Aktuelle Meldungen der Jägerschaft Neustadt am Rübenberge e.V.

Jäger werden – „Schnuppertag“ der Jägerschaft Neustadt

 

Interessenten für einen Vorbereitungskurs auf die Staatliche Jägerprüfung können sich am 17.06.2017 über das Jagdhandwerk und die Inhalte des Lehrgangs in Theorie und Praxis informieren.


Die Jägerschaft veranstaltet dazu einen Infotag an der Jagdhütte in Schneeren (Wasserwerk) und lädt alle Interessenten von 11:00 bis 15:00 Uhr herzlich ein.


Ausbilder der Jägerschaft beantworten Fragen zur Vorbereitung auf das „Grüne Abitur“. Ehemalige Kursteilnehmer geben ihre Erfahrungen zum Kursablauf und zur Jägerprüfung weiter. Die Jägerschaft zeigt Präparate von Wildtieren, die den theoretischen Unterricht in der Ausbildung praxisnah ergänzen.


Der Vorbereitungslehrgang beginnt nach den Sommerferien am 12. August 2017 und endet mit der Jägerprüfung im März 2018.


Für weitere Informationen vorab steht Lehrgangsleiter Ole Volkmann gern unter 05032-4171 zur Verfügung.

Vortag: Der waidgerechte Büchsenschuss

 

Der Hegering 5 lädt die Mitglieder der Jägerschaft zu einem Vortrag ein.

Veranstaltungsort ist das Haus an der Jürse am 20.04.2017 ab 19:00 Uhr.

 

Der waidgerechte Büchsenschuss
Einladung__Kompaktseminar_HG 5.pdf
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Hundeausbildung mit Prüfung


Neustadt, 26.03.2017

Auch dieses Jahr führt die Jägerschaft einen Ausbildungslehrgang für Hunde mit abschließender Prüfung durch. Geprüft werden

 

- Jagdgebrauchshund

- Stöberhund

- Schweißhund (1000 m Schweiß )

 

Das Vorbereitungstreffen ist am Sonntag den 02.04.2017 Gasthaus Meyer Poggenhagen ab 18 Uhr, ohne Hunde. Dort können/sollen alle Fragen besprochen und die Hunde angemeldet werden.

 

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und geht nach Reihenfolge der Anmeldung.

Ansprechpartner für dringende Fragen Knuth Peters 0179 7375173

 

Beginn der Ausbildung:

Mittwoch der 19.04.2017 18:00 Uhr auf dem Biohof Peters Dorfstr. 53 Großenheidorn

Jagdscheinprüfung der

Jägerschaft Neustadt

 

Schneeren, 18.3.2017

Kurz bevor die Prüfung begann, hatte das Wetter ein Einsehen und nach anfänglichem Regen, während des Aufbaus, zeigte sich die Sonne.

 

Der Vorbereitungslehrgang 2016/17 der Jägerschaft endete heute mit der mündlich-praktischen Prüfung. An fünf Stationen mussten die 21 Jungjäger Anwärter ihr im Verlauf von sieben Monaten erlerntes Wissen prüfen lassen.

 

Kreisjägermeister Ole Volkmann war für die ordnungsgemäße Durchführung der Prüfung verantwortlich, bei der ein kleiner Wissensmangel in einem der sicherheitsrelevanten Felder, zum Nichtbestehen reicht.

 

Neben den Prüflingen waren auch 14 Prüfer angetreten, um bei den angehenden Jägerinnen und Jägern das Wissen abzufragen.

 

Da die Schießprüfung und der schriftliche Teil des „Grünen Abiturs“ bereits im Vorfeld erfolgreich absolviert wurden, durften sich nach Abschluss des Tages 19 der 21 Angetretenen Jungjäger nennen.

 

Gespanntes Warten auf die sicherheitsrelevanten Jagdsignale

 

Jagdpächter, geht wählen!

 

Seit Jahren steigt der Beitrag, den Jagdpächter und Eigenjagdbesitzer an die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) entrichten müssen – allerdings ohne, dass die Leistung steigt. Vertreter der Jagd haben sich nun erstmalig mit der Liste 11 zur Wahl in den Wahlausschuss der SVLFG gestellt, um künftig mitzureden. Um die Jagdvertreter im Mai wählen zu können, müssen sich stimmberechtigte Jagdpächter, Mitpächter und Ehepartner registrieren.

