Aktuelle Nachrichten und Termine der Jägerschaft Neustadt am Rübenberge e.V.

Stellungnahme des Deutschen Jagdverbandes zum NABU Positionspapier „Jagd“

 

 


 

Der Deutsche Jagdverband (DJV) bezeichnet die NABU Position zur Jagd als Etikettenschwindel im Namen des Naturschutzes und ruft den NABU zu ehrlicher und realistischer Position für die Jagd auf.

 

Der DJV begrüßt, dass der NABU eine naturverträgliche, nachhaltige Jagd, die auf ethisch begründeten Prinzipien beruht, als eine sinnvolle Form der Landnutzung anerkennt. Denn dem entspricht die Jagd in Deutschland schon jetzt. Differenzen gibt es aber in den wesentlichen Punkten, die der NABU zur Konkretisierung näher ausführt.

 

Die sinnvolle Nutzung der erlegten Tiere, in der Regel durch Verzehr, ist ebenso ein Grund für die Jagd wie Gründe des Artenschutzes, die Verhinderung von Wildschäden in der Land- und Forstwirtschaft, die Bekämpfung und Vorbeugung von Tierseuchen sowie die Reduzierung der Gefahr von Wildunfällen.

 

Außerdem stellt das Jagdausübungsrecht ein Eigentumsrecht dar, das klar an Grund und Boden geknüpft ist. Diese Aufzählung ist weder wertend zu verstehen noch ist sie abschließend. Aus Sicht des NABU sollen bisher gängige jagdliche Methoden verboten werden, aber weiterhin, im Namen eines vom Naturschutz koordinierten Wildtiermanagements, mit Genehmigung möglich sein.

 

 

Jagd ist für uns die Bereitstellung eines hochwertigen Lebensmittels, verantwortungsvolles Handwerk zur Nutzung und Verwertung von Wildtieren wie auch zur Erhaltung und Förderung der Artenvielfalt, tiefes Erleben der Natur aber auch finanzielle Wertschöpfung, gerade im ländlichen Raum. Aus der Freude an unserem Tun schöpfen wir die Motivation, uns mit Herz und Verstand für Tiere und deren Lebensräume einzusetzen.

 

Wir säen, pflegen und ernten: Jagd ist gelebte Nachhaltigkeit und ein erfolgreiches Modell für den Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen – heute und in Zukunft.


Unsere Jagd ist gemeinsame, dialogorientierte Gestaltung von Zukunft inmitten einer komplexen, zunehmend naturentfremdeten Gesellschaft und einer durch Industrie, Verkehr und Bebauung geprägten Kulturlandschaft. Gemeinsam müssen und werden wir Zukunft gestalten – Jagd, Arten- und Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft.

 

Unsere Jagd ist ein gelebtes, Jahrtausende altes, traditionsreiches Kulturgut, mit Hörnerklang, eigener Sprache, Malerei und Kunsthandwerk. Jagd inspiriert Kunstschaffende seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte – bis heute und in Zukunft.

 

Als Download finden Sie hier die Stellungnahme des DJV zu dem NABU Positionspapier „Jagd“, sowie eine erweitere Fassung eines Argumentationspapieres, das auf die Informationskampagne „ Fakten statt Vorurteile“ www.fakten-fakten.de fußt.

 

 

DJV Stellungnahme zum NABU Positionspapier Jagd
14_05_22_DJV-Stellungnahme_NABU-Position[...]
PDF-Dokument [419.4 KB]
DJV Fakten statt Vorurteile
14_05_22 Fakten statt Vorurteile 8.3.pdf
PDF-Dokument [208.0 KB]
NABU Positionspapier Jagd
2013_nabu-positionspapier-jagd.pdf
PDF-Dokument [490.5 KB]

Interessantes aus Baden Württemberg

 

Jäger aus Karlsruhe schlägt Grünen-Politikerin „Experiment“ vor zur "Realitätsnähe"

 

Die Badische Neueste Nachrichten (BNN) berichtete unter der Überschrift „Kritik an den Jägern“ über die Pressemitteilung des Kreisverbandes Karlsruhe-Land (Grüne) zur geplanten Novellierung des Jagdgesetzes.

 
 

 

Hier erklärte die Grünen Politikerin Andrea Schwarz, dass der Naturschutz sich jahrelang einer kleinen elitären Gruppe von Jägern unterordnen musste.

 

Daraufhin verfasste Jäger Christian Förster aus Karlsruhe einen Gastbeitrag für die BNN.

 

Förster wehrt sich gegen den Vorwurf, einer elitären Gruppe anzugehören, welche zum reinen Vergnügen jagen geht.

Da für ihn Jagd zunächst einmal Arbeit bedeutet, fordert er Andrea Schwarz zu einem Experiment auf. Schwarz soll sich einmal selbst als Jägerin „vergnügen“, mit der Kamera auf die Pirsch gehen und versuchen, breit stehende Wildtiere richtig anzusprechen und zu fotografieren.

 

Auf telefonische Nachfrage von WILD UND HUND sagte Frau Schwarz, sie habe kein Interesse an dem Vorschlag. Einen Sinn sehe sie in dem Experiment nicht.

Der Gastbeitrag hat im Internet für viel Aufsehen gesorgt.

 

Quelle: Badische Neueste Nachrichten v. 08.05.2014

Der Artikel hier als PDF zum Download

Jäger schlägt Grünen Politikerin Experiment zur Realitätsnähe vor
jaeger_schlaegt_gruenen_politikerin_expe[...]
PDF-Dokument [270.7 KB]
Katze mit Fasanenhenne


Hauskatzen schmeckt heimische Fauna


Neues Gutachten belegt Einfluss von Katzen/ DJV im Interview mit Prof. Dr. Klaus Hackländer


Berlin, 19. Mai 2014

DJV Pressemitteilung


 

 

 

Weltweit belegen Studien den Einfluss von Hauskatzen auf die heimische Tierwelt. In einem neuen Gutachten der Universität für Bodenkultur Wien wurden jetzt annähernd 90 wissenschaftliche Studien ausgewertet. Prof. Dr. Klaus Hackländer hat das Gutachten „Einfluss von Hauskatzen auf die heimische Fauna und mögliche Managementmaßnahmen“ geleitet. Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat den Universitätsprofessor für Wildbiologie zu seinen Ergebnissen befragt. 


DJV: Sehr geehrter Prof. Dr. Hackländer das Interesse am Einfluss von Hauskatzen auf die Fauna, scheint nicht nur in Deutschland groß zu sein. Zu Ihren Ergebnissen: Welchen Einfluss haben Hauskatzen tatsächlich auf die heimische Tierwelt – sowohl durch das Beutemachen, als auch durch Beunruhigung?


