem Notprogramm der Landesregierung, und in Schleswig-Holstein fordert der Nabu den Abschuss von Wölfen. Da reibt man sich verwundert die Augen und fragt sich: Wie kommt unsere Landesregierung da wieder raus?

Vielleicht merken die ja irgendwann, dass der Wolf seit mehr als zehn Jahren nicht mehr auf der Roten Liste steht. Vielleicht äußert sich dann ja mal der Landwirtschaftsminister, da ja Tierhaltung sein Ressort ist, oder der Innenminister wegen der Sicherheit der Bevölkerung.

Isernhagen/ Christian Schröder

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wolfsberater wirft Minister Wenzel (Grüne) seinen Job vor die Füße

 

Stendern/Nienburg

 

142 ehrenamtliche Wolfsberater hat das Land Niedersachsen – ab Mitte Juni zumindest einen weniger: Christian Lohmeyer aus Stendern hat für sich beschlossen, Umweltminister Stefan Wenzel seinen Job vor die Füße zu werfen. Der 37-jährige Landwirt und Familienvater ist völlig frustriert und nennt unverhohlen die Gründe für seinen Rückzug.

„Ich habe dem Ministerium bereits vor einem Monat mitgeteilt, warum ich als Wolfsberater aussteige“, so der 37-Jährige. „Die müssen ja Zeit haben, um für mich einen Nachfolger zu finden“, fügt er hinzu. Ob das gelinge beziehungsweise wer das sein könne, wisse Lohmeyer nicht.

Doch Lohmeyer geht ins Detail.

 

Zum Ehrenamt Wolfsberater erklärt er: „Es gibt keine Erstattung meiner Kosten für Telefon, Internet und Fahrten mit meinem Auto, ich bin nicht versichert, stehe medial und in verschiedenen Foren persönlich am Pranger. Das birgt auch rechtlich ein enormes Risiko, das ich mir und meiner Familie nicht mehr antun will“, so Lohmeyer, der angibt, seit Beginn seiner Tätigkeit als Wolfsberater im November vergangenen Jahres „etwa 500 Euro aus eigener Tasche draufgelegt“ zu haben.

Den „rechtlichen Umgang mit dem Wolf“ bezeichnet Lohmeyer als „Katastrophe“. „Es herrscht völlige Unsicherheit, es gibt keine Weisung, wie mit Wölfen umzugehen sei, die sich am Tage dem Menschen nähern“, so Lohmeyer, der neben Hubert Wichmann aus Linsburg einer von zwei Wolfsberatern für den Bereich des Landkreises Nienburg ist. Es habe unlängst ein Gespräch mit Polizei, Veterinäramt sowie anderen Akteuren gegeben – „aber eben keine klaren Aussagen“, so der Landwirt.

„Was passiert, wenn ein Wolf angefahren wird und noch lebt?“, „Was sage ich einem Waldkindergarten auf die Frage, ob die Erzieherinnen mit den Kindern im Wald spielen dürfen?“, „Was rate ich Hundehaltern, wenn sie mit ihrem Hund einem Wolf begegnen?“. Das seien Fragen, auf die es keine Antworten gibt. „Und auch keine Lösung“, schiebt Lohmeyer nach. Außerdem: Alle bisherigen „Schulungen“ der Wolfsberater hätten „keine Antworten gebracht“.

In der öffentlichen Diskussion „scheint jeder ein Wolfsberater zu sein“, so die Einschätzung Lohmeyers.

Es gebe in den sozialen Netzwerken „massive persönliche Angriffe auf ihn als Wolfsberater, ohne dass auch nur einer von denen das Gespräch mit mir gesucht hat“, bedauert der 37-Jährige.

Auch das „Bild vom Wolf“ stimme laut Lohmeyer nicht mehr: Habe es anfangs noch geheißen, „der Wolf meidet den Menschen“, so treffe das auf die Beobachtungen im Landkreis Nienburg nicht zu. Der Wolf sei „ein Kulturfolger, der den Nutzen am Menschen maximiert“. „Wäre der Wolf so, wie ihn die Wolfs-Befürworter sehen, hätten wir keine Probleme.“

Das Thema Wolf habe eine „zu hohe Emotionalität“, beklagt Lohmeyer und setzt seinen Kritik-Reigen fort.

Adressat: der Naturschutzbund (Nabu). „Der Wolf eignet sich nicht zum Spendensammeln. Statt Wolfs-Patenschaften sollte der Nabu lieber Zaun-Patenschaften initiieren, um den Nutztierhaltern zu helfen“, sagt Lohmeyer.

