Einen Einblick in das Jagdhundewesen und die Jagdhunderassen finden Sie hier im Download

Jagdhundewesen in Niedersachsen
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Quelle: Landesjägerschaft Niedersachsen

 

 

 

Nach der Einteilung der Jagdhunderassen erfolgt eine Gliederung in die Einsatzbereiche der Jagdhunderassen

Vorstehhunde sind Vollgebrauchshunde, die vielfältig bei der Jagd eingesetzt werden können. Die Anlage des Vorstehens (erstarren vor sich drückendem Wild) ist bei ihnen durch Auslese besonders genetisch gefestigt.

Sie werden eingesetzt:

 

Vor dem Schuss:

Angemessene Suche in offenem Gelände mit Vorstehen gefundenen Wildes

Buschieren (kurze Suche vor dem Führer) in unübersichtlichem Gelände mit Vorstehen gefundenen Wildes

Stöbern (selbständiges weites Suchen) im dichten Wald und in Maisschlägen

Stöbern in deckungsreichen Gewässern

 

Nach dem Schuss:

Nachsuche von Schalenwild am langen Riemen, einschl. Hetze, Stellen und Niederziehen

Verlorenbringen von Niederwild in Feld, Wald und Wasser

 

Stöberhunde sind mittelgroße Jagdhunde, deren Hauptaufgabe ursprünglich das weiträumige Durchsuchen von dichten Waldparzellen und Mais ist (Stöbern) und die aufgestöbertes Wild laut auf der Spur oder Fährte verfolgen.

 

Weitere Einsatzmöglichkeiten:

 

Vor dem Schuss

Buschieren

Stöbern

 

Nach dem Schuss

Nachsuche von Schalenwild

Verloren bringen von Niederwild in Feld, Wald und Wasser

 

 

Erdhunde werden zur Jagd unter der Erde (im Bau) eingesetzt. Sie veranlassen das Raubwild (Fuchs, Dachs), den Bau zu verlassen (Sprengen).

Weitere Einsatzbereiche

 

Vor dem Schuss:

Stöbern im dichten Wald und in Maisschlägen

Stöbern in deckungsreichen Gewässern (nur die Terrier)

Buschieren

 

Nach dem Schuss:

Nachsuche von Schalenwild

Nachsuche von kleinerem Niederwild (Kanin, Fasan) mit Apportieren (Terrier)

Nachsuchen von krankem und totem Wasserwild in deckungsreichen Gewässern (Terrier)

 

Apportierhunde bezeichnet man Jagdhunde, die geschossenes Nieder- oder Federwild finden und anschließend zum Jäger zurückbringen. Diesen Vorgang bezeichnet man als Apportieren. Auf Englisch lautet das Verb für apportieren oder etwas zurückbringen to retriev, wovon sich die Bezeichnung der Hunde ableitet.

 

Weitere Einsatzbereiche

 

Vor dem Schuss

Buschieren

Stöbern

 

Nach dem Schuss

Nachsuche von Schalenwild

Verloren bringen von Niederwild in Feld, Wald und Wasser

 

 

Jagende Hunde sind Bracken. Sie verfolgen die Spur oder Fährte von Wild laut über weite Entfernungen.

 

Ihre jagdliche Verwendung ist:

 

Vor dem Schuss:

Stöbern im Wald und Mais

Brackieren

 

Nach dem Schuss:

Nachsuche von Schalenwild