Prof. Dr. Hackländer: Tatsächlich ist das Thema Hauskatze für den Artenschutz und die Jagd auf der ganzen Welt ein wichtiges Thema. Dementsprechend gibt es eine Reihe von Untersuchungen, die den Einfluss von streunenden oder verwilderten Hauskatzen auf wildlebende Tiere untersucht haben. Darunter finden wir zahlreiche Studien, die lokal einen Rückgang von Arten belegt haben, z.T. sogar zum Aussterben einer Art geführt haben. Neben diesen direkten Effekten, sollten aber auch die indirekten Wirkungen von streunenden Katzen nicht außer Acht gelassen  werden. Die Anwesenheit des Beutegreifers Hauskatze kann zu Verhaltensänderungen bei der potentiellen Beute führen, die mit erhöhten Stresswerten reagieren, weniger Zeit für die Nahrungsaufnahme haben oder eine geringere Jungenfürsorge zeigen. All dies kann damit auch ohne einen direkten Einfluss der Hauskatze (Tötung der Beute) zu einem Rückgang einer Art führen. 


Tierschützer und Katzenfreunde argumentieren oft pauschal, dass Freigänger-Katzen nicht für das Aussterben einer Art verantwortlich sind. Wie sieht die Realität aus?


Diese Pauschalbehauptung ist haltlos. Stellen Sie sich eine kleine Insel vor, auf der sich aufgrund der Abwesenheit von Landbeutegreifern eine flugunfähige Vogelart entwickelt hat. Was glauben Sie, was passiert, wenn auf dieser Insel Hauskatzen streunen oder ausgewildert werden? Neben diesen exotischen Beispielen kennen wir aber auch den Einfluss von Hauskatzen bei uns in  Europa. Unsere Samtpfoten sind ein Hauptbeutegreifer für unsere heimischen Vögel und Säuger und entnehmen einen Großteil der Jung- und Altvögel pro Jahr. Im Zusammenspiel mit den anderen negativen Faktoren, die in unserer zersiedelten Kulturlandschaft vorherrschen, trägt die Hauskatze damit wesentlich dazu bei, dass heimische Arten gefährdet sind.   


Können Sie quantifizieren welche Tiergruppen und -arten hauptsächlich zur Beute von Katzen werden? Und können Ihre Ergebnisse auf Mitteleuropa – insbesondere Deutschland – übertragen werden?


Die Quantifizierung ist ein schwieriges Thema, da nicht alle getöteten Beutetiere auch von uns Menschen registriert werden. Nicht alle Katzen legen ihre gesamte Beute ihren Besitzern vor. Das heißt, dass die vorhandenen Schätzungen nur Mindestwerte sind. Betroffen sind vor allem Vögel und Säuger, weniger Reptilien, Amphibien, Fische oder Insekten. Eine Übertragung der Ergebnisse von anderen Ländern auf Deutschland ist nicht pauschal möglich, aber wir müssen davon ausgehen, dass die geschätzten 10 Millionen Hauskatzen mit festem Zuhause und 2 Millionen Hauskatzen ohne festem Zuhause eine Gefahr für die Biodiversität in Deutschland darstellen.


Welche Maßnahmen – insbesondere in Schutzgebieten – sind erfolgversprechend?


Die mögliche Bandbreite der Maßnahmen reicht von Extrempositionen wie dem sicheren Einsperren in Häuser bis zum berühmten Halsbandglöckchen. Auch hier gilt es, das eigentliche Ziel zu definieren und gleichzeitig pragmatisch zu bleiben. Langfristig muss die Anzahl der Freigänger reduziert werden. Gerade in Schutzgebieten sollte der Fang und der Abschuss von verwilderten Hauskatzen durchgeführt werden. Um das Schutzgebiet sollten Kastrierungs- und Sterilisationsprogramme für Streuner forciert werden.


Auf der Wattenmeer-Insel Borkum sollten Jäger im vergangenen Jahr verwilderte Katzen außerhalb von Ortschaften schießen. Nach Protesten ging man dazu über, Katzen zu fangen und auf dem Festland wieder auszusetzen. Ist das Ihrer Meinung nach eine praktikable Managementlösung?


Damit wird das Problem ja nur verlagert. Außerdem ist es aus der Sicht des Tierschutzes zu hinterfragen, ob der Fang, der Transport und das Aussetzen in einem für das Individuum unbekannten Terrain ethisch zu verantworten ist.


Das „Paderborner Model“, das einige Kreise praktizieren, sieht eine Registrierungs- und Kastrierungspflicht für Hauskatzen vor. Wie werten Sie diesen Lösungsansatz?


Aus unserer Sicht bietet eine Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hauskatzen - ähnlich dem System für Hunde - eine optimale Lösung. Das Halten von Katzen ist auch mit einer Verantwortung gegenüber der Natur verbunden, die durch eine solche Regelung eher kommuniziert werden kann.


Glocke oder Stubenarrest – Welche Maßnahme halten Sie für sinnvoll


Natürlich die Glocke. Sie reduziert die direkten Effekte, also das Töten von Jungvögeln. Die indirekten Effekte, d.h. die Stressreaktionen der von der Hauskatze bedrohten Beutetiere werden dadurch aber nicht minimiert, eventuell vielleicht sogar noch verstärkt. Dennoch empfehle ich das Glöckchenhalsband als praktikable, billige und effektive Sofortmaßnahme.


Zum Hintergrund:


Laut Tierschutzverbänden gibt es in Deutschland mehr als zwei Millionen verwilderte Katzen. Basierend auf internationalen Studien erbeuten diese nach DJV-Hochrechnungen jährlich etwa sechs Millionen Singvögel in Deutschland. „Wir wohnen mit einem Raubtier zusammen, dessen Bedürfnisse man nicht wegkuscheln kann“, sagt DJV-Präsident Hartwig Fischer. „Vielmehr müssen wir gemeinsam Verantwortung übernehmen für Haus- und Wildtiere. Einen Zwei-Klassen-Tierschutz lehnen wir Jäger strikt ab.“


Der DJV befürwortet deshalb das Paderborner Modell, das an die Verantwortung der Haustierbesitzer appelliert. Demnach sollten Hauskatzen gemeldet sein und kastriert, wenn sie nicht zur Zucht verwendet werden. Für Jäger stellt das Töten von Haustieren im Rahmen des Jagdschutzes das allerletzte Mittel dar, um Schaden von Wildtieren abzuwenden. Gesetzlich geregelt ist der Jagdschutz in §23 des Bundesjagdgesetzes. In siedlungsfernen Räumen ist das Töten von verwilderten Haustieren derzeit alternativlos.