 

 

(Berlin, 9. März 2017) Vertreter der Jagd treten im Mai 2017 erstmalig bei der Sozialwahl der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) an: mit der sogenannten „Freien Liste Jordan, Pi-ening, Schneider, Wunderatsch, Ruepp“ (Liste 11). Vertreter des Deut-schen Jagdverbandes (DJV) und des Bayerischen Jagdverbandes (BJV) wol-len sich künftig gemeinsam für die Belange der Jägerinnen und Jäger ein-setzen. Neben mehr Transparenz und gerechter Beitragsbemessung for-dern sie bessere Präventionsleistungen für Jäger sowie zusätzliche Versi-cherungsleistungen für Nachsuchenführer.

Wir können damit zwar die Pflichtmitgliedschaft in der Berufsgenossen-schaft nicht beseitigen, aber wir können für eine bessere Vertretung un-serer Interessen in der SVLFG sorgen“, sagt Dr. Hans-Heinrich Jordan, Vertreter des DJV-Präsidiums. Um an der Wahl teilzunehmen, müssen sich Jagdpächter unbedingt in den nächsten Tagen registrieren. Die SVLFG will die entsprechenden Unterlagen („Fragebogen und Antrag auf Ausstellung eines Wahlausweises“) nach eigenem Bekunden in der zwei-ten Märzhälfte versenden. Wichtig: Wahlberechtigt sind auch alle Mit-pächterinnen und -pächter sowie Ehepartnerinnen und -partner – auch sie müssen sich vorab registrieren. Die eigentliche Wahl findet dann im Mai als Briefwahl statt.

Ursprünglich sollte die Liste „Liste Jagd“ heißen. Dies wurde jedoch vom Wahlausschuss der SVLFG verhindert, mit der Begründung, die Jagd sei keine Berufsgruppe. Andererseits werden die Inhaber von Jagdrevieren von der SVLFG selbst als Unternehmer behandelt mit der Folge einer Pflichtversicherung. Ein Widerspruch, den die Jägerschaft ablehnt.

 

Weitere Informationen unter folgenden Links:

 

http://www.jagdverband.de/sozialwahl2017

 

Youtube http://tinyurl.com/j8qg75u

 

Quelle: DJV

 

Wiederladebuch der DEVA

Neustadt, 30.01.2017

Die sechste Auflage des Wiederladebuches der DEVA wird voraussichtlich im März veröffentlicht. Der genaue Erscheinungstermin wird auf der Website der DEVA bereitgestellt.

 

Spezialanhänger für Einsatzkräfte im Wolfsmanagement der Region Hannover in Dienst gestellt

 

Am 19.Januar 2017 hat die Region Hannover einen speziell ausgerüsteten PKW Anhänger seiner Bestimmung an die Wolfsberater und Amtsveterinäre übergeben. Dieser Anhänger wird für den maximalen Schutz der Einsatzkräfte, der verkehrsgerechten Sicherung der Unfallstelle, sowie einer Tier- und Artenschutzgerechten Bergung von verunfallten Großraubwild eingesetzt. Auch für das weiterführende Luchsprojekt kann der Anhänger verwendet werden, sowie für weitere Transportanfragen nach Anforderung der Veterinärbehörde in der Region Hannover. Weitere Aufgabenbereiche, die durch die Ausstattungsvarianten des Spezialanhängers und eventuelle Zusatzausrüstung durchgeführt werden können, sind das Fangen und Besenderung (GPS Halsband) von Wölfen, sowie die Begleitung von Vergrämungsmaßnahmen. Durch die Verwendungsbandbreite in der Entwicklung des Anhängers können auch verunfallte Wölfe, die nach Untersuchung eines Amtsveterinärs mit der Prognose einer kurzfristigen Auswilderung nach Behandlung positiv beschieden werden, sofort einer Auffangstation zur weiteren Behandlung zugeführt werden. Auch im Fall einer Euthanasierung des Wolfes ist der Abtransport und die Überstellung an nachgeordnete Stellen in einem Handlungsablauf gesichert.

 

Da der Wolf besonderen Artenschutzrechtlichen Bestimmungen unterliegt, können Bergung, Transport und Versorgung, sowie die mögliche Feststellung einer schwerwiegenden Verletzung nicht durch Polizei und Jäger wie bei einem normalen Wildunfall durchgeführt werden. Einen Fangschuss zu geben, um das Leid des schwer verletzten Wildtieres zu beenden wie bei einem Wildunfall, ist für Polizisten oder Jäger beim Wolf nicht erlaubt, und mit schweren rechtlichen Konsequenzen verbunden. Der verunfallte Wolf ist also schwer verletzt seinen Leiden ausgesetzt, und hier setzt auch der allgemeine Tierschutz in vollem Umfang ein.