Er sieht viele Widersprüche und weist auf einen übertriebenen Schutzstatus des Wolfes hin, „der zu staatlich verordneter Tierquälerei führt, wenn bei angefahrenen Wölfen der Artenschutz wichtiger sei als das Leid des Tieres“. Er sei „froh und glücklich, dass im Landkreis Nienburg noch nichts Schlimmes passiert“ sei, dennoch ärgere ihn das Verhalten des Umweltministeriums: „Muss das Kind erst in den Brunnen fallen, ehe jemand handelt?

 

Wir warten im Grunde doch alle auf den ersten nachweisbaren aggressiven Angriff eines Wolfes auf einen Menschen“, so Lohmeyer, der überzeugt ist: „Vorher reagiert das Ministerium vermutlich nicht.“

Er selbst habe seinen Job als ehrenamtlicher Wolfsberater immer so verstanden, die Akzeptanz des Wolfes in der Bevölkerung zu fördern. „Das kann aber ohne Entscheidungen und nur mit Floskeln nicht gelingen.“ Lohmeyers Fazit: „Es ist absolut nichts geregelt.“ Und: „Dringend notwendige Entscheidungen der politisch Verantwortlichen werden nicht getroffen und auch der Landkreis Nienburg benötigt dringend klare Handlungsweisungen aus dem Ministerium.“

www.kreiszeitung.de (Kurt Henschel) 

 

 

Jagd hat mit Jägern zu tun!

 

Jagdpolitische Entwicklungen stehen im Mittelpunkt der LJN-Mitgliederversammlung in Hitzacker

 

"Jagd hat mit Jägern zu tun - wer sich mit dem Themenkomplex Jagd befasst, sollte also auch auf die fachliche Expertise der Jäger zurückgreifen", so Helmut Dammann-Tamke, Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) am 08.05.2015 auf der in Hitzacker (Landkreis Lüchow-Dannenberg) stattfindenden Mitgliederversammlung der Landesjägerschaft. So banal dies klinge, habe man doch in der jüngeren Vergangenheit den Eindruck, dass dies in Vergessenheit geraten sei. 

Als prominentestes Beispiel hierfür in Niedersachsen nannte er die im Oktober 2014 in Kraft getretene neue Jagd- und Schonzeitenverordnung: "Wir mussten leider feststellen, dass unsere konstruktiven Vorschläge die Fehlleistungen dieser neuen Verordnung betreffend, nicht berücksichtigt wurden", so Dammann-Tamke weiter. Die Ende April eingereichten Normenkontrollanträge gegen diese Verordnung seien Ergebnis dessen: "Wir hätten es uns anders gewünscht, aber letztlich blieb unseren Mitgliedern keine andere Wahl die massiven Einschränkungen –  bar jeder wildbiologischen und fachlichen Nachvollziehbarkeit – gerichtlich überprüfen zu lassen." 

Dass es auch und gerade in Bezug auf das Thema Artenschutz anders geht, beweisen zahlreiche erfolgreiche Projekte in Niedersachsen, in denen die Jägerinnen und Jäger federführend eingebunden sind. Über ein Dutzend Projekte widmen sich allein dem Thema Prädatorenkontrolle, also Beutegreiferbejagung, zum Wohle von Wiesenvögeln und anderen Leitarten der Feldflur. Mit Mitteln des Umweltministeriums und/oder der Unteren Naturschutzbehörden der Landkreise werden beispielsweise die Anschaffung von Fallen oder Personalkosten bezuschusst. Eines dieser Projekte: Das Biosphärenreservat Elbtalaue. Um zu verhindern, dass die Wiesenbrüterpopulation dort weiter absinkt, hat die Biosphärenreservat Verwaltung  20 Lebendfallen gekauft und diese an die Revierinhaber der Jägerschaft Lüchow-Dannenberg ausgeliehen.

"Erfolgreicher Natur- und Artenschutz geht nur mit den Jägern, nicht gegen sie - die Artenvielfalt zu erhalten ist unser ureigenes Interesse", kommentierte Dammann-Tamke  die Novellierungen der Landesjagdgesetze in NRW und Baden-Württemberg, bei denen dieser zentrale Aspekt negiert worden sei. Das im Jahr 2001 von der damaligen SPD Regierung umfassend überarbeitete niedersächsische Landesjagdgesetz habe sich indes in dieser Hinsicht mehr als bewährt - sachlich fundiert und faktenorientiert in Abrede gestellt, habe es dies auch noch niemand.                                                                                   

Betroffen gemacht habe neben den Inhalten auch der Umgang mit den Jägern in den benachbarten Bundesländern.  "Niedersachsen ist Jägerland Nummer 1 in Deutschland. Gemeinsam mit den Anglern bilden wir die Mitte der Gesellschaft - wer das in Zweifel zieht verkennt die Sachlage und hat wahrscheinlich schneller eine Großkundgebung vor der Haustür als er vielleicht denkt", so Dammann-Tamke mit Blick auf die Mitte März stattgefundene Demonstration von 15.000 Jägerinnen und Jäger vor dem Düsseldorfer Landtag. "Wir wollen ein solches Szenario für Hannover keineswegs heraufbeschwören, aber klar ist, Novellierungsbestrebungen an uns vorbei, werden wir nicht einfach hinnehmen." 