Der gejagte Jäger – Die Jagd im Visier der Massenmedien

 

Klartext im Nachgang zur tendenziösen ZDF Berichterstattung über Jäger in Deutschland

 

Knallhart aber optimistisch, das waren die Antworten und Analysen der prominenten Teilnehmer dieser Talk Runde als Reaktion auf den tendenziösen ZDF Beitrag „Jäger in der Falle“. Diese provokante planet-e Story im Januar hat erstmals die Jäger aus ihrer medialen Lethargie geweckt, fast 70.000 haben die Petition gegen das ZDF unterschrieben. Neue Kommunikation über und für die Jagd lautet die Zukunftsdevise.

Anlässlich der IWA in Nürnberg diskutierten im nachempfundenen historischen Waffensaal von Steyr-Mannlicher:

 

Link zum Jagdtalk mit diesen Teilnehmern


Bertram Graf Quadt, Redakteur SWR - Der Graben zwischen Jägern und Medien wurde durch diesen schlampigen Schluderjournalismus des ZDF weiter aufgerissen -
Hartwig Fischer, Präsident des Deutschen Jagdverbandes - Es ist ein harter Kern von 1.000 Agitatoren, die speziell im Internet diese Anti-Jagd Trends erzeugen. Die Jagd muss sich jetzt neu aufstellen –


Max Götzfried, Rechtsanwalt und Initiator der Online-Petition gegen das ZDF - Das Gefährliche ist die Mehrheit der Unwissenden, die von einem scheinbar neutralen öffentlich rechtlichen Sender gezielt manipuliert werden –


Heiko Hornung, Chefredakteur Wild & Hund - Das Anti-Jagd Bündnis hat System, es wird aus Geschäftsgründen von der Sekte „Universelles Leben“ gesteuert -


Prof. Dr. Werner Beutelmeyer, Marktforscher - Diese Medien Kampagnen bereiten den Boden auf für die Profiteure der umtriebigen Vegan-Ideologie –


Friedrich Gepperth, Präsident des Bundes Deutscher Sportschützen - Es gibt zurzeit in Deutschland nur noch Sportschützen-Bestrafungsgesetze. Wir brauchen eine neue Öffentlichkeit, um verzerrte und manipulierte Medienberichte und deren reißerische Gehirnwäsche richtig zu stellen -

Es wird jetzt abzuwarten sein, welche Schlüsse das ZDF aus der formellen Programm-Beschwerde der 70.000 Jäger ziehen wird. Dem Talk sind die Sendeverantwortlichen trotz Einladung fern geblieben...

 

Quelle: www.jagdnatur.tv

Marderhund-Symbolbild

Waschbär und Marderhund auf dem Vormarsch in der Region

 

Waschbären und Marderhunde breiten sich in Deutschland immer weiter aus. Und auch in der Region Hannover ist der Marderhund und der Waschbär weiter auf dem Vormarsch.

 

In der Nähe des Maschsees ist derzeit eine Wildschweinrotte unterwegs, im Umland wurde mehrfach ein Wolf gesichtet – und auch Waschbär und Marderhund gefällt es immer besser in den heimischen Revieren. „Die Population hat stark zugenommen“, sagt Regionssprecherin Christina Kreutz. „In der Jagdsaison 2013/14 wurden in der Region 311 Waschbären erlegt – 2008/09 waren es nur 52.“

 

Die Waschbären gelten als üble Nesträuber. „Sie plündern die Nester von Geschützen Brutvögelarten – und wegen ihres Klettertalents sogar von Rotmilan und Adlern“, erklärt Wildtierexperte Egbert Strauß von der Tierärtzlichen Hochschule Hannover.

 

Jäger haben in Langenhagen im Februar 2014 zum ersten Mal Marderhunde geschossen.

 

„Bei einer revierübergreifenden Jagd auf Prädatoren wie Fuchs und Waschbär wurden erstmals in Langenhagen auch Marderhunde zur Strecke gebracht“, sagt Mike Scheer vom Hegering. Seinen Angaben zufolge kontrollierten Jäger mit einem speziell ausgebildeten Hund einen Fuchsbau - anstelle eines Fuchses kamen jedoch zwei Marderhunde zum Vorschein.

Eine Überraschung für die Jäger, denn bislang tauchten die ursprünglich aus Asien stammenden Tiere vor allem in Mecklenburg-Vorpommern oder in Brandenburg auf. Nun wächst die Population des Tieres, das sich unter anderem von Bodenbrütern, Hasen und Kaninchen ernährt, auch in Niedersachsen stetig: Registrierten die Jäger zu Beginn der 1960er Jahre noch weniger als 100 Tiere, waren es in der Jagdsaison 2012/13 bereits 1312. „Als natürliche Feinde hat er nur den Menschen und den Wolf“, sagt Scheer - deshalb könne er sich auch schnell vermehren.

Spaziergänger müssten nicht damit rechnen, dem Marderhund zu begegnen: „Er ist ausschließlich nachts unterwegs, legt dann aber Strecken zwischen 14 und 20 Kilometern zurück.“ Das Tier gefährdet als Räuber nicht nur die einheimische Population, es überträgt auch Erkrankungen wie Staupe oder Tollwut - diese sind wiederum für Katzen und Hunde gefährlich.

 

07.05.2014 / KA

Wolf in Laderholz – Rückkehrer im Neustädter Land

 

1.Wolfssichtung durch Jäger in Laderholz. Weitere Informationen zum Wolf unter der Rubrik „ Der Wolf in Niedersachsen“ auf dieser Homepage.

Beiträge zur Berufsgenossenschaft

 

23.04.2014 / LJN Information

 

Die Beitragsbescheide der Berufsgenossenschaft für das Jahr 2013 sind an die Revierpächterinnen und Revierpächter in Niedersachsen versandt worden und stoßen auf heftige Reaktionen: Beitragssteigerungen von bis zu 300 Prozent im Rahmen der mehrgliedrigen Staffelung bis zum Jahr 2017 sind unter den ergangenen Bescheiden.

Die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. hat kurzfristig einen Gesprächstermin mit der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) anberaumt.  Parallel wird die LJN als Betroffene auch eine Musterklage gegen ihren Bescheid in Erwägung ziehen.

Den betroffenen Jagpächterinnen und Jagpächtern wird empfohlen, gleichzeitig oder im Rahmen der Widerspruchsfrist mit der Zahlung des Beitrages – Widerspruch gegen diesen einzulegen.

Nur falls der Widerspruch  fristgerecht eingelegt wird – die Widerspruchsfrist beträgt vier Wochen –  besteht im Falle einer erfolgreich durchgeführten Musterklage die Möglichkeit auf eventuelle Rückerstattung.