 

Nun müssen vor allem befugte Entscheidungsträger wie Amtsveterinäre am Unfallort, auch eine Tierärztliche Beurteilung der Schwere der Verletzungen, eine eventuelle sinnvolle Versorgung, bis hin zur sofortigen Euthanasierung mangels Überlebenschancen nach dem Verletzungsmuster des Wolfes durchführen können.

 

Tier- und Artenschutz verlangen eine professionelle Handlungsweise aller Beteiligten. Gerade beim Thema Wolf sind Einsatzkräfte, an rechtliche Regeln durch den hohen Schutzstatus gebunden, die für einen Außenstehenden überzogen erscheinen. Kein Tier hat es verdient, nach einem schweren Verkehrsunfall mit einem Kraftfahrzeug lange Leiden zu müssen. Gerade beim Wolf gibt es aber durch seinen besonderen Schutzstatus eine hohe Brisanz in der Öffentlichkeitswirkung, Ablaufpläne und Rechtssicherheit im Wirken der Einsatzkräfte durch rechtlich gesicherte Prozesse zu bedienen.


Den öffentlichen Shitstorm kann sich jeder vorstellen, wenn hier falsche Handlungsweisen an den Tag kommen. Wir alle kennen die Anfeindungen im Rahmen der Entnahme von MT6, die vorgefallen sind für die Einsatzkräfte.

 

Auf dieses Problem wurden im September 2014 zwei Jäger im Gespräch mit Polizisten aufmerksam. Nach mehreren Recherchen der beiden Jäger wurde klar, dass zu diesem Zeitpunkt in der Region Hannover, wie auch in anderen Wolfsgebieten in Niedersachsen (Ausnahmen waren Lüchow-Dannenberg und Celle) kein fest ausgearbeiteter Ablaufplan bestand, der einen rechtssicheren Rahmen für die in so einem Fall beteiligten Einsatzkräfte sicherstellte. Weiterhin existierte kein geeignetes und ausgerüstetes Transportmedium, das die Einsatzkräfte in so einem Fall benötigen.

 

Die beiden Jäger wandten sich im September 2014 an das Team Veterinärwesen der Region Hannover mit den erkannten Problemen und der Idee zur Beschaffung eines Transportanhängers mit entsprechender Ausrüstung für beteiligten Einsatzkräfte.

 

Das Team Veterinärwesen der Region Hannover unterstützte die Ausarbeitung eines geeigneten Ablaufplanes, in Zusammenarbeit mit den beiden Jägern und stellte somit die Basis für das weitere Handeln in diesem Projekt bereit.

 

Der Transportanhänger sollte über das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz beschafft werden. Aus dem Ministerium, das eigentlich für den Wolf verantwortlich ist, kam keine Unterstützung zu diesem Projekt.

 

Das gleiche Ministerium mit Minister Wenzel, das seit 2014 den Wolf in Niedersachsen über die Maßen Willkommen heißt und immer wieder auf den Schutzstaus des Wolfes mit aller Macht hinweist.

 

Und offen gesagt, wurde schnell klar, dass es wohl nicht gewünscht war ein Projekt zum Wolf umzusetzen, das von 2 Jägern initiiert worden ist und nicht von einem Naturschutzbund, der Minister Wenzel nahesteht.

 

Die Region Hannover ergriff dann 2016 die Initiative, da das Umweltministerium nicht konnte oder wollte, und nahm die Beschaffung des Spezialanhängers in die Hand.

 

Es ist ein Beispiel für die Jäger in Niedersachsen, sich offen am Thema Wolf und seinen Herausforderungen zu beteiligen, und auch in dieser Form ein wichtiges Stück Öffentlichkeitsarbeit zu leisten. Seit Jahren tragen die Jägerinnen und Jäger in Niedersachsen die Verantwortung im Wolfsmonitoring für das Wolfsmanagement des grünen Umweltministeriums in Hannover.