Jägerland Niedersachsen: Jeder 130 Niedersachse ist Jäger, im Bundesdurchschnitt ist es jeder 218 Einwohner (Bundesweiter Spitzenwert). 2.926 Aspiranten haben im Jahr 2014 die Jägerprüfung in Niedersachsen erfolgreich abgeschlossen – auch dies ist bundesweit der Spitzenwert. Die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. vertritt die Interessen von über 53.000 der etwa 60.000 Jägerinnen und Jägern in Niedersachen. Seit über 30 Jahren ist die LJN anerkannter Naturschutzverband - einer der größten in Niedersachsen. Mit Projekten wie der Wildtiererfassung Niedersachsen (WTE) oder dem Wolfsmonitoring liefert sie seit Jahren anerkanntes, wissenschaftlich fundiertes Datenmaterial über die Wildtiere in Niedersachsen. 

 

v.l.n.r: Hegeringleiter Heinrich Rave; Ulf Hasselbring-Hibbe, Olaf Horl, Fabian Hörner (alle Jungjäger), MdL Mustafa Erkan

 

Mustafa Erkan (MdL/SPD)  erklärt seinen Respekt für die Neustädter Jäger

 

Am 07.05.2015 hatte der Hegering 8 der Jägerschaft Neustadt zur Hegeringversammlung geladen. Im Rahmen der Veranstaltung wurde der komplette Vorstand des Hegeringes unter Führung von Heinrich Rave als 1.Vorsitzender bestätigt. Neue Kassenprüferin ist Frau Dr. Christiane Bracke.

 

Die Jägerschaft in Niedersachsen sieht sich in 2015/2016 mit einer geplanten Novelle des Niedersächsischen Jagdgesetzes konfrontiert. Die Initiative zu einem „ökologischen“ Jagdgesetz geht von Landwirtschaftsminister Meyer (Grüne) aus. Die Jägerschaft spricht schon jetzt vom einem ökologisch ideologisierten Vorhaben und praxisferner Klientelpolitik des grünen Ministers, das auch in den Reihen des Koalitionspartners SPD im Niedersächsischen Landtag seine Kritiker haben wird.

 

Ein daher mit Spannung erwarteter Punkt auf der Tagesordnung war das Grußwort zur aktuellen Jagdpolitischen Situation in Niedersachsen von Gastredner Mustafa Erkan (MdL/SPD) aus Neustadt.

 

Mustafa Erkan beglückwünschte zu Beginn seiner Rede den neuen Vorstand zur Wiederwahl und gratulierte auch den Absolventen der Jägerprüfung im Hegering 8 zur Erlangung des Jagdscheins. (Foto)

 

In seinen Ausführungen fand Mustafa Erkan klare Worte für die Anliegen der Jäger in Neustadt und Niedersachsen. „ Ihm sein bekannt, das sich die Liebe der Jäger zu Herrn Minister Meyer von den Grünen in Grenzen hält“ so Erkan. Er versicherte verbindlich dass es zurzeit keine konkreten Pläne zur Novellierung des Jagdgesetzes in Niedersachsen gibt. Weder gäbe es einen Vorschlag dazu in einer Schublade, noch sei es sicher dass es absehbar eine Novellierung geben wird.“ Wir lassen uns als SPD in dieser Sache nicht treiben, auch nicht von unserem Koalitionspartner, den Grünen“! so Erkan zu den Anwesenden.

 

Erkan versprach, das auch die Anregungen der Neustädter Jägerschaft in einem möglichen Dialog zur Novelle mit einfließen werden. Dafür würde er sich intensiv einsetzen. Diese Aussagen wurden unter den Anwesenden sehr positiv aufgenommen.

 

Mit weiteren Ausführungen zu den Themen Totes Moor, Wolf in Niedersachsen und der Umsetzung der Jagdzeitenverordnung im Bereich der Gänse beendete Mustafa Erkan seinen Gastvortrag. Unter den Zuhörern war manch positiv erstauntes Gesicht zu sehen nach dieser Rede und seinen aus Jägersicht positiven Aussagen zur aktuellen Jagdpolitik.

