Aktuelle Meldungen der Jägerschaft Neustadt am Rübenberge e.V.

Land Niedersachsen ist für das Wolfsmanagement verantwortlich

Befremden über Schuldzuweisungen in Richtung von Jägern und Nutztierhaltern

 

 

Irritiert und befremdet zeigt sich die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) über

jüngste Äußerungen aus dem Umweltministerium zum Thema Wolf und den  zunehmend auftretenden Konfliktsituationen. Zwar ist es zu begrüßen, dass nun auch Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel bekundet, einen pragmatischeren Umgang mit dem Thema Wolf einschlagen zu wollen, seine Situationsanalyse offenbart allerdings nach wie vor eine deutliche Verkennung der Sachlage.

 

Wer lange Zeit den Sorgen und Nöten von Nutztierhaltern und Bevölkerung nur mit

Worthülsen begegnet und dann - wenn es brennt - versucht für die eigenen Versäumnisse Nutztierhalter und Jäger in Mithaftung zu nehmen, wirkt nicht nur hilflos sondern gefährdet auch sein eigenes Wolfsmanagement“, so Helmut Dammann-Tamke, Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen mit Blick auf jüngste Äußerungen aus dem Umweltministerium.

 

In einem heute erschienenen Interview mit der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung

äußerte Niedersachsen Umweltminister Stefan Wenzel unter anderem zu den steigenden Wolfszahlen: „Einen schnellen Beitrag zur Regulierung könnten jetzt schon die Jäger leisten, indem sie mehr Schalenwild schießen. Je mehr Rehe es gibt, desto größer ist nämlich erwiesenermaßen die Zahl der Beutegreifer. Weniger Rehe würden also auch weniger Wölfe bedeuten.“

 

Angesichts einer seit langem bekannten jährlichen Reproduktionsrate der Wölfe von 30

Prozent und mehr, zeugten solche Äußerungen eher von der Hilflosigkeit des Ministeriums und dem durchsichtigen wie verzweifelten Versuch, von den eigenen Unterlassungen und Fehlern abzulenken Auch die Erwartungshaltung an die Nutztierhalter, stets noch mehr und weitere Präventionsmaßnahmen umzusetzen, ginge in diese Richtung.

 

Ein weiterer Beleg für fachliche Unkenntnis und Effekthascherei, ist die im Zusammenhang mit einem Ortstermin mit Weidetierhaltern und Kommunalpolitikern im

Landkreis Uelzen am vergangenen Mittwoch vom Umweltminister an die Landesjägerschaft gerichtete Forderung, eine grundsätzliche Freigabe für das Betreten

von Revieren bei möglichen Vergrämungsmaßnahmen zu erteilen. Eine solche Freigabe kann und darf die Landesjägerschaft aus rechtlichen Gründen gar nicht erteilen.

 

Darüber hinaus ist das Betreten der Reviere bei den erfolglosen  Vergrämungsversuchen des Umweltministeriums im Falle von MT6 ganz offenkundig auch nicht das Problem gewesen. Auch damals hatte die Landesjägerschaft lange im Vorfeld mehrfach fachliche Unterstützung angeboten, die seitens des Umweltministeriums aber nicht in Anspruch genommen wurde.

 

Um es klar zu sagen, die Landesjägerschaft und die niedersächsischen Jäger werden

sich nicht den schwarzen Peter für eine verfehlte Wolfsmanagementpolitik des

Umweltministeriums zu schieben lassen“, so Dammann-Tamke.

Gefährlich seien solche und vergleichbare Äußerungen der jüngeren Vergangenheit im

Besonderen daher, da sie diejenigen vor den Kopf stießen, die seit einigen Jahren im

Rahmen des Monitorings wichtige Daten über die Verbreitung der Wölfe in

Niedersachsen liefern – ehrenamtlich. Seit Ende des Jahres 2011 ist die Landesjägerschaft vom Land Niedersachsen mit dem Wolfsmonitoring beauftragt. Seither entfallen ein Großteil der Meldungen über Hinweise und Nachweise auf Wolfsvokommen auf Jägerinnen und Jäger. Drei der offiziell nachgewiesenen acht Rudel in Niedersachsen konnten durch aktive Monitoringmaßnahmen der Landesjägerschaft nachgewiesen werden. Auch der jüngst erfolgte Nachweis von fünf Wölfen im Raum Visselhövede konnte so erbracht werden. „Wir als Landesjägerschaft stehen zu dieser Kooperationsvereinbarung und unserem Beitrag im Rahmen des Wolfsmonitorings – sollte dies allerdings seitens der Landesregierung nicht mehr gewünscht sein, sollte man uns das offen sagen“, so der LJN-Präsident.

 

Grundsätzlich diene es auch nicht der Akzeptanz der Rückkehr der Wölfe nach

Niedersachsen, sich stetig auf die „Überraschungseffekte“ im Verhalten der

niedersächsischen Wölfe zu beziehen. „Das ist nicht dass, was der Lage gerecht wird

und einer Akzeptanzsteigerung dient. Handeln statt Worthülsen wäre angezeigt“, so

Dammann-Tamke abschließend.

 

Quelle: LJN Pressemitteilung 13.01.2017

Stöberprüfung der Jägerschaft Neustadt a. Rbge.


 

Neustadt, 25.11.2016

Die Jägerschaft und ein Richterteam, bestehend aus dem Leiter Karl-Heinz Rabe sowie seinen Mitrichtern Marianne Finger und Christian Alraun, konnten bei kaltem und nebligen Herbstwetter fünf Gespanne begrüßen.

 

Die Prüfung fand jeweils als Einzelprüfung im Rahmen der traditionellen Drückjagd im, mit Reh- Rot- und Schwarzwild sehr gut besetzten, Revier der Forstverwaltung Stadtwerke Hannover statt. Für jeden Prüfling stand jeweils eine aus Dickungen und dichten Waldparzellen bestehende Fläche von über 3 ha zur Verfügung.

 

Alle Hunde haben ihre Flächen weiträumig und planmäßig gearbeitet und das aufgestöberte Wild laut auf der Fährte verfolgt, bevor sie pünktlich und ohne zu überjagen bei ihren Hundeführern erschienen.

Nach der Stöberarbeit wurde bei den Hunden die restlichen Fächer mit anschließender Anschneideprüfung erfolgreich abgenommen.

 

Das erfolgreiche Teilnehmerfeld:

 

Rasse Name Hundeführer
Deutsche Bracke  Afra vom Höllenbach Olaf Zander
Deutsche Wachtel  Heidi vom Guhrberg Gerrit Dierkes
 Deutsche Bracke   Charlie vom Drangsen Olaf Zander
Deutsche Wachtel  Hexe vom Guhrberg Christine Bickner

Schwarzwildbracke

Eule vom Fahnenstein Folke Hein

Der Prüfungsleiter bedankt sich bei der Forstverwaltung Stadtwerke Hannover für die Bereitstellung des Reviers.

Geflügelpest: Was Jäger wissen müssen

 

In vielen Teilen Deutschlands ist das Geflügelpest-Virus H5N8 bei verendeten Wildvögeln nachgewiesen worden. Zur Verhinderung der Einschleppung des Virus in Geflügelbestände sollten im Anschluss von Wasserfederwildjagden grundsätzlich keine Geflügelbetriebe aufgesucht werden bzw. die entsprechenden  Hygienevorsichtsmaßnahmen beachtet werden. Jäger unterstützen in Seuchenfällen bundesweit die Veterinärbehörden. Im DJV-Interview gibt das Friedrich-Loeffler-Institut wichtige Hinweise, wie Monitoring oder Probenahme korrekt durchzuführen sind.

 

Quelle: Rolfes/DJV

 

24. November 2016 (djv) Berlin

 

DJV: Was sollten Jäger tun, wenn sie verendetes Wasserwild auffinden?

FLI: Menschen sollten tot aufgefundene Vögel nicht anfassen. Sie sollten den Fund der örtlichen Veterinärbehörde melden. Es liegt im Ermessen der zuständigen Behörden (in der Regel Landkreise und kreisfreie Städte), ob sie die Jägerschaft dazu auffordern, sie beim Sammeln toter Wildvögel zu unterstützen.

 

Wenn Wild eingesammelt werden soll, was ist zu beachten?

Im Ernstfall gibt die zuständige Veterinärbehörde klare Regeln vor, an die sich Jäger halten sollten. Grundsätzlich gilt: Kadaver sollten nur mit Handschuhen angefasst werden, etwa mit Einmalhandschuhen aus Nitril. Der Vogelkörper sollte in einen Müllbeutel überführt und dieser anschließend verschlossen werden. Ein Tyvek-Einmalschutzanzug dient bei Sammelaktionen dazu, vor einer Kontamination der Kleidung zu schützen und das Risiko einer Verschleppung des Erregers zu mindern.

 

Wie sollte zum Einsammeln genutzte Kleidung gesäubert werden?

Kontaminierte Kleidung sollte bei mindestens 60°C gewaschen und Gerätschaften sowie gebrauchte Schutzanzüge sollten z.B. mit Peressigsäure oder einem anderen geeigneten Desinfektionsmittel (http://www.desinfektion-dvg.de/index.php?id=1800) mit ausreichender Einwirkzeit behandelt werden. Einmal-Atemschutzmasken sind nach Gebrauch in einem Müllbeutel zu entsorgen. Das beim Bergen der Vögel getragene Schuhwerk ist zu reinigen und zu desinfizieren, bevor der Ort verlassen wird, an dem die Kadaver gesammelt wurden, um eine Verschleppung des Erregers zu vermeiden.

 

Besteht für Jäger, die Geflügel halten, ein besonderes Risiko?

Ja, in diesem Fall besteht ein großes Einschleppungsrisiko. Daher sollten insbesondere Geflügel haltende Jäger den Kontakt zu toten Vögeln meiden und sie nicht verbringen. Vor Betreten von Geflügelhaltungen müssen unbedingt die Biosicherheitsvorkehrungen beachtet werden, insbesondere das Anlegen von bestandseigener Schutzkleidung und ein Schuhwechsel. Die aktuellen Hinweise der DVG für Tierhalter sollten hierbei beachtet werden: http://www.desinfektion-dvg.de/index.php?id=2119

 

Wie können Jäger die örtlichen Behörden beim Monitoring unterstützen?