Mit der Errichtung der SVLFG zum 1. Januar 2013 und der damit verbundenen Einführung eines bundeseinheitlichen Beitragsmaßstabs ist nur noch die Reviergröße die Grundlage für die Beitragsbemessung, nicht mehr wie bis dato üblich die Kombination aus Größe und Jagdwert eines Revieres. 

 

WÖLFE IN NIEDERSACHSEN / WOLFSMELDUNGEN AUS DEM IV. QUARTAL 2013

 

Dr. Britta Habbe – Landesjägerschaft Niedersachsen

Wolfsmeldungen_IV_Quartal_2013.pdf
PDF-Dokument [770.7 KB]

Wolf bei Nordhorn und Meppen gesichtet

 

Landesjägerschaft Niedersachsen aktiv beim Monitoring

 

15. April 2014 (dpa) Nordhorn/ Meppen


Im Westen Niedersachsens sind wieder Wölfe gesichtet worden. Bundesförster haben mit Fotofallen Aufnahmen von Wölfen auf einem Schießplatz in Meppen und auf dem Luftwaffenübungsplatz Nordhorn Range gemacht, sagte die Wolfsbeauftragte der Landesjägerschaft, Britta Habbe, am Dienstag. Auch ein Ornithologe habe dort einen Wolf gesehen. Andere Medien hatten zuvor über die Wolfs-Sichtungen berichtet.

Ob es sich um ein Tier handelt oder um verschiedene, lasse sich anhand der Fotos nicht sagen, betonte Habbe. Die Bilder in Meppen und Nordhorn seien im Abstand von 14 Tagen entstanden. «Das ist für einen Wolf keine Entfernung.» Im vergangenen Jahr habe man in Meppen den Nachweis eines jungen weiblichen Wolfes gehabt. «Es kann sein, dass es dasselbe Tier ist, das sich da ein Jahr lang herumgetrieben hat und es bislang keiner bemerkt hat. Es kann aber auch sein, dass sich ein neuer Wolf da umschaut.»

Dass inzwischen nicht nur in Ostniedersachsen, sondern auch im Westen Tiere gesichtet würden, sei nicht erstaunlich. «Die Abwanderung muss stattfinden, das ist biologisch festgelegt», sagte Habbe. Bis sich aber ein Rudel bilde, könne es Jahre dauern, auch abhängig davon, ob die Tiere Partner finden.


Übrigens: Videos zur DJV Tagung jetzt online

Für alle Interessierten stellt der DJV zusammenfassende Informationen der Fachtagung “Rückkehrer Wolf – Wilkommen ohne Wenn und Aber?” zur Verfügung.

 

Tierschutzgerechte Frühmahd

 

Richtige Mähtechnik rettet Wildtiernachwuchs

 

Berlin, 14. April 2014 (djv)

Die Mahd von Grünland oder Energiepflanzen wie Grünroggen steht kurz bevor. Der Termin fällt mit der Brut- und Setzzeit vieler Wildtiere zusammen. In Wiesen und Grünroggen schützen diese ihren Nachwuchs vor dem Fuchs, nicht aber vor dem Kreiselmäher. Der DJV rät, den Mähtermin aus Tierschutzgründen mindestens 24 Stunden vorher mit dem Jagdpächter abzusprechen oder selbst erforderliche Maßnahmen zu ergreifen.

Eine günstige Maßnahme ist die Vergrämung (Vertreibung) der Tiere mithilfe von Knistertüten, Flatterblättern oder Kofferradios. Bereits eine Maßnahme pro Hektar Anbaufläche wirkt, haben Experten festgestellt. Daneben ist vor allem die Anpassung der Mähtechnik entscheidend für eine effektive Wildtierrettung. Der DJV empfiehlt, den Grünlandschnitt grundsätzlich von innen nach außen vorzunehmen. So haben Feldhasen und Fasane die Möglichkeit zur Flucht. Bei der Ernte der Ganzpflanzensilage verspricht die Begrenzung der Schnitthöhe auf etwa 15 bis 20 Zentimeter in der kritischen Aufzuchtzeit zusätzlichen Erfolg – gerade bei Rehkitzen und Junghasen, die sich Instinktiv ducken und so nicht vom Kreiselmäher erfasst werden.

Maßnahmen, die Tierleben retten, sind für Landwirte wichtig – nicht zuletzt wegen tierschutzrechtlicher Verpflichtungen. Denn wer Verletzung und Tötung von Jungwild durch den Kreiselmäher bewusst in Kauf nimmt, kann dadurch eine Straftat nach dem Tierschutzgesetz begehen. Dabei ist mit empfindlichen Geldstrafen zu rechen

 

 

Reinhard Ebeling - JS Springe

Aufruf der Jägerschaft Springe zum Erhalt des Schießstandes Holzmühle

 

Petition zum Fortbestand des Schießstands Holzmühle

 

Nach Auslaufen des Pachtvertrages für das Schießstand-Gelände wird dieser seitens der Landesforstverwaltung nicht verlängert. Damit endet der Schießstandbetrieb am 30.04.2014. Der Schießstand soll anschließend zurück gebaut werden.

Wir bedauern diese Entwicklung sehr und können nicht nachvollziehen, dass auch mit großen Zugeständnissen der Landesforstverwaltung gegenüber keine Verlängerung erreicht werden konnte. Für uns ist der Schießstand als Ausbildungsort für unsere Jungjäger und unter dem Eindruck eines bevorstehenden Pflichtschießens zum Lösen oder Verlängern des Jagdscheines nicht verzichtbar.

 

Ob sich dadurch an dem gegenwärtigen Rechtszustand noch etwas ändern lässt, kann der Vorstand der Jägerschaft Springe e. V. nicht beurteilen. Dennoch bitten wir Sie, sich zwei Minuten Zeit zu nehmen und die laufende Petition zum Erhalt des Schießstandes mit zu unterzeichnen. Sie finden die Petition hier:

 

http://www.petitionen24.com/erhalt_des_jagdparcours-springe_im_saupark 

 

Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil

 

Reinhard Ebeling

Vorsitzender

 

 

 

Großes Interesse am Thema Wolf

 

280 Teilnehmer an DJV-Veranstaltung / Verband fordert Klärung offener Punkte

 

Berlin, 4. April 2014. „Rückkehrer Wolf – Willkommen ohne Wenn und Aber?“

 

Die gleichnamige Veranstaltung besuchten Ende März in Berlin rund 280 Teilnehmer aus Politik, Behörden, Wissenschaft, Naturschutz, Jagd, Landwirtschaft und Nutztierhaltung. Der Deutsche Jagverband (DJV) wertet diese bundesweit erste interdisziplinäre Veranstaltung zum Wolf als Erfolg.