 

Erkan sprach den Jägern für ihre ehrenamtliche Tätigkeit als Naturschützer seinen persönlichen Respekt aus, und führte an, das auch Gesellschaftspolitisch die Arbeit der Jäger mehr gewürdigt werden müsste in der Öffentlichkeit.

 

Wenn es zur Jagdgesetznovelle in Niedersachsen kommen sollte, dann werden die Neustädter Jäger Mustafa Erkan gerne beim Wort nehmen und in den angebotenen Dialog eintreten.

 

KA/09.05.2015

Jagdpolitische Situation in Niedersachsen
 

In einer Schwerpunktausgabe der ersten Mai Ausgabe des Niedersächischen Jägers, informiert die LJN über die aktuelle jagdpolitische Situation.

 

 

Hier lesen Sie die Ausführungen von LJN-Präsident Helmut Dammann-Tamke.

(mit freundlicher Genehmigung der Redaktion des Niedersäschischen Jägers)

Landesjägerschaft Niedersachsen - Gut vorbereitet
15_04_GW_Dammann_Tamke.pdf
PDF-Dokument [722.8 KB]

Jagdzeitenverordnung in Niedersachsen: Normenkontrollanträge auf den Weg gebracht

 

27.04.2015

 

Gemeinsame Pressemeldung LJN & ZJEN

 

 

9 Jäger und Grundeigentümer haben Normenkontrollanträge gegen die seit Oktober 2014 geltende neue Jagd- und Schonzeitenverordnung beim Oberverwaltungsgericht in Lüneburg auf den Weg gebracht. Unterstützt werden die Kläger hierbei von der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) und dem Zentralverband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Niedersachsen e.V. (ZJEN).

Die Antragsteller wenden sich gegen die Verbote und Einschränkungen der Jagd, die das Landwirtschaftsministerium mit der Jagdzeitenverordnung verfügt hat. Deshalb rufen sie das Gericht an, damit es die Verordnung zumindest in Teilen für unwirksam erklärt, weil sie gegen höherrangiges Recht verstößt. 

"Wir teilen diese Auffassung absolut - zudem sind die beklagten Einschränkungen weder wildbiologisch noch wissenschaftlich fundiert nachvollziehbar begründet", so Clemens H. Hons, Justitiar der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V., stellvertretend für die klagenden Jäger. "Das Jagdrecht ist an das Eigentum gebunden - nicht die Jagdausübung muss daher begründet werden, sondern umgekehrt deren Einschränkung", ergänzt ZJEN-Geschäftsführer Peter Zanini, für die klagenden Grundeigentümer. Es finde keinerlei Jagd auf besonders geschützte Arten statt.

Da die Kläger von der neuen Jagdzeitenverordnung unterschiedlich betroffen sind, unterscheiden sich auch die eingereichten Normenkontrollanträge: Rechtlich überprüft wird nun unter anderem, ob die Streichung des Monats August als Jagdzeit für den Dachs - die Zeit, in der dieser am effektivsten bejagt werden kann - die Streichung der Jagdzeit bei Blässhuhn, Saat- und Blässgans sowie die umfassenden Einschränkungen bei der Bejagung des Wasserfederwildes in Vogelschutzgebieten rechtlich haltbar sind. 

Die Ausweisung eines Vogelschutzgebietes bedeutet keineswegs dass dort nicht gejagt werden darf: Im Vorwort der Jagdbestimmungen zur Richtlinie 79/409/EWG (Vogelrichtlinie) wird die Legitimität der Jagd auf beispielsweise Gänse und Enten als eine Form der nachhaltigen Nutzung voll anerkannt, wenn diese Tiere in ausreichender Zahl vorhanden sind.
     
Seit dem 1.Oktober 2014 gilt in Niedersachsen die neue Jagd- und Schonzeitenverordnung. LJN und ZJEN hatten wie andere Verbände des ländlichen Raums im Vorfeld immer wieder auf die Fehlleistungen dieser neuen Verordnung hingewiesen: "Da unsere Argumente und konstruktiven Vorschläge als Interessensvertretung der Jäger und Grundeigentümer seitens des Landwirtschaftsministeriums allerdings keinerlei Berücksichtigung gefunden haben, bleibt unseren Mitgliedern leider nur diese Möglichkeit der rechtlichen Auseinandersetzung", so die beiden Verbandvertreter abschließend. 

Die Landesjägerschaft Niedersachsen ist die Interessensvertretung der Jägerinnen und Jäger in Niedersachsen und anerkannter Naturschutzverband. Gemeinsamen mit dem ZJEN, dem größten Grundeigentümerverband in Niedersachsen, vertreten die beiden Verbände etwa 300.000 Mitglieder des ländlichen Raums.