Jäger können die Behörden unterstützen, indem sie dem Veterinäramt Totfunde von Vögeln melden. Soweit die zuständige Veterinärbehörde es anordnet, kann die Entnahme von Tupferproben aus Rachen und Kloake (kombinierter Tupfer) von geschossenen Wasservögeln das aktive Monitoring (Untersuchung von gesunden oder gesund erlegten Vögeln) unterstützen. Die Proben sollten flüssigkeitsdicht und gekennzeichnet (Name des Einsenders, Datum und Fundort) an das Veterinäramt geschickt werden.

 

Weitere Informationen:

Aktuelle Risikoeinschätzung des Friedrich-Loeffler-Institutes (Stand: 18. November 2016): http://bit.ly/2fR83Ph

 

Neue Monitoring-Regelung für Schweinepest

 

Die für Haus- und Wildschweine tödliche Afrikanische Schweinepest (ASP) wandert in Polen westwärts. Das Bundeslandwirtschaftsministerium fordert Jäger zur Zusammenarbeit mit den Veterinärämtern auf.

 

(Berlin, 17. November 2016) Ab sofort gilt die neue „Schweinepest-Monitoring-Verordnung" des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Diese regelt Abläufe und Zusammenarbeit zwischen Jägern, Landwirten, Veterinären und Behörden im Monitoring der Afrikanischen Schweinepest (ASP) sowie der klassischen Schweinepest (KSP). Sie verpflichtet Jäger (§2 Duldungs- und Mitwirkungspflichten) zur Kooperation mit den örtlichen Veterinärämtern. "Jäger haben eine große Verantwortung, wenn es um die Prävention und Bekämpfung von Tierseuchen bei Wildtieren geht und verfügen aufgrund ihrer Ausbildung über die notwendigen Kenntnisse", sagt Dr. Wolfgang Bethe, Veterinär und Vizepräsident des Deutschen Jagdverbandes (DJV). "Wir arbeiten bundesweit flächendeckend eng mit den Veterinärbehörden zusammen."

 

Demnach sind Jagdausübungsberechtige "nach näherer Anweisung der zuständigen Behörde" aufgerufen, Proben zu entnehmen - und zwar bei verendet aufgefundenen und erlegten Wildschweinen mit erkennbaren krankhaften Auffälligkeiten. Diese sollen mit Angabe zu Erlegungs- oder Fundort und den festgestellten Auffälligkeiten der zuständigen Behörden zugeleitet werden. Im Rahmen des jeweiligen Monitorings können das Tupfer-, Blut- oder Organproben sein.

 

Die aktuelle "Verordnung zur Durchführung eines Monitorings auf das Virus der Klassischen und der Afrikanischen Schweinepest bei Wild- und Hausschweinen (Schweinepest-Monitoring-Verordnung – SchwPestMonV) vom 9. November 2016" wurde am 16. November im Bundesgesetzblatt Teil I Nr. 53 auf der Seite 2518 veröffentlicht.

 

Quelle: DJV

Weitere Verschärfung des Waffengesetzes ist abwegig


LJN lehnt Vorstoß des Landesvorstands der niedersächsischen Grünen zur
Verschärfung des Waffengesetzes ab / Legalwaffenbesitzer werden unter
unzulässigen Generalverdacht gestellt


Der Vorstoß des Landesvorstands der niedersächsischen Grünen eine Verschärfung des Waffenrechts zu fordern, stößt bei der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) auf Unverständnis und Ablehnung.
„Wer sich ernsthaft Gedanken um die Innere Sicherheit macht, muss sich auf die illegalen Waffen konzentrieren“, so Helmut Dammann-Tamke, Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen. „Verschärfungen des Waffengesetzes zu fordern ist hingegen reiner Populismus, denn das Problem sind die illegalen Waffen und diesem Problem wird man nicht Herr, indem man zuverlässige und gesetzestreue Legalwaffenbesitzer – insbesondere Jäger und Schützen – unter einen unzulässigen Generalverdacht stellt“, so Dammann-Tamke weiter.
Deutschland habe bereits jetzt eines der schärfsten und restriktivsten Waffengesetze in
Europa – insbesondere auch was die Aufbewahrung von Waffen angeht.
„Jäger und Sportschützen in Deutschland sind sich gleichermaßen ihrer hohen
Verantwortung und Sorgfalt als legale Waffenbesitzer gegenüber der Gesellschaft
bewusst“, so Dammann-Tamke abschließend.
Der Landesvorstand der Grünen Niedersachsen hatte bekannt gegeben, dass auf deren Landesdelegiertenkonferenz Anfang Dezember ein Leitantrag zur Verschärfung des Waffengesetzes behandelt werden soll. Unter anderem soll es hierin um ein generelles Verbot der Lagerung von Schusswaffen in Privathaushalten gehen.

 

Quelle: LJN 16.11.2016

Änderung des Bundesjagdgesetzes tritt in Kraft

 

Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt: Einsatz von halbautomatischen Langwaffen wieder erlaubt

 

(Berlin, 8. November 2016)

Die Änderung des Bundesjagdgesetzes zur Verwendung von halbautomatischen Langwaffen mit wechselbarem Magazin wird am 9. November 2016 im  Bundesgesetzblatt veröffentlicht und tritt am 10. November 2016 in Kraft. Der neue § 19 Absatz 1 Nr. 2 Buchstabe c lautet: "Verboten ist, mit halbautomatischen Langwaffen,

die mit insgesamt mehr als drei Patronen geladen sind, sowie mit automatischen Waffen auf Wild zu schießen".

 

Die Änderung war notwendig geworden, nachdem das Bundesverwaltungsgericht in zwei Urteilen vom 7. März 2016 die Verwendung von halbautomatischen Waffen mit austauschbarem Magazin bei der Jagd für unzulässig erklärt hatte. Das Urteil hatte für

erhebliche Verunsicherung bei Jägern und Waffenbehörden gesorgt.

Der Gesetzgeber hat zügig reagiert und stellt jetzt wieder Rechtssicherheit

für Besitzer von halbautomatischen Langwaffen mit Wechselmagazin her.

 

Die Allianz der im Forum Waffenrecht zusammengeschlossenen Verbände von Bund der Militär- und Polizeischützen (BdMP), Bund Deutscher Sportschützen (BDS), Deutscher Jagdverband (DJV), Deutsche Schießsport Union (DSU), Verband der Hersteller von Jagd-, Sportwaffen und Munition (JSM) und Verband Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler (VDB) sowie der Deutsche Schützenbund (DSB) begrüßen die Regelung ausdrücklich.

 

Quelle: DJV

Sauwetter bei Drückjagd auf Wildschweine im Norden

 

 

Neustadt, 6.11.2016

Es war ein Sauwetter -im Sinne des Wortes- an diesem Jagdtag im Neustädter Nordkreis.

 

Landregen mit teils heftigen Winden ließen so manchen Jäger auf seinem dreieinhalb stündigen Ansitz erahnen, daß er als Jäger auch zu einem sehr wetterfesten Teil der Bevölkerung zählt.

 

Nach den Einweisungen in den Ablauf durch die Jagdleiter bezogen die Jäger ihre Ansitzeinrichtungen.

 

 

Die Treiber begannen nach festgelegten Routen die Wälder und Dickungen unter lauten Rufen zu durchschreiten. Ziel dieses „Durchdrückens“ ist es, die Wildschweine aus den gewohnten Rückzugsgebieten heraus zu treiben, und den ansitzenden Jäger die Möglichkeit zum sicheren Schuss zu geben. Jeder teilnehmende Jäger hat einen zugewiesenen Schussbereich, der unter Berücksichtigung von Kugelfang und Sichtbereichen unbedingt einzuhalten ist. Somit werden die neuralgischen Punkte in einem Revier abgedeckt, an denen die Wildschweine erwartet werden.

 

 

Schon kurz nach Beginn der Jagd fielen die ersten Schüsse, und auch die ersten Meldungen über erlegte Wildschweine lagen vor. An diesem Tag zeigte sich aber auch, daß trotz aller Planung die Wildschweine oft ein Schlupfloch fanden, das durch die ansitzenden Jäger nicht abgedeckt werden konnte. Sicherheit bei Abgabe eines Schusses in Verbindung mit Kugelfang ist oberste Priorität bei einer Drückjagd zum Schutz der Treiber und der Jäger.

 

 

Mandelsloh, mit den umliegenden Revieren auf der einen und Büren/Wulfelade auf der anderen Seite waren in diesem Jahr die Zentren der Einstände der Wildschweine. Siebzig Prozent der erlegten Wildschweine wurde in diesen Revieren zur Strecke gebracht. Das Ergebnis mit insgesamt 20 Stück erlegten Wildschweinen, 16 Rehen und 2 Füchsen hätte höher ausfallen können, war die einhellige Meinung vieler Jäger. Aber so ist Jagd, den an diesem Tag hatten die Wildschweine belegbar oft die besseren Fluchtrouten gewählt, und das Glück auf ihrer Seite.

 

So werden die nächsten Vollmondansitze die Jäger im Nordkreis weiter in der Bestandsreduzierung der Wildschweine fordern.

 

 

Diverse Blutproben zum Schweinepest Monitoring, zur Seuchenprävention der Aujeszkyschen Krankheit wurden an das Niedersächische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit übermittelt. Beim gemeinsame Essen für Treiber, Helfer und Jäger am warmen Lagerfeuer klang die Jagd in den Revieren aus.

 

 

Bekanntmachung der Brauchbarkeitsprüfungen der

Jägerschaft Neustadt am Rbge e.V.

 

 

Termin:             

Brauchbarkeitsprüfung für Stöberjagdhunde  am 25.11.2016       


Prüfungsleiter: 

Karl-Heinz Rabe , Bahnhofstr. 35 , 29323 Wietze-Jeversen  


Zulassung:

Sonderregelung für Stöberhunde ( Nr.6 ) nur zweifelsfrei identifizierbare Jagdhunde (Nr.6.1)


Treffpunkt: 

29323 Wietze-Wieckenberg , Fuhrbergerstr. 2
Teilnehmer treffen sich um 09.00 Uhr - Forsthaus  


Nenngeld: 

100,-Euro
Ist bar vor Beginn der Prüfung am Prüfungstag zu zahlen (Nenngeld ist Reuegeld)


Meldeschluss: 

14.11.2016        

Vorzulegende Unterlagen: 

Anmeldung zur Brauchbarkeitsprüfung   Formular BrP1 C
Jagdschein bzw. Name der zur Jagd befugten Begleitperson,
gültige Tollwutschutzimpfung
Abstammungsnachweis des Hundes


Bereitstellung:

Führer und Treiber und Verbandsrichter müssen Warnwesten tragen
Führer bringen bitte Flinte und ausreichend Patronen mit


 
    

Die Prüfung wird nach den Richtlinien über den Nachweis der Brauchbarkeit von Jagdhunden in
Niedersachsen(Brauchbarkeitsrichtlinien Stand: 15.07.2002) durchgeführt.