Im Nachgang zur Tagung fordert der Dachverband der Jäger, den Einfluss des Wolfes in der dicht besiedelten Kulturlandschaft Deutschlands zu untersuchen. Vorliegende Erkenntnisse zum Verhalten und Beutespektrum des Wolfs beziehen sich derzeit lediglich auf schwach besiedelte Areale in Europa. Es bestehe jetzt die einmalige Chance, in Wolfserwartungsgebieten eine Ist-Stand-Analyse durchzuführen und die tatsächlichen Auswirkungen wissenschaftlich zu untersuchen, so der DJV.

Im Rahmen der Tagung wurden von Experten unterschiedliche politische und wissenschaftliche Definitionen zum „günstigen Erhaltungszustand“ des Wolfes vertreten, die teils widersprüchlich sind. Hier sieht der DJV dringenden Klärungsbedarf und fordert die Politik auf, in enger Kooperation mit Polen die genetische Analyse der Wolfsbestände abzugleichen und daraus Konsequenzen für den weiteren Umgang mit dem Wolf abzuleiten.

Die Jägerschaft wird ihren gesellschaftlichen Beitrag zum Erhalt der Wolfspopulation in Deutschland leisten und unterstützt sowohl Monitoring als auch Grundlagenforschung zum Wolf. Der DJV hat auf der Tagung bekräftigt genetische Untersuchungen der deutschen und polnischen Wölfe weiter voranzutreiben und finanziell zu unterstützen.

Das Ticker-Protokoll zur Wolftagung sowie Vorträge gibt es auf www.jagdverband.de zum Nachlesen: http://bit.ly/OYgkA8

 

Auf dem Youtube-Kanal des DJV gibt es Videos zur Tagung sowie Interviews mit ausgewählten Referenten: http://bit.ly/PqWluj

Jagdbüchsenmunition: Blei minimieren, Tötungswirkung maximieren

 

Nach Agrarministerkonferenz muss der Bund wissensbasiert handeln

 

Berlin, 4. April 2014. Laut Nachrichtenagentur dpa hat die Agrarministerkonferenz heute den Bericht des Bundes zu Jagdmunition „zur Kenntnis genommen“. Der Bund werde laut dpa aufgefordert, das Bundesjagdgesetz zügig zu ändern. In diesem Zusammenhang fordert der Deutsche Jagdverband (DJV) die Bundesregierung auf, wissensbasiert zu agieren und die Erkenntnisse der Tagung „Wild – gut erlegt?“ des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) konsequent umzusetzen. „Wir brauchen eine optimale Tötungswirkung von Jagdbüchsenmunition und den minimalsten Materialeintrag ins Wildbret“, sagte DJV-Vizepräsident und Veterinär Dr. Wolfgang Bethe.

Das von dpa zitierte Gutachten der Fachhochschule Eberswalde zur Tötungswirkung von Jagdmunition wurde auf der BfR-Tagung vorgestellt und kommt zu dem Schluss: Auf dem Markt gibt es Jagdbüchsenmunition unterschiedlicher Materialien, die nicht tierschutzgerecht tötet. Der DJV fordert deshalb den Gesetzgeber dringend auf, neue Kriterien für die Tötungswirkung im Bundesjagdgesetz festzuschreiben. „Tierschutzgerechtes Töten ist für uns Jäger ein unverrückbarer Grundsatz“, so Dr. Bethe.

Die auf der Tagung „Wild – gut erlegt?“ vorgestellte Lebensmittelsicherheitsstudie (LEMISI) des BfR hat gezeigt: Auch sogenannte bleifreie Munition kann geringe Mengen Blei ins Wildbret eintragen. Der DJV fordert deshalb innovative Geschosse, die den Bleieintrag ins Wildbret minimieren und gleichzeitig die Tötungswirkung maximieren. Dabei kann laut DJV für die Politik nur das ALARA-Prinzip gelten: Den Bleieintrag ins Wildbret so niedrig halten wie vernünftigerweise erreichbar (ALARA: „as low as reasonably achievable“).

Nach dem Votum der Agrarministerkonferenz ist der Bundesgesetzgeber jetzt gefordert, Klarheit zu schaffen und Tierschutz, Verbraucherschutz sowie Anwendersicherheit zu gewährleisten.

Per Gudlowski – Siberne Verdienstnadel des DJV

 

Neustadt, März 2014 

 

Dr. Bernd Bremer, neuer 1. Vorsitzender der Jägerschaft Neustadt, konnte mit seiner ersten Amtshandlung Per Gudlowski das Silberne Verdienstabzeichen des Deutschen Jagdverbandes überreichen. Gudlowski erhielt die Auszeichnung für besondere Verdienste um die Erhaltung und Förderung des Jagdhandwerkes und für

erfolgreiches Wirken im Verbandswesen. Auch in der langjährigen Öffentlichkeitsarbeit mit Schulen und Kindergärten verstand er es immer wieder, die heimische Natur und Tierwelt interessant und verständlich zu vermitteln.

 

Insbesondere die Jungjäger Ausbildung der Jägerschaft Neustadt ist eng und überaus Erfolgreich mit seinem Namen verbunden, und genießt in der Region Hannover einen exzellenten Ruf im Ausbildungsbereich.

So war auch der jetzige 1. Vorsitzende der Jägerschaft Neustadt, Dr. Bernd Bremer einst durch Per Gudlowski als Jungjäger ausgebildet worden.

v.l.n.r 1.Vorsitzender Dr. Bernd Bremer; Schriftführer Matthias Höhn; Schatzmeisterin Dagmar Mohrhoff; 2.Vorsitzender Ole Volkmann

Jägerschaft Neustadt mit frischem Wind und neuem Vorstand

 

Dr. Bremer aus Neustadt einstimmig zum 1.Vorsitzenden gewählt.

 

Schneeren, den 29.03.2014

 

Mit Spannung erwartet wurde die Jahreshauptversammlung der Jägerschaft Neustadt. Der seit 2012 schwelende interne Streit um den Schießstand der Jägerschaft in Schneeren, hatte schon 2 Vorstände bewogen, vor Ablauf der gewählten Amtsperiode ihre Ämter vorzeitig niederzulegen. Somit war für Zündstoff im Vorfeld gesorgt, und der Saal im Gasthaus Asche in Schneeren war bis auf den letzten Platz gefüllt.