 


Fazit: Der in den letzten Tagen seit der Vorstellung als „Wolfs-Leichenwagen oder Wolfskrankenwagen in der medialen Landschaft betitelte Spezialanhänger der Region Hannover ist nichts von dem. Es ist ein Arbeitsgerät für Wolfsberater und Amtsveterinäre, nicht mehr und nicht weniger mit einer prognostizierten Lebensdauer von 25 Jahren Verwendungszeck bei 10.000 Euro Anschaffungskosten.

 

Die mediale Beachtung eines Anhängers hat aber auch gezeigt, wie wenig sich Journalisten mit den wirklichen Fakten zu diesem Thema befasst haben. Aber wo Tatsachen nicht gesehen werden wollen, fängt Polemik an und wird der momentane Mainstream bedient, je nachdem wie die Öffentlichkeit gerade den Wolf wahrnimmt.

 

Tierschutz scheint nur dann gut zu sein, wenn man Wolfspatenschaften und Spenden für den Wolf sammeln kann. Von den Naturschutzverbänden hat noch keiner einem Schäfer einen kompletten Wolfsabweisenden Grundschutz kostenfrei bereitgestellt. Wann kommen denn die Spenden an bei den Geschädigten Nutztierhalten durch die NGO`s?

 

Hart aber Fair von Frank Plasberg und der Wolfskrankenwagen. Beurteilen muss diesen Satz und seine Sinnhaftigkeit jeder für sich, und dann einmal darüber nachdenken warum Kröten über die Straße getragen werden, und warum das auch proaktiver Tierschutz ist? Oder liegt es daran, unter welcher Flagge Tierschutz in der Öffentlichkeit dargestellt wird.

 

Bleibt zu hoffen, dass in Zukunft Ideen zum Thema Wolf, die von Jägern initiiert werden, zumindest im Ministerium von Herrn Wenzel dazu führen, sich einmal auch Gedanken zu machen was neben den Willkommensfeiern für den Wolf noch an praktischen Dingen zu tun ist. Die Region Hannover ist hier schon viel weiter, in ihrer konstruktiven Zusammenarbeit mit den Jägern zum Thema Wolf.

 

 

Kleine Novelle des Niedersächsischen Jagdgesetzes
Landesjägerschaft gesprächsbereit

– rechtliche Ausgestaltung muss stimmen

 


Am heutigen Mittwoch findet im Niedersächsischen Landtag die Anhörung zu einer kleinen Novellierung des Niedersächsischen Jagdgesetzes statt. Im Kern soll es bei der Novellierung um die Aufhebung des Verbots von Schallminderen, die Einführung eines Schießübungsnachweises sowie die verpflichtende Einführung von bleifreier Munition gehen. Die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) ist zu diesen Punkten gesprächsbereit, wenn die rechtlichen Ausgestaltungen stimmen, sieht aber auch verfassungsrechtliche Probleme.


Der erste Punkt der geplanten Novellierung, die Aufhebung des Verbots von Schallminderen im Niedersächsischen Jagdgesetz, ist Ländersache und diesen Vorstoß begrüßt die Landesjägerschaft ausdrücklich. Hintergrund dieser geplanten Änderung sind Aspekte des Gesundheitsschutzes: der Mündungsknall am Gewehr soll so bei Schussabgabe minimiert werden. Entscheidend sei hier, dass die Aufhebung des Verbots dann auch für alle gelte.
„Gesundheitsschutz ist unteilbar. Folglich darf die Verwendung von Schallminderen auch nicht auf bestimmte Personenkreise wie Förster oder Berufsjäger beschränkt sein“, so der Justitiar der Landesjägerschaft Clemens Hons. Eine Bedarfsprüfung im Einzelfall zu Lasten der Jäger, dürfe das Gesetz nicht vorsehen.


Komplexer seien hingegen die beiden übrigen Punkte: „Unser Vorbehalt hat wesentlich zwei Gründe: Für die Themen Schießübungsnachweis und bleifreie Munition ist aus unserer Sicht der Bund zuständig“, so Hons weiter. Der Schießübungsnachweis falle unter die Regelungen zur Erlangung des Jagdscheins und für das „Recht der Jagdscheine“ ist nach Art. 72 Abs. 3 Nr. 1 GG allein der Bund zuständig. Auch beim Thema bleifreie Munition sieht die Landesjägerschaft die eigentliche Gesetzgebungskompetenz beim Bund: Die Regelungen zur Munition betreffen das
Waffen- und Sprengstoffrecht, auch hierfür ist nach Art. 73 Abs. 1 Nr. 12 GG der Bund zuständig.