 

 

Einladung und Programm.pdf
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Hundearbeit im Wolfsgebiet

 

Aktuell gibt es etwa 500 Wölfe in Deutschland. Auf Gesellschaftsjagden werden diese gelegentlich gesichtet. Der Deutsche Jagdverband und der Jagdgebrauchshundverband informieren in einem neuen Faltblatt über Vorsichtsmaßnahmen während der Jagd.

 

 

Der Wolf breitet sich in Deutschland weiter aus, ein Zusammentreffen von Wolf und Jagdhund wird immer wahrscheinlicher. Unfälle mit verletzten bzw. getöteten Hunden im jagdlichen Einsatz in Wolfsgebieten können in Zukunft nicht mehr ausgeschlossen werden.

 

Der Deutsche Jagdverband (DJV) und der Jagdgebrauchshundverband (JGHV) haben nun einen Leitfaden für Jagdleiter und Hundeführer herausgegeben. Das Faltblatt informiert über Vorsichtsmaßnahmen zu Beginn und während einer Jagd sowie bei der Nachsuche im Wolfsgebiet.

 

Es enthält Tipps zum Verhalten und klärt auf für den Schadensfall nach einem Zusammentreffen mit dem Wolf.

 

Die akt. Daten der Bundesländer für das Monitoringjahr

2015/16 - weisen mittlerweile 46 Rudel, 15 Paare und vier sesshafte Einzeltiere nach,

Insgesamt muss von etwa 500 Tieren deutschlandweit ausgegangen werden. 

 

Hundearbeit im Wolfsgebiet_DJV Flyer
Flyer Hundearbeit im Wolfsgebiet 14 09 [...]
PDF-Dokument [6.2 MB]

Evangelische Akademie Loccum  

 

Veranstaltungshinweis

 

(K)Ein Platz für wilde Tiere? Wolf & Co

18.11-20.11.2016

 

 

 

 

Der Wolf ist wieder da, ebenso viele andere Wildtiere. Während Naturschützer die Ansiedlungen als Erfolg für Biodiversität verbuchen, wächst mit der Ausbreitung der Arten der Widerstand gegen sie. Aufgrund der Beschränkung ihrer Lebensräume siedeln sie sich in unseren Kulturlandschaften an, verursachen Schäden, werden als gefährlich wahrgenommen.

 

Das Wildtier-Mensch-Verhältnis muss neu bestimmt und die Koexistenz reguliert werden.

 

Wölfe und andere Wildtiere breiten sich bei uns aus und werden heimisch.

Die Wiederbesiedlung gelingt dem Wolf und anderen Wildtierarten auch aufgrund des hohen Schutzes, unter den sie gestellt sind. Während Tier- und Naturschützer die Ansiedlungen als Erfolg für den Erhalt der Biodiversität verbuchen, wächst mit der Ausbreitung der Arten auch der Widerstand gegen sie.

 

Raubtiere wie Wolf, Luchs und Bär werden zudem als gefährlich wahrgenommen und lösen Ängste aus. Unterschiedliche Interessen führen zu Konflikten zwischen Befürwortern und Gegnern der Wildtierarten, die in Bezug auf den Wolf besonders extrem sind. Ein Wildtiermanagement wird gefordert und auch etabliert. Ziel der entsprechenden Koordinierung ist es, das Vorkommen von Wildtieren so in unsere Kulturlandschaft zu integrieren, dass auch andere Nutzungs- und Schutzansprüche verwirklicht werden können.

 

Die schneller als prognostizierte Ausbreitung vieler Wildtierarten macht eine gute Regelung des Zusammenlebens von Mensch und Wildtieren drängend.

 

Auf der Tagung soll gefragt und ausgehandelt werden:

 

-Warum kommen die Wildtiere zurück und wie reagieren Medien und    Gesellschaft?

-Welche Lebensraumansprüche hat der Wolf? Was ist das rechte Maß zum  Schutz des Wolfes?

-Was ändert sich für die Menschen, insbesondere für direkt betroffene    Berufsgruppen?

-Was sind gute Regeln, die das Zusammenleben von Wolf und Mensch  ermöglichen?

-Naturschutz und Biodiversität kosten. Wie viel sind wir bereit zu zahlen? Wer  zahlt was?

 

Mit welchen Zielen, in welchem Maße und mit welchen Instrumenten?

 

Kontakt: Monika C.M. Müller


Programm der Tagung


Programm als pdf >


Anmeldung

 

 

 

Hubertusmesse der Jägerschaft Neustadt am Rübenberge e.V.

 

Freitag 04.November 2016

 

Beginn: 18:00 Uhr

 

Ort: Kirche zu Helstorf

 

 

Die Hubertusmesse ist eine instrumental erklingende Messe. Sie wird jährlich zu Ehren Gottes und zur Erinnerung an den Heiligen Hubertus von Lüttich um den 3. November, dem Hubertustag, gehalten. Der Überlieferung nach war Hubertus als junger Edelmann ein leidenschaftlich ausschweifender Jäger, der die Erlegung des Wildes als Selbstzweck sah.

 

Später erkannte Hubertus in allen Wesen Geschöpfe göttlichen Ursprungs und hat sich deshalb hegend und pflegend für sie verwandt.

Diese Grundhaltung der "Achtung vor dem Geschöpf" ging als Waidgerechtigkeit 

in die Verhaltensgrundsätze der Jägerschaft ein.

 

Musikalische Gestaltung:

 

Parforcehorn Bläsercorps Hannover

Bläsercorps der Jägerschaft Neustadt am Rbge. e.V.

Landesjägerschaft Niedersachsen zu Totfund eines Wolfes im LK Cuxhaven

 

Am 25. September 2016 ist im Landkreis Cuxhaven nach Informationen des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) ein toter Wolf aufgefunden worden. Die genaue Todesursache müsse noch geklärt werden.

 

Die Art der Verletzungen lasse die Vermutung zu, dass der Wolf möglicherweise geschossen wurde.

Die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) zeigt sich in einer ersten Reaktion zutiefst erschüttert: "Klar ist, bewahrheiten sich die ersten Informationen, liegt hier ein schwerer Verstoß gegen das Naturschutzgesetz vor. Losgelöst von den noch vielen offenen Fragen, verurteilen wir eine solche Tat auf das Schärfste und erstatten daher Anzeige gegen unbekannt", so Helmut Dammann-Tamke, Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen – seit 1979 anerkannter Naturschutzverband. 

 

Genauso entschieden wandte sich der LJN-Präsident allerdings gegen vorschnelle Schlussfolgerungen und mögliche voreilige Vorverurteilungen, die in solchen Situationen schnell entstünden. Es gelte zunächst die Untersuchungsergebnisse abzuwarten. Der Fall im Landkreis Cuxhaven wirft derzeit noch viele Fragen auf: So lassen erste Informationen vermuten, dass der Fundort des Tieres nicht der Ort ist, an dem es getötet worden ist. Da auch der genetische Fingerabdruck noch aussteht fehlt zudem die Erkenntnis, ob es sich bei dem Tier um eines aus dem ansässigen Cuxhavener Rudel handelt.

 

„Sollte es sich um einen Wolf handeln, der dorthin gebracht worden ist – möglicherweise genau mit der Intention das er dort gefunden wird – stellt sich natürlich die Frage des warum und wieso", so Dammann-Tamke weiter. Erst kürzlich hatte der Vorfall einer mutmaßlich von einem Wolf gerissenen Kuh genau in dieser Region bundesweit für Schlagzeilen gesorgt.

 

"Wir von unserer Seite haben höchstes Interesse daran, dass dieser Vorfall lückenlos aufgeklärt wird", so Dammann-Tamke abschließend in einer ersten Stellungnahme der LJN. Die Landesjägschaft Niedersachsen setzt für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, eine Belohnung in Höhe von 3.000€ aus.

 

Nicht nur im Landkreis Cuxhaven sondern flächendeckend im Land beteiligen sich die Jägerinnen und Jäger seit dem Jahr 2012 sehr intensiv und aktiv federführend am Wolfsmonitoring in Niedersachsen. Die Ausbreitung der Wölfe in Niedersachsen wird wissenschaftlich dokumentiert. Das Umweltministerium hat mit dem Wolfsmonitoring die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. beauftragt, die diese Aufgabe in enger Zusammenarbeit mit dem NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) und den rund 100 Wolfsberatern wahrnimmt.

 

Wer Spuren, Losungen oder Risse findet, die auf einen Wolf hinweisen, oder einen Wolf sieht, sollte seinen Fund dem örtlichen Wolfsberater oder der Landesjägerschaft Niedersachsen (wolf@ljn.de) melden.

ACHTUNG ! Aujeszky im Celler Nordkreis nachgewiesen

 

Im Rahmen des Schweinepest-Monitorings wurde in Blutproben von niedersächsischem Schwarzwild Antikörper der Aujeszkyschen Krankheit (AK) nachgewiesen.

 

 

 

Zwar ist das Risiko relativ gering, dennoch können sich Hunde bei infizierten Sauen anstecken.

Wie der Landkreis Celle am Donnerstag (22. September) mitteilte, wurden die Befunde bereits Anfang August bei zwei augenscheinlich gesunden Stücken aus dem Bereich Hermannsburg erstellt. Einen weiteren Fall habe es im Dezember 2014 gegeben. Alle drei Wildschweine seien vor ihrer Erlegung vollkommen unauffällig gewesen.

Entdeckt wurde der Virus, weil man in den Gebieten Faßberg, Unterlüß, Hermannsburg und Eschede wegen Hinweisen auf die Wild- und Rinderseuche (Pasteurellose) ebenfalls Schwarzwild kontrolliert habe. Im Zuge dieser Beprobung wurde auch auf AK untersucht. Das Veterinäramt geht aufgrund der Vielzahl der Proben von Einzelfällen aus. Für Schwarzkittel verläuft die Erkrankung oft unauffällig. Da Hunde daran jedoch immer eingehen, rät das Amt, dass Jäger ihren Vierbeinern den Kontakt mit Wildschweinen auf das Notwendige beschränken und sie von verletzten Tieren möglichst absondern. Ebenso sollten Hunde vom Streckenplatz, vom Erlegeort und von Aufbruch ferngehalten werden.