 

Prof. Dr. Kaup, kommissarischer Vorsitzender der Jägerschaft eröffnete die Jahreshauptversammlung pünktlich um 14:00 Uhr mit Untermalung durch die Jagdhornbläser. Nach Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit der Versammlung, wurde der Verstorbenen Mitglieder gedacht. Es folgten Ehrungen für langjährige Mitglieder und 4 Waidmänner wurden aufgrund außerordentlicher Verdienste und Leistungen um das Waidwerk mit besonderen Auszeichnungen versehen. Die Ehrenmitgliedschaft der Landesjägerschaft Niedersachen erhielten Dr. Harm Groen, Dr. Einhart Werhahn und Dr. Krebs. Per Gudlowski, langjähriger Lehrgangsleiter Jungjägerausbildung, erhielt die Silberne Verdienstnadel des Deutschen Jagdverbandes.

Anschließend wurden die 14 neuen Jungjäger der Lehrgangszeit 2013/2014 der Versammlung vorgestellt und erhielten ihre Jägerbriefe. Im Anschluss stellte Kreisjägermeister Dr. Werwitzki den Streckenbericht der Jägerschaft vor und es folgten die Berichte der Obleute zu den jeweiligen Tätigkeitsbereichen.

 

Kaup, als kommissarischer Vorsitzender führte mit klaren Worten und spürbarer Entschlossenheit für Lösungen durch die Tagesordnung. Er fand klare Worte für die strittige Situation um den Schießstand und mahnte zur Geschlossenheit an. Es könne nicht sein, das jeweilige Einzelinteressen über das Wohl der gesamten Jägerschaft gestellt würden.

 

In den Jahren 2011 und 2012 waren die ausgeschiedenen Vorstände durch die eingeteilten Kassenprüfer aufgrund der strittigen Situation um den Schießstand nicht entlastet worden. Die Kassenprüfer für 2013 unter Führung von Helge Stummeyer aus Warmeloh, konnten hier nach Wochenlanger Arbeit und einer kompletten Aufarbeitung der Kassenbelege aus den vergangenen Jahren, aber der Versammlung eine Ordnungsgemäße Kassenführung bescheinigen. Somit wurden die Vorstände für die Geschäftsjahre 2011,2012 und 2013 bei nur einer Gegenstimme von der Versammlung mit großer Mehrheit entlastet. Die anschließende Wahl der neuen Kassenprüfer rundete diesen mit Spannung erwarteten Tagesordnungspunkt ab.

 

Zur Jägerschaft gehören runde 600 Jägerinnen und Jäger aus Neustadt, Wunstorf und Garbsen. Es musste eine neue, unabhängige Führungsmannschaft her, die frisch und unvoreingenommen die Jägerschaft auf einen neuen, vertrauensvollen und integren Weg führt.  

 

In den letzten Wochen wurden intensive Gespräche aus dem Kreis der Hegeringleiter und Obleute geführt, mit dem Ziel endlich Ruhe in die Jägerschaft zu bringen. Vakant im Vorstand waren die Positionen des 1. und 2 Vorsitzenden, sowie des Schriftführers, da Prof. Dr. Kaup für diese Aufgabe nicht mehr zur Verfügung stand. 

 

Wahlleiter Jürgen Rahlfs verstand es, sicher durch diese für die Jägerschaft wegweisende und wichtige Vorstandswahl zu führen. Die Vorschläge der Versammlung für die vakanten Positionen wurden aufgenommen und die einzelnen Kandidaten stellten sich den Mitgliedern vor. Die Wahl wurde auf Antrag offen durchgeführt und mit voller Stimmzahl der anwesenden Mitglieder wurde Dr. Bernd Bremer aus Neustadt einstimmig zum neuen 1.Vorsitzenden der Jägerschaft gewählt.

 

Dr. Bremer lebt mit seiner Familie seit den neunziger Jahren in Neustadt, ist Oberarzt an der Medizinischen Hochschule Hannover und bringt langjährige Erfahrungen in leitenden Führungspositionen aus dem Vereinswesen auf Landesebene mit. Auch der neue 2. Vorsitzende Ole Volkmann, sowie der neue Schriftführer Matthias Höhn wurden mit sehr hohen Stimmanteilen in ihre neuen Ämter gewählt. Der neue Vorstand bedankte sich bei den Anwesenden für das ausgesprochene Vertrauen. Schatzmeisterin Dagmar Mohrhoff bleibt im Amt, da sie als einzige des alten Vorstandes nicht zurückgetreten war innerhalb der gewählten Amtszeit. Kaup dankte Dagmar Mohrhoff unter großen Applaus der Mitglieder für die Arbeit der letzten Monate, in der sie die Stellung trotz aller Widrigkeiten gehalten hatte.

 

Mit diesem außerordentlichen Votum für den neuen Vorstand zeigten die Mitglieder der Jägerschaft eindeutig, dass es innerhalb der Jägerschaft einen breiten Konsens gibt für einen Neuanfang. Das wurde in dieser Versammlung mit einer lange nicht dagewesenen Entschlossenheit und Einigkeit dokumentiert. Mit einem 3 fach kräftigen „Hoorido – Joho!“ und einem Waidmannsheil wurde die Versammlung beendet.

 

Brut- und Setzzeit – Leinenpflicht für Hunde vom 01.April-15.Juli

 

Jägerschaft Neustadt wirbt für Verständnis und Rücksicht statt Konfrontation – für Hasen, Rebhühner und Co.

 

Im Frühjahr erwacht die Natur zu neuem Leben. Die meisten Tiere unserer Landschaft bekommen in dieser Zeit ihren Nachwuchs. Bei vielen Tierarten geschieht dies sehr geschützt, etwa in Höhlen oder hoch in den Bäumen.

 

Viele Jungtiere erblicken das Licht der Welt jedoch relativ ungeschützt in Bodennähe, an Wegrändern oder Buschgruppen direkt auf der Erde. Dies sind zum Beispiel Junghasen, die Küken von Rebhuhn und Kiebitz oder auch Rehkitze. Gerade Hasen, Rebhühner und Co. sind besonders durch die Veränderungen in unserer Landschaft gefährdet und vielerorts bereits verschwunden.

 

In vielen Jagdrevieren haben die Jäger die Jagd z. Bsp. auf Rebhühner und andere selten gewordene Arten schon lange ausgesetzt, und kümmern sich durch Hegemaßnahmen um den Erhalt der gefährdeten Arten beim Niederwild. Hasen, Rebhühner, Kiebitz und Co. Benötigen besondere Rücksichtnahme und Schutz. Darum gibt es Gesetze und Regelungen, die helfen sollen, uns diese besonderen Tierarten für die Zukunft zu bewahren. Deshalb sagt das „Niedersächsische Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung“ in § 33 (1), dass private Hunde in der Zeit vom 01. April bis zum 15. Juli zwingend an der Leine zu führen sind. Zuwiderhandlungen werden mit einem Bußgeld bis zu 5.000 Euro geahndet.