Sollte das Land Niedersachsen dennoch diese Punkte auf Landesebene gesetzlich regeln wollen, ist die Landesjägerschaft vorbehaltlich der verfassungsmäßigen Rechtmäßigkeit gesprächsbereit.
Entscheidend sei hier die konkrete rechtliche – und tatsächliche – Ausgestaltung. Insbesondere nach dem Prozess zur Umsetzung der Intervallbejagung, bei der das Landwirtschaftsministerium kurzerhand und entgegen der im Landtag geäußerten Vorstellungen aus einer „Kann- eine „Soll-Bestimmung“ gemacht hat, dringt die Landesjägerschaft hier auf klare gesetzliche Regelungen:


Das Gesetz muss expressis verbis regeln, dass der Schießnachweis ein Übungsnachweis ist. Es darf der Obersten Jagdbehörde, also dem Landwirtschaftsministerium, keine Möglichkeit geben, hieraus über den Erlaß- oder Verordnungswege, im Nachgang eigenmächtig Leistungsanforderungen festzusetzen.
Auch beim Thema bleifreie Munition geht es um die konkreten Regelungen: Zunächst und wesentlich muss sichergestellt sein, dass sich die geplante Umstellung auf bleifreie Geschosse nur auf Büchsenmunition bezieht. Darüber hinaus muss sichergestellt sein, dass Alternativgeschosse dieselbe tierschutzgerechte Tötungswirkung haben wie bleihaltige Munition.

Auch muss das Abprallverhalten alternativer Geschosse den hohen Sicherheitsanforderungen entsprechen. Da es nachgewiesenermaßen noch nicht für alle Büchsenkaliber entsprechende Alternativen in dieser Hinsicht gibt, kommt für die Landesjägerschaft nur eine Minimierungsstrategie mit ausreichend langen Übergangsfristen infrage – wie sie auch auf Bundesebene geplant war. Erst dann, wenn es für alle Büchsenkaliber praxistaugliche Alternativen gebe, könne ein Umstieg auf bleifreie Geschosse gesetzlich verlangt werden.


Auf Bundesebene hatte es Mitte des vergangenen Jahres auch einen überparteilich im
Bundestag abgestimmten Vorschlag zur Novellierung des Bundesjagdgesetzes unter anderen zu diesen Punkten (Schießübungsnachweis und bleifreie Munition) gegeben, der letztlich aber am Veto Bayerns scheiterte. „Wir sehen hier nach wie vor den Bund in der Pflicht – insbesondere auch um weitere Flickenteppiche in Sachen  Jagdgesetzgebung zu verhindern. Wir würden es sehr begrüßen, setzte sich die Niedersächsische Landesregierung, entsprechend ihrem Votum in der damaligen Bundesratsversammlung, vehement für eine bundesweit einheitliche Regelung
dieser beiden Punkte ein“, so der LJN-Justitiar abschließend.

 

Quelle: LJN Pressemitteilung 18.01.2017

 

Tagesfahrt zur Jagd & Hund

 

Neustadt, 17.01.2017

Für Interessierte bietet sich die Gelegenheit zur Busfahrt auf Europas größte Jagdmesse.

 

Termin: 1.2.2017

 

Abfahrt : 6:30 Uhr Neustadt Schützenplatz

                7:00 Uhr Wunstorf Schützenplatz

 

Der Preis beträgt  € 39,50 p.Person  und beinhaltet Busfahrt und Eintrittskarte.

Geplanter Aufenthalt 11:00 – 16:30 Uhr


 

Anmeldung: Omnibusbetrieb Meuter unter der Telefonnummer 05031 - 3598

 

Land Niedersachsen ist für das Wolfsmanagement verantwortlich

Befremden über Schuldzuweisungen in Richtung von Jägern und Nutztierhaltern

 

Irritiert und befremdet zeigt sich die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) über

jüngste Äußerungen aus dem Umweltministerium zum Thema Wolf und den  zunehmend auftretenden Konfliktsituationen. Zwar ist es zu begrüßen, dass nun auch Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel bekundet, einen pragmatischeren Umgang mit dem Thema Wolf einschlagen zu wollen, seine Situationsanalyse offenbart allerdings nach wie vor eine deutliche Verkennung der Sachlage.