 

Wildbret dürfe man auf keinen Fall roh verfüttern.

 

Weitere Hinweise für Jäger, die auch Schweinehalter sind, finden Sie auf der Webseite der Kreisverwaltung Celle. 

 

Quelle: 24.09.2016 jagderleben.de

 

Was ist die Aujeszkysche Krankheit?

Die Aujeszkysche Krankheit (Morbus Aujeszky) trägt auch die Namen Pseudowut, englisch Pseudorabies (nicht zu verwechseln mit Tollwut), Juckpest oder Tollkrätze (starker Juckreiz am ganzen Körper) und infektiöse Bulbärparalyse (Schlundlähmung). Namensgeber ist der ungarische Tierarzt Aladar Aujeszky, der den Erreger als infektiöses filtrierbares Gift (lat. Virus) erkannte.

Es handelt sich um eine weltweit verbreitete anzeigepflichtige Viruserkrankung der Säugetiere. Hauptwirt und Virusreservoir ist das Haus- und Wildschwein.

Erreger der AK ist ein Herpesvirus (SHV-1) der Familie Herpesviridae. Eine wesentliche Eigenschaft dieser Virusfamilie ist die lebenslang bestehen bleibende Infektion. Hierbei können sich klinisch manifeste Phasen mit Virusausscheidung und klinisch unauffällige Phasen ohne Virusausscheidung abwechseln. Diese letztgenannte Phase wird auch als latente Infektion bezeichnet. Der Erreger kann z. B. durch Stress, Immunsuppression und andere Faktoren jederzeit reaktiviert werden, so dass eine erneute Virusausscheidung (mit und ohne klinische Symptome) erfolgt.

Zum Infektionsspektrum gehören fast alle Säugetiere. Für Menschen ist eine Infektion nicht gefährlich. Bei Schweinen, dem eigentlichen Wirt des Virus, ist der Krankheitsverlauf stark vom Alter der betroffenen Tiere und der krankmachenden Kraft des Virus abhängig. Es können bei Saugferkeln tödliche Verläufe beobachtet werden, während erwachsene Tiere keine klinischen Symptome zeigen können.

Auf Grund der hohen Widerstandsfähigkeit des Virus kann Muskelfleisch und Knochenmark bei -18 C bis zu 36 Tage, gepökeltes Fleisch bis zu 20 Tage infektiös sein. Durch die Fleischreifung wird das Virus nicht abgetötet, selbst bei Fäulnis ist mit eine Infektiösität bis zum 12. Tag zu rechnen.

Die Aujeskysche Krankheit verläuft bei Hunden und anderen Haussäugetieren nicht wie beim Schwein über das Blut, sondern über die Nerven. Dort werden Hirnstamm und Hirnnervenkerne infiziert. Die Aujeszkysche Krankheit ist für alle anderen Haussäugetiere außer Schweine eine tödlich verlaufende Viruserkrankung.

Besonderst gefährdet sind vor allen Fleischfresser, die Kontakt mit Schweinen haben oder rohes Schweinefleisch fressen. Bei Hunden verläuft Morbus Aujeszky immer innerhalb von 1 bis 3 Tagen tödlich. Ursächlich hierfür sind das Fressen von virushaltigen, nicht erhitzten Innereien oder rohem Schweinefleisch, z. B. Schlachtabfällen. Gelegentlich erkranken Jagdhunde tödlich, wenn sie Kontakt zu einem infizierten Schwarzwild (z. B. bei der Nachsuche) hatten oder
wenn ihnen rohe Schlachtabfälle verfüttert wurden.

Bekanntmachung der Brauchbarkeitsprüfungen

 

Jägerschaft Neustadt am Rbge e.V.

 

 

Einladung und Programm

 

Brauchbarkeitsprüfungen der Jägerschaft Neustadt am Rübenberge e.V. am

 

1) 03.10.2016 - Bordenau

2) 05.10.2016 - um Winsen/Aller

3) 12.10.2016 - um Winsen/Aller

 

 

Veranstalter:

 

Jägerschaft Neustadt am Rübenberge e.V.

 

Meldeschluss:

 

zu Termin 1) am 26.09.2016

zu Termin 2) am 28.09.2016

zu Termin 3) am 30.09.2016

 

Treffpunkt zu den Terminen

 

zu 1)

Hotel zu Damhirsch, Am Damkrug 1 , 31535 Neustadt am Rbge.

 

zu 2)

Gasthaus Unter den Linden, Schwarmstedter 9tr.44,29323 Wietze-Jeversen

 

zu 3)

Gasthaus Unter den Linden, Schwarmstedter Str,44, 29323 Wietze-Jeversen

 

Teilnehmer treffen sich zu 1 bis 3. jeweils um 07.30 Uhr

 

Nenngeld:

 

110,-Euro zzgl. lebende Ente / Formular BrP1A

90,-Euro Zusatzfächer zur HZPlSolms BrP1D

 

Ist bar vor Beginn der Prüfung am Prüfungstag zu zahlen (Nenngeld ist Reuegeld)

 

 

 

Vorzulegende Unterlagen:

Jagdschein bzw. Name der zur Jagd befugten Begleitperson,

Ausbildungs-und Prüfbuch, Bestätigung zur Wasserarbeit,

gültige Tollwutschutzimpfung,Abstammungsnachweis des Hundes

 

 

Bereitstellung:

Schleppwild durch Führer, Flinte , Patronen und Stahlschrot für Wasserarbeit sind mitzubringen ,lebende Enten werden gestellt,

 

Schweißfährte:

Die Übernacht-Fährten werden mit Rotwildschweiß gespritzt

 

 

Prüfungsleiter:

 

Karl Heinz Rabe

Bahnhofsstraße 35

29323 Wietze Jeversen

Telefon: 05146/4170 oder 0177/1427500

 

Prüfungsordnung:

 

Gerichtet wird nach der zurzeit gültigen „Brauchbarkeitsrichtlinie“ vom 15.7.2002

 

Ablauf:

 

07:30 Uhr - Treffen aller Teilnehmer im Gasthaus Unter den Linden

07:45 Uhr – Richterbesprechung

07:55 Uhr – Begrüßung, Aufrufen der Hunde, Abfahrt in die Reviere

17:00 Uhr – Treffen im Gasthaus Unter den Linden in Jeversen.

 

(Ausgabe der Prüfungsbescheinigungen(je nach Prüfungsverlauf kann sich dieser Zeitpunkt ändern)

 

Versicherungsnachweis:

 

Führer müssen im Besitz eines gültigen Jagdscheins (Jagdhaftpflichtversicherung) sein.

Ein Versicherungsschutz seitens des Veranstalters besteht nicht.

 

Impfung:

 

Für alle Hunde ist ein ausreichender Schutz gegen Tollwut nachzuweisen.

 

Dokumente:

 

Vor Beginn der Prüfung sind:

 

- Ahnentafel und Zensurentafel über die bestandene HZP oder SOLMS          Prüfung der Ergänzungsfächer)

- Prüfbuch für die Entenarbeit (vollständige Prüfung)

- gültiger Jagdschein

- gültiger Impfpass des Hundes

 

bei der Prüfungsleitung vorzulegen.

 

Ohne diese Unterlagen ist eine Teilnahme an der Prüfung nicht möglich.

 

Die Hundeführer bringen bitte ihre Flinte, ausreichend Munition, (Stahlschrot für die Prüfung der Wasserfächer) und Schleppwild (Federwild, Haarwild) mit.

Den Anordnungen der Prüfungsleitung und den Richtern ist zu folgen.

 

Bestellte Felder dürfen nur von Richtern und Führern betreten werden.

 

Den Revierinhabern gilt für die Bereitstellung der Reviere besonderer Dank.

 

Allen Teilnehmern wünschen wir Erfolg und Suchenglück.

 

Gäste sind Herzlich Willkommen

 

Waidmannsheil

 

Karl-Heinz Rabe

 

 

Die einzelnen Prüfungstermine mit den jeweiligen Einladungen stehen hier nachfolgend zum Download bereit.

 

BrP Bekanntmachung Jägerschaft Neustadt am Rübenberge e.V.
BrP-Bekanntmachung_Jägerschaft Neustadt_[...]
PDF-Dokument [5.8 MB]
Das Team der Jägerschaft Neustadt v.l.n.r Helge Stummeyer, Sigrid Asche, Karsten Ahlborn

 

 

 

 

Jägerschaft Neustadt beim Entdeckertag der Region im Tiergarten 

 

Am Sonntag, den 4.September war der Großraumentdeckertag der Region Hannover. Die Jägerschaft Neustadt mit den weiteren Kreisjägerschaften der Region Hannover informierte unter dem Motto „Wildtiere erleben – Waldschule Tiergarten“ im Hannoverschen Tiergarten.

 

Die vielen Besucher aus der Stadt und der Region Hannover konnten im Tiergarten Damwild und Wildschweine in freier Wildbahn oder im Gatter bestaunen. Eine rollende Waldschule, das Infomobil der Jägerschaft mit vielen Präparaten, Hirschgeweihlauf im Hindernisparcour oder der Bau von Schmetterlingshotels waren nur einige der Attraktionen.

Die Jägerschaft Neustadt an ihrer Station hatte das Thema Wildschweine,

Rot- und Damwild, sowie die Entwicklung des Wolfes in Niedersachsen.

 

Sigrid Asche, Helge Stummeyer und Karsten Ahlborn hatten viele Fragen zu beantworten im Laufe des Tages über ihren Themenbereich.

 

Höhepunkt für viele Besucher an der Station der Jägerschaft Neustadt war ein Wolfspräparat von einem weiblichen Wolf. Helge Stummeyer, Wolfsberater und Naturschutzobmann der Region Hannover informierte über die Rückkehr der Wölfe in Niedersachsen.

Auch ein Wolfsfell und einen präparierten Wolfschädel, nebst weiteren Informationen konnte die Besucher selbst in Händen halten.

Viele Gespräche zum Thema Wolf wurden geführt. Immer wieder Fragen beantwortet zur Rückkehr des Raubtieres und den aktuellen Problemen der Nutztierhalter im ländlichen Bereich.