 

Die Regelung bedeutet, dass in der Zeit vom 1. April bis zum 15. Juli Hunde im Wald und in der freien Landschaft nur an der Leine geführt werden dürfen. Lediglich Hunde, die zur rechtmäßigen Jagdausübung, als Rettungs- oder Hütehunde oder von der Polizei, der Bundespolizei oder dem Zoll als Diensthunde eingesetzt werden oder ausgebildete Blindenführhunde sind, sind davon ausgenommen.

 

Nicht alle freilaufenden Hunde verfolgen oder verletzen wildlebende Tiere. Unzählige Jungtiere müssen jedoch qualvoll verhungern oder erfrieren, weil sie nach dem Kontakt mit Hunden von ihren Eltern verlassen werden.

 

In dieser Zeit treffen die Jagdausübungsberechtigten Jäger immer wieder auf Unverständnis einzelner Hundehalter, wenn diesen ihren Hund nicht angeleint durch Felder und Wiesen laufen lassen. Der Jäger muss Sie auf Ihr Fehlverhalten aufmerksam machen, da er als Jagdausübungsberechtigter die gesetzliche Pflicht zur Hege und zum Schutz des Wildes hat, und als anerkannter Naturschutzverband ist die Jägerschaft zusätzlich verpflichtet.

 

Deshalb müssen wir alle aufeinander Rücksicht nehmen, so Karsten Ahlborn, Presseobmann der Jägerschaft Neustadt. Vor allem aber auf die Natur selbst und die Schwächsten unter unseren Mitgeschöpfen. Zeigen Sie Rücksichtnahme und fordern Sie auch andere freundlich dazu auf, damit wir alle auch in Zukunft noch viel von Hasen, Rebhühner, Kiebitz und Co. erleben dürfen.

 

25.03.2014/KA

 

Schweinepest – Aktuelle Informationen für Jäger

 

Die Klassische Schweinepest (KSP) und die Afrikanische Schweinepest (ASP) sind hoch ansteckende Viruserkrankungen mit seuchenhaften Verlauf, die ausschließlich Haus- und Wildschweine befallen. Ein Ausbruch dieser Seuchen hat enorme wirtschaftliche Schäden zur Folge. Beide Seuchen sind anzeigepflichtig, eine sichere Diagnose und Unterscheidung von KSP und ASP ist nur im Labor möglich. Im Gegensatz zu KSP ist gegen ASP kein Impfstoff verfügbar, was die Bekämpfung dieser Seuche gerade im Wildbestand erheblich erschwert.


Übertragen werden diese Krankheiten durch direkten Kontakt von Tier zu Tier (bei offenen Haltungsformen auch von Wildschwein zu Hausschwein oder umgekehrt). Ebenso ist eine indirekte Übertragung über virusbehaftete Personen, Kleidung, Futtermittel, Schlacht-/ Speiseabfälle, Gülle/Mist, Jagdausrüstung oder sonstige Gegenstände möglich. Bei der Afrikanischen Schweinepest kommt insbesondere der Übertragung durch Blut oder mit Blut kontaminierten Gegenständen besondere

Bedeutung zu. Die ASP breitet sich zurzeit im östlichen und südöstlichen Europa sowie in Afrika weiteraus. Eine Einschleppung auch über den Reiseverkehr / Jagdtourismus ist gut vorstellbar.

 

Was können Jäger vorbeugend tun?

 

  • kontinuierliche Beteiligung an Überwachungsprogrammen (Monitoring)

    möglichst jedes als Fallwild gefundene Stück Schwarzwild zur Untersuchung bringen. (Schweiß-, Organ- oder Muskelproben, ggf. auch Röhrenknochen oder ganzer Tierkörper)

     

  • zur Vermeidung hoher Populationen Wildschweine bei allen Gelegenheiten konsequent bejagen und revierübergreifende Jagden organisieren.

    Insbesondere Frischlinge, aber auch Überläuferbachen scharf bejagen

     

    - keine Verwendung von Aufbruch von Schwarzwild zur Kirrung o. ä. außerhalb des Erlegungsreviers, sondern ordnungsgemäße Entsorgung als Abfall

     

    - keine Speiseabfälle, Schlachtreste usw. auf die Kirrung, bei Auffälligkeiten (mehrere Stücke Fallwild, abgekommene Tiere, mangelnde Scheu, besondere Merkmale an erlegten Stücken usw.) unverzüglich Jagdbehörde / Veterinäramt informieren

  • Weitere Informationen unter www.tierseucheninfo.niedersachsen.de

    Stand Februar 2014

Jäger fordern neue Kriterien für Jagdbüchsenmunition

 

Unabhängig vom Material: tierschutzgerecht und unbedenklich

 

Berlin, 10. März 2014– Der Deutsche Jagdverband (DJV) fordert vom Gesetzgeber neue und verbindliche Kriterien für Jagdbüchsenmunition. Abgeschlossene wissenschaftliche Studien, die heute im Rahmen des Fachsymposiums „Wild – Gut Erlegt?“ des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) und des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) in Berlin präsentiert wurden, haben gezeigt, dass eine Neubewertung notwendig ist. „Für eine tierschutzgerechte Jagdausübung zur Nahrungsmittelproduktion brauchen wir das beste verfügbare Handwerkszeug“, so DJV-Vizepräsident Dr. Bethe. Wenn sich nach den jetzt vorgestellten Erkenntnissen Jagdbüchsenmunition unterschiedlicher Materialien auf dem deutschen Markt befindet, die nachweislich nicht tierschutzgerecht tötet, dann hat der Gesetzgeber neue Kriterien festzulegen. „Wir brauchen Klarheit für den Anwender und für den Markt“ sagt Dr. Bethe weiter. Die Industrie wird aufgefordert, standardisierte Empfehlungen auf der Verpackung abzudrucken, damit direkt ersichtlich ist, für welche Einsatzzwecke die Munition geeignet ist. „Tierversuche in freier Wildbahn kann keiner wollen“, so Dr. Bethe.

