Lockjagd und Luderplatz

Lockjagd

 

Fast alle Tierarten lassen sich durch die Nachahmung arteigener Laute oder durch Laute ihrer Beutetiere zu einem bestimmten Platz locken.

Schalenwild wird während der Brunft durch die Fiep- oder Mahnlaute der brunftigen weiblichen Tiere gelockt. Auf den brunftigen Rothirsch wirkt sowohl der nachgeahmte Ruf des Hirsches, als auch der des weiblichen Wildes.
Wildgänse, Wildenten und Ringeltauben lassen sich durch die Nachahmung ihrer eigenen Laute gut locken.

Raubwild wird durch Klagelaute seiner Beutetiere (Hasenklage, Kaninchenklage, Mäusepfeifen) angelockt.
Die einzelnen Lockrufe kann der Jäger entweder mit den Lippen oder mit Instrumenten erzeugen, die entweder aus Naturmaterialien selbst gefertigt werden oder im Fachhandel in großer Auswahl zu beziehen sind. So gibt es z.B. das Mäusepfeifchen und die Hasenquäke, um den Fuchs anzulocken.

 

Luderplatz

 

Der Luderplatz dient der Bejagung des Raubwildes. Zerkleinerte Brocken von Wildaufbruch oder nicht mehr verwertbarem Wild (Unfallwild) werden ausgelegt und mit Stroh oder Mist abgedeckt. Der Platz liegt hier gut einsehbar zum Beispiel vor einem Ansitzplatz und entgegen der Hauptwindrichtung. Ein Strohhaufen mit eingestreuten Getreidekörnern zieht Mäuse an und hat dann auf die Raubwildarten Fuchs und Marder die gleiche anziehende Wirkung.

 

Quelle: Deutscher Jagdschutzverband