 

Die Wildschweine im Gatter neben der Station waren ein immer wieder gut besuchter Punkt, wo in Gesprächen über Lebensweise, Sozialverhalten und Nutzung als Jagdwild durch die Neustädter Jäger am lebenden Objekt informiert werden konnte. Mit aufgebauten Spektiven und bereitgestellten Ferngläsern konnte die kleinen und großen Besuchern die Wildschweine beobachten.

 

Eine gelungene Veranstaltung im Tiergarten Hannover zum Großraumentdeckertag, mit viel Informationsgehalt an die Besucher über die heimischen Wildtiere und über das Jagdhandwerk im Allgemeinen.

 

Besonderer Dank git Otto Thiele von der Jägerschaft Burgdorf für die Organisation des präparierten Wolfes für unsere Station. Auf mehrfache Anfrage wollte die LJN ihren präparierten Wolf nicht für diese Veranstaltung zu Verfügung stellen.

So wurde auf dem "kleinen" Dienstweg dieses fantastische Exponat besorgt, das alle Besucher in seinen Bann zog.

Herzlichen Dank auch an das Heimatmuseeum Rodewald, das hier für einen Tag den Wolf bereitstellte. 

Fragen zur Kommunalwahl in Niedersachsen am 11.September 2016 an Politiker (CDU,SPD,Grüne) aus Neustadt a. Rbge.

 

 

Thema: Bestehende Jagdsteuer Region Hannover von 20% und anstehende Besteuerung der Jagdverpachtung mit 19% Umsatzsteuer.

 

 

 

Zum 1. Januar 2017 ist die Umsatzbesteuerung juristischer Personen des öffentlichen Rechts im Zuge einer Anpassung an europäisches Recht neu geregelt worden (§ 2b Umsatzsteuergesetz (UStG).  

 

Demnach besteht neben der bereits bestehenden Jagdsteuer in Höhe von 20%, ab dem 01.01.2017 auch bei der Jagdverpachtung durch eine Jagdgenossenschaft Umsatzsteuerpflicht in Höhe von 19%.

 

Diese 19% Umsatzsteuer werden auch in der Region Hannover jetzt noch zusätzlich, zu den bereits bestehenden 20% Jagdsteuer erhoben. Gegenstand der bereits bestehenden Steuerlast von 20% ist die Ausübung des Jagdrechtes auf Grundstücken im Gebiet der Region Hannover.

 

Da die wenigsten Jäger von einer Erhöhung des Pachtzinses um 19 % begeistert sein dürften, erscheint es uns als Jägerschaft Neustadt am Rübenberge mit 600 Mitgliedern angebracht, die angehenden Regionspolitiker drei großen Parteien zu ihrer Sicht der beschriebenen Inhalte vor der anstehenden Kommunalwahl zu befragen. 

 

Gerne werden wir ihre Antworten und Stellungnahmen unseren Mitgliedern als Entscheidungshilfe vor dem kommenden Wahltag zur Verfügung stellen.

 

Die Aufgaben der Jägerinnen und Jäger in der Region Hannover, zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen der heimischen Wildtiere werden nicht honoriert, sondern noch mit einer weiteren Steuer durch die Politik belegt. Jägerinnen und Jäger unterliegen Pflichten, resultierend aus Bundes- und Landesgesetzen zur Jagdausübung. Somit ist ihre Arbeit klar gesetzlich geregelt und unterliegt einem staatlichen Auftrag. Ist diese Steuer der Dank für die Erledigung und Durchführung staatlicher Aufgaben für den Schutz, die Hege und damit den Artenschutz in der Region Hannover?

 

Jägerinnen und Jäger sind aktive Naturschützer und als Naturschutzverband anerkannt. Das hohe Engagement der Jägerinnen und Jäger im Natur- und Tierschutz, die persönlichen Aufwendungen für Hegemaßnahmen und Revierpflege, all diese Dinge werden nicht gesehen durch die Politik – oder wollen nicht gesehen werden?

 

Dreizehn Landkreise und kreisfreie Städte in Niedersachsen erheben bereits heute keine Jagdsteuer mehr. Ist die Region Hannover nicht in der Lage diesen Beispielen zu folgen, oder sind es Parteipolitische Grundsatzeinstellungen zum Thema Jagd, die eine sachorientierte Handlungsweise der Parteien zu diesem Thema verhindern?

 

Bundesländer wie Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern; Sachsen-Anhalt und Thüringen haben die Jagdsteuer bereits abgeschafft.

 

Fragen an Frau Lamla (Grüne), Herrn Porscha (CDU) und Herrn Sommer (SPD)

1.)

Werden Sie sich persönlich als vielleicht kommende/er Regionspolitikerin/er für die Abschaffung der Jagdsteuer in Höhe von 20% in der nächsten Legislaturperiode einsetzen?

2.)

Wie steht ihre Partei zur Jagdsteuer von 20% und zur neuen Regelung, zusätzlich auch noch die Jägerinnen und Jäger mit einer weiteren 19 prozentigen Abgabe im Umsatzsteuerbereich zu belasten?

3.)

Finden Sie es gerecht, das Mitglieder eines anerkannten Naturschutzverbandes wie der Jägerschaft Niedersachsen, gegenüber den anderen Naturschutzverbänden (NABU; BUND etc.) finanziell im Bereich der Steuerlast stark benachteiligt werden in der Region Hannover?

 

Antwortschreiben Herr Stefan Porscha / CDU
Antwort an Jägerschaft Neustadt_S.Porsch[...]
PDF-Dokument [264.1 KB]
Antwortschreiben Frau Ute Lamla / Bündnis90/Grüne
Antwort an Jägerschat Neustadt U.Lamla_G[...]
PDF-Dokument [15.1 KB]
Antwortschreiben Herr Klaus-Peter Sommer / SPD
Antwort an Jägerschaft Neustadt_K-P.Somm[...]
PDF-Dokument [127.7 KB]

Afrikanische Schweinepest (ASP) kommt näher

 

Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis uns das ASP-Virus in Deutschland erreicht. Das signalisiert auch aktuelles Kartenmaterial des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI), dem nationalen Referenzlabor für Tierseuchen.

 

Demnach sind allein in der ersten Augusthälfte 9 Neuinfektionen bei Hausschweinen in Polen registriert worden, wovon 1 Fall bereits 50 Kilometer weiter westlich als alle bisherigen aufgetreten ist. Da kein Impfstoff zur Verfügung steht, können ausschließlich hygienische Maßnahmen sowie die Reduktion der Wildschweinbestände bei der Vorbeugung und Bekämpfung der Tierseuche eingesetzt werden.


Mit Blick auf den milden Winter 2015/16 und der bevorstehenden üppigen Eichen- und Buchenmast und den erwarteten hohen Zuwachsraten fordert der Deutsche Jagdverband daher Erleichterungen für die Wildschweinjagd.

 

Wie können die Kommunen zur Seuchenbekämpfung beitragen? In dem sie zum Beispiel auf die Gebühren für Trichinenproben von Frischlingen verzichten. Zudem fordert der DJV die Aussetzung einer generellen Jagdruhe in Schutzgebieten. Auch bei der Durchführung von Bewegungsjagden könnten sich die Kommunen beteiligen, beispielsweise beim Anbringen von Warnschildern.

Jagdhorn-Konzert des Jagdhornbläserkorps „ Das große Freie“

 

„Auf, auf zum fröhlichen Jagen“

 

Samstag, 10.09.2016 um 19:00 Uhr in der St.Osdag Kirche in Mandelsloh

 

Warum das Jagdhornbläserkorps “Das Große Freie” seinen Namen trägt

Dazu ist es notwendig, einen kleinen Ausflug in die Geschichte zu machen. Östlich von Hannover gab es bis in das Mittelalter große zusammenhängende Waldflächen. Eine alte Überlieferung sagt, dass ein Eichhörnchen von Hannover nach Braunschweig durch die Wipfel springen konnte, ohne irgendwo den Boden zu berühren. Diesen Wald nannte man den Nordwald und die Menschen, die in den Dörfern auf Rodungsflächen und südlich dieses Waldes siedelten, nannte man bereits im Mittelalter „Die Freien vor dem Nordwald“. So geht es aus einer Urkunde des Bischofs von Hildesheim aus dem Jahre 1236 hervor. Die Bewohner dieser Dörfer vor dem Nordwald hatten bereits damals besondere Rechte. Sie waren von Abgaben gegenüber dem König befreit, konnten über ihren Grundbesitz frei verfügen, durften Bier und Branntwein brauen, die Hoch- und Niederwildjagd ausüben, Schützenfeste veranstalten und hatten auch eine eigene Gerichtsbarkeit. Die Gegenleistung für diese Freiheiten war die Leistung des Wehrdienstes, zu dem jedes Dorf eine festgelegte Anzahl von Soldaten zu stellen hatte. Um 1200 gingen die Orte als Teil der "Großen Grafschaft" auf die Grafen zu Lauenrode über, die unter der Lehnsherrschaft der Hildesheimer Bischöfe standen, bis die braunschweigisch/lüneburgischen Welfen 1248 das Gebiet erwarben. Zwischen ihnen und den Bischöfen entbrannten in den folgenden Jahrhunderten wiederholt Kriege um das Gebiet der Freien. Aus den Dörfern wurde die Amtsvogtei Ilten gebildet, die zunächst Verwaltungsbezirk der Herzöge von Lüneburg und später des Königreiches Hannover war. Vor 120 Jahren gingen dann die Verwaltungsgeschäfte auf das Amt Burgdorf, den späteren Landkreis Burgdorf, über. Das Amtshaus in Ilten wurde nicht mehr benötigt und von den „Freien“ an den Gründer des Klinikums Wahrendorff verkauft.

 Die 14 Dörfer des Großen Freien gehören heute zu den Städten Lehrte und Sehnde. Jeweils eine Ortschaft liegt in Hannover und in Hohenhameln. Mit der Verwaltungs- und Gebietsreform im Jahr 1974 verlor dann auch der Landkreis Burgdorf seine Eigenständigkeit und wurde Teil des Landkreises Hannover, dessen Aufgaben, u.a. die der Jagdbehörde, seit 2001 die Region Hannover weiterführt.

Der Name des Großen Freien wird in einer Schützenbruderschaft dieser Orte und in dem Hegering „Das Große Freie“ der Jägerschaft Burgdorf als Erinnerung an die Geschichte dieses Gebietes fortgeführt.