„Wer lange Zeit den Sorgen und Nöten von Nutztierhaltern und Bevölkerung nur mit

Worthülsen begegnet und dann - wenn es brennt - versucht für die eigenen Versäumnisse Nutztierhalter und Jäger in Mithaftung zu nehmen, wirkt nicht nur hilflos sondern gefährdet auch sein eigenes Wolfsmanagement“, so Helmut Dammann-Tamke, Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen mit Blick auf jüngste Äußerungen aus dem Umweltministerium.


In einem heute erschienenen Interview mit der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung

äußerte Niedersachsen Umweltminister Stefan Wenzel unter anderem zu den steigenden Wolfszahlen: „Einen schnellen Beitrag zur Regulierung könnten jetzt schon die Jäger leisten, indem sie mehr Schalenwild schießen. Je mehr Rehe es gibt, desto größer ist nämlich erwiesenermaßen die Zahl der Beutegreifer. Weniger Rehe würden also auch weniger Wölfe bedeuten.“


Angesichts einer seit langem bekannten jährlichen Reproduktionsrate der Wölfe von 30

Prozent und mehr, zeugten solche Äußerungen eher von der Hilflosigkeit des Ministeriums und dem durchsichtigen wie verzweifelten Versuch, von den eigenen Unterlassungen und Fehlern abzulenken Auch die Erwartungshaltung an die Nutztierhalter, stets noch mehr und weitere Präventionsmaßnahmen umzusetzen, ginge in diese Richtung.


Ein weiterer Beleg für fachliche Unkenntnis und Effekthascherei, ist die im Zusammenhang mit einem Ortstermin mit Weidetierhaltern und Kommunalpolitikern im

Landkreis Uelzen am vergangenen Mittwoch vom Umweltminister an die Landesjägerschaft gerichtete Forderung, eine grundsätzliche Freigabe für das Betreten

von Revieren bei möglichen Vergrämungsmaßnahmen zu erteilen. Eine solche Freigabe kann und darf die Landesjägerschaft aus rechtlichen Gründen gar nicht erteilen.


Darüber hinaus ist das Betreten der Reviere bei den erfolglosen  Vergrämungsversuchen des Umweltministeriums im Falle von MT6 ganz offenkundig auch nicht das Problem gewesen. Auch damals hatte die Landesjägerschaft lange im Vorfeld mehrfach fachliche Unterstützung angeboten, die seitens des Umweltministeriums aber nicht in Anspruch genommen wurde.


„Um es klar zu sagen, die Landesjägerschaft und die niedersächsischen Jäger werden

sich nicht den schwarzen Peter für eine verfehlte Wolfsmanagementpolitik des

Umweltministeriums zu schieben lassen“, so Dammann-Tamke.

Gefährlich seien solche und vergleichbare Äußerungen der jüngeren Vergangenheit im

Besonderen daher, da sie diejenigen vor den Kopf stießen, die seit einigen Jahren im

Rahmen des Monitorings wichtige Daten über die Verbreitung der Wölfe in

Niedersachsen liefern – ehrenamtlich. Seit Ende des Jahres 2011 ist die Landesjägerschaft vom Land Niedersachsen mit dem Wolfsmonitoring beauftragt. Seither entfallen ein Großteil der Meldungen über Hinweise und Nachweise auf Wolfsvokommen auf Jägerinnen und Jäger. Drei der offiziell nachgewiesenen acht Rudel in Niedersachsen konnten durch aktive Monitoringmaßnahmen der Landesjägerschaft nachgewiesen werden. Auch der jüngst erfolgte Nachweis von fünf Wölfen im Raum Visselhövede konnte so erbracht werden. „Wir als Landesjägerschaft stehen zu dieser Kooperationsvereinbarung und unserem Beitrag im Rahmen des Wolfsmonitorings – sollte dies allerdings seitens der Landesregierung nicht mehr gewünscht sein, sollte man uns das offen sagen“, so der LJN-Präsident.


Grundsätzlich diene es auch nicht der Akzeptanz der Rückkehr der Wölfe nach

Niedersachsen, sich stetig auf die „Überraschungseffekte“ im Verhalten der

niedersächsischen Wölfe zu beziehen. „Das ist nicht dass, was der Lage gerecht wird

und einer Akzeptanzsteigerung dient. Handeln statt Worthülsen wäre angezeigt“, so

Dammann-Tamke abschließend.


Quelle: LJN Pressemitteilung 13.01.2017