 

Sowohl Tierschutz als auch Verbraucherschutz müssen nach Ansicht des DJV bei neuen Kriterien für Jagdbüchsenmunition berücksichtigt werden. Daher muss gleichzeitig darüber nachgedacht werden, wie sich der Eintrag von Blei in das Wildfleisch reduzieren lasse. Das BfR kommt nach einer fast zweijährigen Lebensmittelsicherheitsstudie von jagdlich gewonnenem Wildbret zu dem Ergebnis, dass unterschiedliche Geschosskonstruktionen Blei im Wildbret zurücklassen können. Zwar seien die Mengen für Normalverbraucher absolut unbedenklich. Jedoch gebe es Risikogruppen, die besonders gefährdet sind. Dazu zählen Vielverzehrer wie Jäger sowie Schwangere und Kleinkinder. Das BfR hat bereits 2011 veröffentlicht, dass die Deutschen über Getränke, Getreide und Gemüse erhebliche Mengen Blei aufnehmen, sodass jede weitere Aufnahme von Blei vermieden werden sollte. „Wir brauchen innovative Jagdgeschosse, die den Bleieintrag ins Wildbret minimieren und den hohen zielballistischen Anforderungen der Jäger gewachsen sind“, fordert Bethe. „Als Lebensmittelproduzenten bieten wir ein hochwertiges Produkt. Diese Verantwortung sollten wir weiterhin ernst nehmen.“

Der DJV hat Studien zu Jagdmunition in den vergangen Jahren maßgeblich unterstützt und für einen wissensbasierten und praxisorientierten Weg geworben. Jetzt ist der Bundesgesetzgeber gefordert, Klarheit zu schaffen und Tierschutz, Verbraucherschutz sowie Anwendersicherheit zu gewährleisten.

 


DJV Pressemitteilung 10.03.2014


 

Schießtermine 2014 – Schießstand der Jägerschaft Neustadt e.V. in Schneeren

 

Die Schießtermine für die Hegeringe, das Mannschaftschießen und die Jungjäger Ausbildung sind online unter der Rubrik Jagdliches Schießen.

Jeden ersten Sonntag im Monat wird zusätzlich ein Schießen mit Großkaliber auf die laufende Scheibe angeboten. Die Uhrzeiten und die Dauer dieses Angebotes entnehmen Sie bitte der Gesamtübersicht der Schießtermine.

 

 

Aktueller Stand - Petition gegen tendenziöse Berichterstattung im ZDF

 

ZDF Fernsehrat muss sich mit der Kritik an der Sendung „Jäger in der Falle“ auseinandersetzen

 

Liebe Jägerinnen und Jäger,

 

wir haben es geschafft!

 

Mehr als 61.000 Jägerinnen und Jäger, Freunde der Jagd und Naturschützer haben sich bisher an der Petition von Max Götzfried gegen die ZDF-Doku „Jäger in der Falle“ beteiligt. Und die Flut der Unterschriften hört noch nicht auf: Jeden Tag treffen weiterhin große Mengen Post und Faxe in der DJV-Geschäftsstelle ein. Wer seine Stimme bis zum Ende der Laufzeit am kommenden Montag, 10. März, noch abgeben will, kann dies online tun: http://bit.ly/1ewKjV7.


DJV-Präsident Hartwig Fischer bedankt sich bei allen Unterstützern. Weiter so! Wir sind stolz aus unsere Mitglieder. Wie es mit der Petition weitergeht, erfahren Sie in Kürze bei uns im Newsletter.

 

DJV Newsletter 07.03.2014

Di Massa,Giovan Giuseppe; Dräger,Dorota; Eickhoff,Maurice; Gedeon,Andreas;

Hatesohl,Lennart; Kleine,Michel; Kleine,Volker; Koch,Sören; Lödding,Jörn;

Menzner,Felix; Nabereit,Damian; Nülle,Niklas; Scholz,Marco;

Schulz,Catharina(nicht auf dem Foto)

Jägerschaft Neustadt begrüßt 14 neue Jungjäger

 

01.03.2014-Schneeren 

 

Nach 8 Monaten Lehrgangzeit absolvierten alle 14 Anwärter des Vorbereitungslehrganges der Jägerschaft Neustadt die Staatliche Jägerprüfung in Niedersachsen mit vollem Erfolg. Nach der Schießprüfung im November 2013 und der schriftlichen Prüfung am vergangenen Mittwoch, stand am 01.03.2014 die letzte großen Hürde, die praktische Prüfung in Schneeren auf dem Gelände der Jägerschaft Neustadt e.V. an. Im sogenannten „Reviergang“, einem Parcours mit 5 Prüfungsstationen wurden die Teilnehmer nach den Vorgaben der Prüfungsordnung des Landes Niedersachsen geprüft. Die Verantwortung für die Durchführung der Prüfung lag in den Händen von Jägermeister Dr. Werwitzki.

 

Per Gudlowski, langjähriger Ausbildungsleiter der Jägerschaft Neustadt hatte mit seinem bewährten Ausbilderteam in den vergangenen Monaten wieder hervorragende Arbeit geleistet. Die eingesetzten Prüfer konnten sich von dem zum Teil hohen Leistungs- und Wissensstand der angehenden Jungjäger überzeugen.

Die praktische Prüfung wurde in folgenden Fachgebieten durchgeführt: Tiere im Jagdrecht, Jagdwaffen und Fanggeräte, Naturschutz-Hege und Jagdbetrieb, Behandlung des erlegten Wildes-Wildkrankheiten-Jagdhundewesen-Jagdliches Brauchtum sowie Jagdrecht und verwandtes Recht. Die Übertragenen Rechte und Pflichten eines Jägers nach bestandener Staatlicher Jägerprüfung gehen über ein Hobby weit hinaus und verlangen Leidenschaft, Passion und eine proaktive persönliche Einstellung in der Übernahme einer großen Verantwortung für Waidgerechtigkeit, Natur- und Tierschutz.     

 

Das moderne Jagdhandwerk steht für ständige Weiterentwicklung gemessen an den aktuellen Bedürfnissen der Natur. Jagdliches Brauchtum und gelebte Traditionen bilden Eckpfeiler einer Gemeinschaft, die über Jahrhunderte die Jäger und ihre Familien begleitet hat.

 

Wir freuen uns, dass gerade so viele junge Menschen sich wieder dem Jagdhandwerk zuwenden, und durch ihre Leistungen im Lehrgang gezeigt haben, dasd eine Ausbildung in der Jägerschaft Neustadt überregional einen hohen Stellenwert genießt.

 

Waidmannsheil

 

 

Dem Jagdrecht unterliegende und andere frei lebende Tiere
Prüfer Werner Kohne am berühmten „Schädelrätsel“ von Per Gudlowski
Jagdrecht und verwandtes Recht – Wilderer im Anblick und richtiges Verhalten als Jäger
Naturschutz, Hege, Jagdbetrieb – Feldfrüchte und Baum und Straucharten
Jagdwaffen und Fanggeräte – Verhalten im Jagdbetrieb
Behandlung des erlegten Wildes, Wildkrankheiten, Jagdhundewesen, jagdliches Brauchtum
Dem Jagdrecht unterliegende und andere frei lebende Tiere - Prüfungsmittel