(Zusammenfassung: J. Kollecker)

 

Weitere Informationen unter http://jagdhorn-dgf.de/

 

Schwarzwild – wie sich die Rotten zusammensetzen

 

Schwarzwild vermehrt sich teils rasant, wie die steigenden Streckenzahlen zeigen. Warum die Anzahl der Rottenmitglieder trotzdem nicht ins Unermessliche wächst, erklärt Biologin Dr. Nina Krüger anhand aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse.

 

Um eine Wildart wie unser Schwarzwild erfolgreich und waidgerecht bejagen zu können, ist es notwendig, nicht nur das Wild zu kennen, sondern es auch zu verstehen. Schwarzwild lebt in sozialen Gruppen, die sich vorrangig aus verschiedenen Generationen weiblicher Individuen zusammensetzen. Für viele Säugetiere ist die Bindung zwischen Muttertieren und ihrem weiblichen Nachwuchs auch nach der Säugephase ein wichtiger Teil des sozialen Verhaltens und nimmt Einfluss auf die genetische Verteilung innerhalb einer Population.

 

BACHEN UND FRISCHLINGE

Normalerweise ergeben sich beim herdenbildenden Schalenwild die sozialen Gruppen aus relativ ortstreuen weiblichen Tieren. Bekannt ist dies nicht nur vom Schwarzwild, sondern auch vom Rot-, Dam- und Muffelwild. Faktoren, die den Zusammenhalt beeinflussen, sind ökologischer und demografischer Natur und beziehen sich vor allem auf den Jagd- oder Beutegreiferdruck, das Vorhandensein von Deckung, das Nahrungsangebot sowie die Populationsdichte. Wenn die Kosten für den Zusammenhalt einer Rotte oder eines Rudels den tatsächlichen Nutzen übersteigen würden, hätte dieser keinen Bestand. Besonders bei Arten, die sich bereits im Jährlingsalter fortpflanzen können wie das Schwarzwild, bei dem immer häufiger beobachtet wird, dass sogar Frischlingsbachen beschlagen werden, ist das Vorhandensein ausreichender Ressourcen eine treibende Kraft für den Zusammenhalt von Rotten und für das Abwandern einzelner Tiere.

Sauen sind anders

Das Schwarzwild nimmt unter den heimischen Schalenwildarten eine Sonderstellung ein, weil es pro Jahr deutlich mehr ls ein oder zwei Nachkommen haben kann, von denen wiederum mehrere oder sogar alle weiblich sein können. Bei der bekannten Vermehrungsrate von Sauen würden Rotten unter günstigen Bedingungen schnell zu mehreren hundert Individuen heranwachsen, wenn es nicht Faktoren gäbe, die immer wieder Stücke abwandern ließen. Um dies zu untersuchen, haben Biologen sich mit der Frage beschäftigt, aus welchen Verwandtschaftsverhältnissen Rotten zusammengesetzt sind und was sie verbindet oder auseinanderbrechen lässt. In einer Studie der Universität von Paris stellten Wissenschaftler fest, dass in einem zwölfjährigen Zeitraum 79 Prozent der Überläuferbachen in ihrer Geburtsrotte verblieben, während 21 Prozent abwanderten. Dabei verhielten sich alle weiblichen Überläufer einer Rotte immer gleich, entweder verblieben sie alle bei ihrer Rotte oder sie wanderten gemeinsam ab – warum, folgt später.

300 % kann die Zuwachsrate einer Schwarzwildpopulation innerhalb eines Jahres betragen.

 

ZEITLICHE SCHWANKUNGEN

Der Zusammenhalt einer Rotte wird nicht nur von den vorhandenen Ressourcen bestimmt, sondern unterliegt auch jahreszeitlichen Schwankungen. Vor allem, weil Bachen sich kurz vor dem Frischtermin von der Rotte absondern und während der ersten Phase nach dem Frischen nur losen Kontakt zu weiblichen Verwandten halten. Dies destabilisiert die feste Rottenstruktur, die im Winter bestand. Während in der französischen Studie Bachen im Februar noch eine recht enge Bindung zu ihren weiblichen Frischlingen des Vorjahres hatten und meist in derselben sozialen Gruppierung anzutreffen waren, änderte sich die Rottenzusammensetzung im März, wenn sich die älteren Bachen dem Frischtermin näherten.

 

FRISCHLINGE IN ÜBERLÄUFER-ROTTEN

Ab April waren die Frischlinge des vorherigen Jahres vermehrt in Überläufertrupps unterwegs und zeigten eine weniger enge Bindung zu erwachsenen Tieren. Bis zur Entwöhnung der Frischlinge blieb dieses Verhalten weitgehend konstant. Häufig trennten sich nun zuvor laktierende Bachen für eine gewisse Zeit sogar von ihrem jüngsten Nachwuchs, vermutlich um den vorherigen Fraßmangel auszugleichen, denn eine Massezunahme vor der Rauschzeit ist von Bedeutung, damit die Rausche einsetzen kann. Erst wenn ein geeignetes Körpergewicht erreicht war, wurden die sozialen Bindungen innerhalb der Rotte wieder fester und waren mit Beginn der Jagdsaison im Novemberwieder so eng wie zu Beginn des Jahres.

32% der Bachen, so ein Ergebnis der französischen Studie, werden als Frischlinge beschlagen.

 

JUNGE MÜTTER SIND MOBILER

Die sozialen Charakteristika eines Rottenmitglieds hingen vom Geburtstermin ab. Mütter von abwandernden Frischlingen frischten durchschnittlich einen Monat vor solchen, deren Nachwuchs in der Rotte verblieb. Insgesamt wanderten Überläuferbachen seltener aus Rotten mit wenigen weiblichen Nachkommen ab. Im Studienzeitraum wurden 32 Prozent der Bachen schon in ihrem ersten Lebensjahr beschlagen. Innerhalb einzelner Rotten variierte der Anteil an Überläuferbachen zwischen 33 und 100 Prozent. Interessant ist es zu beobachten, dass junge Bachen, die in ihrer Geburtsrotte verblieben, deutlich seltener schon als Frischling oder Überläufer beschlagen wurden als solche, die sich früh von ihrer Rotte trennten. Weibliche Überläufer, die sich von ihren Mutterrotten trennten, bildeten zusammen mit ihren Schwestern und Cousinen einen neuen Rottenverband, in dem mindestens eines der Stücke frischte. Dabei spielte die Anzahl der neuen Rottenmitglieder keine größere Rolle.

 

FAMILIÄRE ROTTEN-STRUKTUREN

Innerhalb der fanzösischen Studie wurde nie beobachtet, dass sich nicht miteinander verwandte Tiere zusammentaten. Es wurde jedoch beobachtet, dass abwandernde und reproduzierende Überläuferbachen zu einem überwiegenden Anteil im vorangegangenen Jahr von bereits erwachsenen Bachen gefrischt wurden. Allgemein war die Wahrscheinlichkeit also höher, dass Bachen, die von bereits erwachsenen Bachen gefrischt wurden, sich selbst früh fortpflanzten. Da diese in der Regel früher im Jahr auf die Welt kamen, stand ihnen ein längerer Zeitraum zur Verfügung, um das relevante Gewicht zum Erreichen der Geschlechtsreife noch im ersten Lebensjahr zu erlangen. Frischlinge, die sich im folgenden Jahr nicht fortpflanzten und bei ihren Müttern verblieben, waren meist erst deutlich in der zweiten Maihälfte gefrischt worden.

 

VORTEIL WENIGER TÖCHTER

Vermutlich sind die Vorteile für die einzelnen Individuen in Gruppen mit weniger Töchtern größer als in solchen mit vielen Töchtern. Zwar profitieren sämtliche Rottenmitglieder von einem längerfristigen Zusammenschluss, überschreitet aber der Energieaufwand des Zusammenhalts den Nutzen, so brechen die Verbindungen auseinander.  Einer der Vorteile des Zusammenschlusses ist die Mithilfe des vorjährigen Nachwuchses bei der Aufzucht der neuen Generation, zum Beispiel durch eine vermehrte Wärmespendung der empfindlichen Frischlinge, bei ihrer Beaufsichtigung und bei der Verteidigung von Ressourcen. Diese Vorteile sind für erstgebärende Bachen entscheidender als für solche, die schon mehrfach gefrischt haben.

21% der Überläuferbachen verlassen ihre Geburtsrotte zusammen mit Schwestern und Cousinen.

 

JUNGE SAUEN BINDEN SICH STÄRKER AN DIE ROTTE

Hinzu kommt, dass Bachen von jüngeren Müttern oft später im Jahr gefrischt werden und ein eventuelles Fraßdefizit durch eine stärkere Mutter-Tochter-Bindung kompensiert werden kann. Daher verbleiben die weiblichen Nachkommen jüngerer Mütter häufiger im Rottenverband als die älterer Bachen. Dies ist übrigens auch vom Rotwild bekannt.

Auf der anderen Seite scheinen jüngere Mütter durch diese stärkere Bindung ein Fehlen an Erfahrung und sozialem Rang zu kompensieren. Außerdem zeigen Studien, dass Mütter, die nicht laktieren, etwa weil sie ihren Nachwuchs verloren haben, sich ebenfalls stärker mit Töchtern des Vorjahres zusammenschließen. Bei Schwarzwild zeigen Studien jedoch auch, dass so gut wie alle weiblichen Stücke an der Reproduktion teilnehmen, wenn sie ein bestimmtes Gewicht erreicht haben.

 

 

EINE GENERATION –  EIN VERHALTEN IN DEN ROTTEN

Besonders interessant ist die Tatsache, dass sich die weiblichen Nachkommen einer Generation immer gleich verhielten, sie blieben entweder alle bei der Rotte oder aber verließen diese gemeinsam. Zu erklären ist auch dies mit den Kosten und dem Nutzen. Denn verlässt eine Überläuferbache gemeinsam mit ihren Schwestern und Cousinen die Rotte, reduziert sich für sie das Risiko erheblich, erbeutet zu werden. Die Entscheidung, den Rottenverband zu verlassen, hängt mit der Altersstruktur der Rotte zusammen. Wobei eher das Verhältnis von jungen zu alten Bachen der ausschlaggebende Faktor zu sein scheint als die absolute Anzahl an jungen und alten Bachen. Je höher der Anteil an weiblichen Überläufern war, desto höher war auch die Wahrscheinlichkeit ihrer Absonderung und Bildung einer eigenen Rotte.

 

ZWECKGEMEINSCHAFTEN IN ROTTEN

Obwohl in dem französischen Untersuchungsgebiet während der Herbst- und Wintermonate gejagt wurde, schienen die Rottenstrukturen weitgehend stabil zu bleiben und sich nur aus verwandten Individuen unterschiedlicher Generationen zusammenzusetzen. Italienische Forscher beobachteten hingegen, dass sich Frischlings- sowie Überläuferbachen auch ohne Verwandtschaftsverhältnis in der Nähe älterer, erfahrener Bachen aufhielten, wobei eine längere Verbindung weit über das erste Lebensjahr hinaus selten festgestellt werden konnte. Solche Zusammenschlüsse wurden als ein Resultat der dortigen starken Verfolgung durch kooperativ jagende Beutegreifer wie Wölfe oder menschliche Jäger interpretiert. Auch ohne Verwandtschaftsverhältnis stellen sie nämlich einen Vorteil für alle Beteiligten dar. Besonders wenn Leitbachen freigegeben wurden, wie in dem italienischen Studiengebiet, wurde beobachtet, dass ihr Verlust zu einer starken Veränderung der Rottenstruktur und der Verwandtschaftsverhältnisse in einzelnen Rotten führte.

 

SOZIALER ZUSAMMENHALT IN DEN ROTTEN

Die Stärke der sozialen Bindung der einzelnen Rottenmitglieder zueinander unterliegt jahreszeitlichen Schwankungen. Besonders stark ist der Zusammenhalt über die Wintermonate, in denen gejagt wird. Während der Zeit des Frischens im März und April, aber auch im Oktober, ist die Bindung zu den vorjährigen Nachkommen und Verwandten am schwächsten ausgeprägt.

EU-Liste invasive Arten: Jäger fordern Unterstützung

 

Die Europäische Union (EU) hat den Waschbär in die Liste der invasiven, gebietsfremden Arten aufgenommen, deren primäres Ziel die Eindämmung der Arten ist.

 

Die Europäische Union (EU) hat den Waschbär in die Liste der invasiven, gebietsfremden Arten aufgenommen, deren primäres Ziel die Eindämmung der Arten ist.


Der Deutsche Jagdverband (DJV) befürwortet diese Entscheidung. "Da der Waschbär dem Jagdrecht unterliegt sind Jäger kompetente Ansprechpartner, wenn es um die Reduzierung von Wildtierbeständen in der Fläche geht", sagt Dr. Jürgen Ellenberger, DJV-Präsidiumsmitglied und zuständig für Neozoen. "Aber öffentliche Aufträge bedürfen öffentlicher Mittel." Der DJV fordert eine finanzielle Unterstützung der Jäger. Dies könnte etwa das Bezuschussen von Fallen, elektronischen Fallenmeldern und Fahrtgeld sein, denn Fangjagd ist zwar eine äußerst effektive Jagdart, aber sehr kosten- und zeitaufwändig.


Die Bemühungen der EU werden jedoch im Moment von einigen Bundesländern mit neuen Jagdgesetzgebungen konterkariert: In Hessen etwa ist die Jagdzeit des Waschbären auf den Zeitraum vom 1. August bis zum 28. Februar reduziert worden. "Dies ist völlig unpraktikabel, da die Tiere in der Hälfte der Zeit sehr inaktiv und damit kaum zu bejagen sind", ist Ellenberger überzeugt. Die Bejagung von Jungwaschbären fällt so ebenfalls weg. Um eine Art einzudämmen, ist gerade das Entnehmen des Nachwuchses nötig. In anderen Bundesländern ist die Fangjagd prinzipiell verboten, wie etwa in Berlin. Jäger sprechen sich jedoch gegen einen Vernichtungsfeldzug aus: Der Elterntierschutz gilt auch für invasive Arten – Waschbärmütter, die Junge versorgen müssen, dürfen auch künftig nicht bejagt werden.

 

Ausrottung des Waschbären unmöglich


"Eines muss klar sein: Es ist nicht möglich, den Waschbären aus Deutschland wieder zu entfernen. Er hat sich etabliert und wird Deutschland auch weiter erobern", sagt Dr. Jürgen Ellenberger. Wir können jedoch beeinflussen, wie schnell er sich ausbreitet und wie stark sein räuberischer Einfluss auf die heimische Tierwelt ist. Die bisher vorliegenden Daten sind alarmierend: Seit 2005 beobachten Forscher in Brandenburg einen vehementen Bestandsrückgang der Europäischen Sumpfschildkröte. Wo der Waschbär vorkommt, weist nahezu jedes zweite Reptil schwere Verletzungen auf, wie abgebissene Gliedmaßen und Schwänze. In Thüringen macht der Waschbär dem Uhu die Brutplätze streitig. Er besetzt zwischenzeitlich jeden zweiten potenziellen Brutplatz. Außerdem liefern die Jäger über ihr WILD-Monitoring (Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands) seit 2006 wertvolle Daten zur Ausbreitung des Waschbären 2006 wertvolle Daten zur Ausbreitung des Waschbären. Demnach hat der Waschbär sein Verbreitungsgebiet deutschlandweit in sieben Jahren nahezu verdoppelt und kommt jetzt fast in jedem zweiten Jagdrevier vor (46 Prozent).


„Wenn wir die heimische Artenvielfalt erhalten wollen, gibt es nur zwei Stellschrauben: Lebensräume erhalten und verbessern sowie Fressfeinde reduzieren“, sagt Dr. Jürgen Ellenberger. Angesichts der rasanten Ausbreitung räuberisch lebender, gebietsfremder Arten und dem fortschreitenden Lebensraumverlust etwa für Arten der Offenlandschaft und Feldflur fordert der DJV eine flächendeckende Bejagung. Dies schließt auch urbane Räume mit ein.

 

Käseglockennaturschutz veraltet


Völlig gegenläufig sind die derzeitigen politisch motivierten Bemühungen, in Kernarealen von Schutzgebieten die Jagd auf Waschbären auszusetzen. "Es ist absurd, dass wir auf der einen Seite über Beseitigungsfeldzüge gegen invasive Arten diskutieren und auf der anderen Seite großflächig eine Bejagung von Prädatoren in keiner Weise stattfindet", so Ellenberger. Besonders Flächeneigner wie die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) sollten sich dringend überlegen, ob sie ihrem Verständnis von aktivem Artenschutz überhaupt noch gerecht werden können. Gleiches gilt für Flächeneigner wie NABU und BUND. "Das gesamte Schutzgebietssystem und das derzeitige Konzept des Artenschutzes in Deutschland gehören auf den Prüfstand", fordert Ellenberger.

 

Schluss mit dem Etikettenschwindel beim NABU


Der DJV fordert Naturschutzverbände vor dem Hintergrund der EU-Entscheidung auf, sich zur Fangjagd zu bekennen und auch auf Bundesebene intensiver mit Jägern zu kooperieren: Auf Bundesebene positioniert sich der NABU "gegen den Fallenfang im Rahmen der Jagdausübung", findet dieses Mittel aber legitim im Rahmen des "Wildtiermanagements" und setzt es bundesweit in Projekten ein. "Dem Fuchs ist es egal, ob auf der Falle ‚Jagd‘ oder ‚Wildtiermanagement‘ steht. Das ist moderner Etikettenschwindel", fasst Dr. Ellenberger zusammen.


Im Amtsblatt der Europäischen Union wurde am 14. Juli eine Liste mit 37 invasiven, gebietsfremden Tier- und Pflanzenarten veröffentlicht; rechtskräftig wird diese am 3. August 2016. Diese Liste ist in Verbindung mit einer seit Januar in Kraft getretenen Verordnung der EU zu sehen, die Mitgliedsstaaten zu verstärkten Bemühungen gegen die Ausbreitung invasiver, gebietsfremder Arten verpflichtet.

 

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©RS - Der Präsident des LJV Brandenburg Dr. Dirk-Henner Wellersdorf findet gegenüber den Grünen im Landtag klare Worte zum Thema Halbautomaten.

Jägerpräsident schießt gegen grüne Verbotsforderung

 

Bundesinnenminister De Maizière sorgt mit einer Aussage für Stirnrunzeln bei Waffenbesitzern und die Grünen fordern ein generelles Verbot von halbautomatischen Waffen. Der Chef der Brandenburger Jäger nimmt Stellung.

 

 

 

 

 

Der Präsident des LJV Brandenburg Dr. Dirk-Henner Wellersdorf findet gegenüber den Grünen im Landtag klare Worte zum Thema Halbautomaten.

In einem Bericht der 'Süddeutschen Zeitung' werden geplante Maßnahmen des Bundesinnenministeriums zur Terrorabwehr vorgestellt. Minister Dr. Thomas De Maizière will das Aufenthaltsrecht verschärfen, Flüchtlinge genauer überprüfen und Extremisten die deutsche Staatsbürgerschaft entziehen. Gleichzeitig soll aber auch das Waffenrecht geändert werden. Auf EU-Ebene müsse der Umbau von Schreckschuss- und deaktivierten Waffen in scharfe Waffen besser verhindert werden. Und: Die Aufbewahrung legaler Waffen will De Maizière verschärfen. Was das im Einzelnen heißt, wurde bisher nicht bekannt.

Währenddessen wird die brandenburgische Landtagsfraktion der Grünen 'präziser'. Sie fordert ein absolutes Verbot von halbautomatischen Waffen für Jäger und Sportschützen. Weiter will der Vorsitzende der Partei, Axel Vogel, den Einzug sämtlicher Selbstlader, die sich in Privatbesitz befinden. Vogel fordert die Landesregierung auf, dafür eine Bundesratsinitiative auf den Weg zu bringen. Dazu meldete sich jetzt der Präsident des Landesjagdverbandes zu Wort. Hier der Offene Brief im Wortlaut:

 

 

Sehr geehrter Herr Vogel,
 
in Ihrer Pressemeldung vom 25. Juli fordern Sie im Namen Ihrer Fraktion das generelle Verbot halbautomatischer Waffen. Als Begründung verweisen Sie auf die tragischen
Ereignisse in Paris, Orlando und München. Auch mich als Präsident des Landesjagdverbandes Brandenburg, der rund 9.600 Jägerinnen und Jäger und somit legale Waffenbesitzer vertritt, treibt die Sorge um die Sicherheit und den Schutz vor Straftaten mit terroristischem Hintergrund um. Die von Ihnen geforderten Maßnahmen gehen jedoch klar am Ziel vorbei. Ein generelles Verbot halbautomatischer Waffen oder die zentrale Lagerung von Waffen sorgt nicht für zusätzliche Sicherheit. Das eigentliche Ziel, die Terrorismusbekämpfung, wird damit nicht erreicht. Lassen Sie mich dies im Einzelnen näher ausführen.

Wirksame Maßnahmen statt politischer Aktionismus!

Die Waffengesetze in den USA entziehen sich unserer Einflussnahme. Fälle wie der Amoklauf von Orlando lassen daher keinerlei Rückschlüsse auf etwaige Gesetzeslücken in Deutschland oder Europa zu. Schauen wir uns daher die schrecklichen Anschläge von Paris und München genauer an. Wie Sie richtigerweise sagen, wurden in beiden Fällen halbautomatische Waffen verwendet. Allerdings wurden die grausamen Taten nicht mit legalen Waffen begangen. In beiden Fällen wurden mangelhaft zurückgebaute Waffen aus der Slowakei eingesetzt, die in Deutschland verboten sind. Genau hier liegt das eigentliche Problem, das sich aber nicht durch weitere Restriktionen innerhalb Deutschlands lösen lässt. Statt die lizensierten Waffenbesitzer in Deutschland zu traktieren, sollten Sie besser auf einheitliche, hohe europäische Standards hinwirken. Ein deutliches Plus an Sicherheit könnte nämlich erreicht werden, wenn die hohen Standards zur Deaktivierung von vollautomatischen Waffen zu Deko-Waffen und der Umbau in Salut- und Theaterwaffen, die in Italien, Großbritannien, Frankreich, Finnland und Deutschland gelten, grundsätzlich EU-weit umgesetzt werden. In den genannten Ländern wird durch die Kontrolle der Beschussämter gesichert, dass die umgebauten Waffen sich nicht mit einfachen Mitteln reaktivieren lassen. Solch eine Kontrolle fehlt in anderen Ländern wie zum Beispiel der Slowakei. Die Kommission hat es acht Jahre lang versäumt, eine Richtlinie zur Deaktivierung von Feuerwaffen zu verabschieden und durchzusetzen. Hieran sollten Sie arbeiten, statt legale Waffenbesitzer mit weiteren, sinnlosen bürokratischen Hürden zu belasten. Zusätzliche Verbote dienen keinem Sicherheitszweck, sondern befördern lediglich die Politikverdrossenheit. Bürokratische Restriktionen gegen legale Waffenbesitzer verhindern keinen Terror, denn Kriminelle und Terroristen beschaffen ihre Waffen auf dem illegalen Markt. Im Gegenteil: Für die Kontrolle und Umsetzung der von Ihnen geforderten Maßnahmen wird Personal benötigt. Personal, das dann bei der eigentlichen Terrorbekämpfung und Zerschlagung des illegalen Waffenmarktes fehlt.

Legale Halbautomaten stellen keine erhöhte Gefahr dar

Sehr geehrter Herr Vogel, wir würden es sehr begrüßen, mit Ihnen über wirkliche Verbesserungen in Sicherheitsfragen in einen konstruktiven Dialog zu treten. Die von Ihnen postulierte erhöhte Gefahr durch legale halbautomatische Waffen gibt es schlichtweg nicht. Dies hat auch die EU-Kommissarin Elzbieta Bienkowska im Juli festgestellt. Die Kommissarin für Binnenmarkt, Industrie und Unternehmertum erklärte, dass lediglich von den bereits oben erwähnten, unzureichend umgebauten Waffen Gefahr ausgehe. Dieser Auffassung folgte auch der Bundestag, der am 8. Juli beschlossen hat, dass halbautomatische Waffen mit Wechselmagazinen weiterhin für die Jagd eingesetzt werden dürfen, sofern sie nur mit drei Schuss geladen werden.
 
In ihrer Pressemeldung behaupten Sie pauschal, 'Jäger brauchen keine halbautomatischen Waffen.' Ich frage mich, woraus Sie diese Gewissheit ableiten. Es gibt sehr wohl jagdliche
Situationen, in denen halbautomatische Waffen sehr sinnvoll, wenn nicht sogar lebensrettend sein können. Wären die halbautomatischen legalen Waffen ein Sicherheitsrisiko, würde ich Ihnen sofort zustimmen und mich für deren Verbot einsetzen. So aber ist Ihre Forderung nach einer Verschärfung des Waffenrechts reine Placebo-Politik zu Lasten unbescholtener Bürgern.
 
Sehr geehrter Herr Vogel, ich lade Sie herzlich ein, gemeinsam mit uns einen Schießstand zu besuchen. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir Ihnen die Funktionsweise der verschiedenen bei der Jagd eingesetzten Waffentypen zeigen und erläutern dürften. Ich bin überzeugt, dass dies erheblich zur Versachlichung der Debatte beitragen kann. Und ich bin
auch überzeugt, dass gerade in so angespannten und emotional aufgeladenen Zeiten Sachlichkeit ganz besonders wichtig ist.
 
Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Dirk-Henner Wellershoff
Präsident Landesjagdverband Brandenburg e.V.

 

 

Neue Naturschutz- und Wolfsbeauftragte bestellt durch Region Hannover

Helge Stummeyer – Wolfsberater Jägerschaft Neustadt als Naturschutzbeauftragter berufen durch die Region Hannover

 

Umweltdezernent Prof. Dr. Axel Priebs hat drei neue Wolfsbeauftragte und vier bewährte Naturschutzbeauftragte im Regionshaus belehrt und die Ernennungsurkunden übergeben.

Drei neue Gesichter, dazu vier altgediente Expertinnen und Experten für Flora und Fauna: Mit der Übergabe der Ernennungsurkunden und einer kurzen Belehrung über Rechte und Pflichten hat am Dienstag, 28. Juni 2016, der Umweltdezernent der Region Hannover, Prof. Dr. Axel Priebs, die ehrenamtlichen Naturschutzbeauftragten für die Städte Hannover – Bereich West -, Gehrden, Langenhagen und Wennigsen offiziell "bestellt". Ihnen zur Seite stehen für die nächsten fünf Jahre erstmals drei Wolfsbeauftragte, die für das gesamte Regionsgebiet zuständig sind.

Für die westlichen Stadtteile der Landeshauptstadt Hannover wurde  bis zum 30. Juni 2021 der Diplom-Biologe Friedrich Gerhard Wach (75) als Naturschutzbeauftragter wiederberufen. Sein Kollege in Gehrden bleibt der Landwirt Heinrich Möller (63), der in der Burgbergstadt schon seit 2011 das Amt versieht. Um den Naturschutz und die Landschaftspflege in Langenhagen kümmert sich erneut Ricky Stankewitz. Das 37-jährige NABU-Mitglied wurde von der Stadt zur Wiederbestellung vorgeschlagen. Bernd Mros (60) leitet hauptberuflich die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Hameln, wird sich aber auch weiter nach Feierabend für die Natur in seiner Heimatkommune einsetzen.

Jetzt auch Wolfsbeauftragte

Neu in der Riege sind die Wolfsbeauftragten Nina Graupner (39), Thomas Behling (58) und Helge Stummeyer (47). Alle drei sind Mitglieder der Landesjägerschaft Niedersachsen. Ihre Tätigkeit umfasst sowohl die Beratung als auch gegebenenfalls die Rissdokumentation. Darüber hinaus unterstützen sie die Öffentlichkeits- und Umweltbildungsarbeit durch Informationsveranstaltungen, auch an Schulen und Kindergärten.

 

Nutztierhalter gegen Wolfsromantik

Halter von Pferden, Rindern oder Schafen fordern einen Schutz ihrer Tiere vor Wölfen. Bei einem Info-Abend der Jägerschaft Neustadt warnten sie vor zunehmender "Wolfsromantik".

Jungwolf©Ingo Wagner

Helstorf. 40 Nutztierhalter waren der Einladung der Jägerschaft Neustadt zum Infoabend „Aktiver Herdenschutz für Nutztierhalter – Der Wolf kehrt zurück“ gefolgt.

 

 

 

Bewusst hatte die Jägerschaft Interessenverbände der Schafzüchter, Mutterkuh- und Rinderhalter, sowie den Pferdezuchtverband Aller-Leine, vertreten durch Geschäftsführer Ralf Asche aus Luttmersen angesprochen. 

Wichtigste Fragen aus Sicht der Tierhalter: Wie soll der durch die Rückkehr des Wolfes notwendige Schutz der Weidetiere aussehen, wie und was wird durch Beihilfen der Landesregierung im Herdenschutz unterstützt, und welche Maßnahmen muss ein Nutztierhalter nach einem Wolfsübergriff treffen, um  Entschädigungsleistungen in Anspruch nehmen zu können? 
Der Wolf als Raubtier, das seinen Weg wieder nach Niedersachsen gefunden hat, war für die Mehrzahl der Nutztierhalter nicht das Problem. Vielmehr waren die vom Wolfsbüro des Landes vorgestellten Herdenschutzmaßnahmen das Ziel der vorgebrachten Kritik. Die Art und der Umfang der Maßnahmen, wie Bau und Unterhaltung der Zäune wurden von vielen als in der Praxis nicht als umsetzbar vom Aufwand her geschildert. 
Die Nutztierhalter begründeten ihre Kritik mit praktischen Beispielen, die auch der anwesender Haupterwerbsschäfer Günter Reiche aus Kaltenweide aus seinem Alltag darstellte, und mit Argumenten unterlegte. 
Volker Hahn vom Landvolkreisverband Hannover erklärte: „Die Kluft im Denken zwischen der Stadtbevölkerung und der Landbevölkerung wird immer größer." Die Politik werde in den Städten entschieden, und das "mit einer völlig falschen Vorstellung von Naturromantik" und Auswirkungen auf die Nutztierhalter und Betriebe im ländlichen Bereich. Ein streunender Wolf in der Lüneburger Heide sehe für den Stadtbewohner vor dem Bildschirm niedlich aus, im ländlichen Bereich aber bedrohe er die Existenz von Tierhaltern, so Hahn weiter.

Es sei bedauerlich, betonte Jägerschaftssprecher Karsten Ahlborn, dass trotz mehrfacher Nachfrage kein politisch Verantwortlicher aus dem Umweltministerium sich der Diskussion in Helstorf gestellt habe.